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    Hallo!
    Bitte um Rat!
    Anbei Foto…..ich meine, es ist ein Bergmolch, Bauch ist orange. Der lag ca. 5m neben dem fast ausgetrockneten Wasserloch…hat irgendwie tot gewirkt. Hab ihn wieder ins Wasser, da ging es ihm dann besser.
    Problem: Wasserloch ist am Austrocknen….also es wäre schon trocken, wenn ich die letzten Tage nicht ca. 100 l Bachwasser nachgefüllt hätte.
    Vorgeschichte: vor ca. einer Woche Wasserloch in Almwiese entdeckt mit Kaulquappen….(die sind kohlrabenschwarz und sehen nicht nach bergmolchlarven aus). Beim längerem Beobachten schließlich entdeckt, dass da noch kleine Krokodile drin sind und Internetrecherche betrieben.
    Also diese Dinger sind dauerhaft unter Wasser unter Stein oder Holz.
    Ich kann aber nicht täglich 50km durch die Gegend dieseln und Wasser nachfüllen……da ist der ökologische Fußabdruck schlimmer als die Molchrettung…..zum Glück kam jetzt bissl Regen.
    Darf ich die Molchis in ein sicheres geeignetes Loch umziehen? ….oder der Natur ihren Lauf lassen?
    Und wenn Umzug ok wäre - die Kaulquappen ebenso?
    Vielleicht wäre ja auch jemand aus der Gegend hier und könnte mal einen sachkundigen Blick drauf werfen oder helfen?
    Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
    Würd mich freuen über Rat und Tat!
    LG
    Tina

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  • #2
    Zitat von TLurchi Beitrag anzeigen
    Beim längerem Beobachten schließlich entdeckt, dass da noch kleine Krokodile drin sind
    Ein Foto von denen würde mich ehrlich gesagt sehr viel mehr interessieren...

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    • #3
      Ja, das Wasserlöcher und Teiche zuweilen austrocknen ist leider "Natur" - ja auch diese temporären Gewässer sind wichtig.
      Es gibt sogar Tierarten, welche solche im späteren Sommer trockenen Lebensräume schätzen. Molche und Kröten können sich
      im Schlamm eingraben und Überleben so oft. Wenn es nicht gerade sehr seltene Molche sind, würde ich keine Rettungsaktion
      veranstalten, evtl. "Kadaver" fliessen in den Kreislauf der Natur...

      Kommentar


      • #4
        Hi Tina,
        ich sag dir nur von wem das kommt, damit du das einschätzen kannst (ich halte Aquarien/Terrarien-Tiere seit dem ich 12 Jahre alt bin) und seit ca. 5 Jahren habe ich Bergmolche in den Garten gekriegt. Die leben da in einem "Pfützchen" was mal ein Brunnen war, aber ich beobachte halt so lange schon Bergmolche (nachts, tags etc.). Im Augenblick haben wir 20 Tiere im Teich. Daher überlege ich gerade selbst vielleicht mal molche im Terrarium zu halten und bin gerade auf Umschau etc pp und somit deinen Beitrag gestoßen:

        Also: Bergmolche werden nicht alt. So ca. 10 Jahre.
        Und was Menschen in unserer Zivilisation vergessen ist wie unsere Sinne funktionieren. Wir sind sehr visuell geprägt. Das ist aber unser schwächster Sinne. Daher nehmen wir auch die Natur eher mit unseren Augen war -- als z.B. mit der Zunge.^^ (Das war ein Witz).
        Deswegen siehst du einen Bergmolch und triffst eine Entscheidung.
        Da ist aber wahrscheinlich folgendes passiert: Das ist ein wahrscheinlich ein Weibchen -- das durch die Gegend gelaufen ist, um ihre Eier in weitere Tümpel zu verteilen.
        Bergmolche sind vor allem später Nachmittag früher Abend aktiv und dann noch mal richtig nachts.

        Es kann sehr gut sein, dass du einen Bergmolch hast, der hat die ganze Nacht schwer gearbeitet und hat sich dann überlegt in eine Richtung aufzubrechen und sich gesagt:
        "Nooah. Ich mach ein Päuschen. -- Es ist so schön hier. Gute Nacht."
        Normalerweise gehen die dafür unter Wurzeln, in Nischen etc. Die liegen dann da und halten einen Bärenschlaf.
        Wenn du die dann findest -- kann das auf dich wirken wie als ob das Tier krank wäre.
        Wir haben auch einen alten, der hat so seinen Schlafplatz im Garten direkt in Teichnähe unter einer meiner alten Terrariumwurzeln unter nem Busch. Und jedes mal wenn du da eine Wurzel hochhebst, liegt der darunter in den wirsten Posen. Auf dem Rücken. Auf dem Bauch. Gerollt. Gestreckt. Geht alles.

        Als du den wahrscheinlich gefunden hast, hat der sich gedacht: "Guäähn, Guten mor- hallo? Hee! Weißt du überhaupt was 5 Meter für mich kleines Amphibie.. Toll. Wasser. Okay - ich beweg mich mal in die Richtung."

        Das ist ein Irrtum das Bermolche gerne aquatisch leben. Die mögen unter Wasser, aber nicht zu tief. Die finden nix toller als 2-3 cm Wasser über ihnen und dann auf dem Boden zu laufen und immer wenn sie lustig sind sich abzustoßen und lustig eine Distanz zu schwimmen. Die mögen Unterschiede. Ich sehe das immer wieder mal auf YT usw. das Leute Bergmolche in vollen Wasseraquarien halten mit nur so einer Insel oder Zweigen oben drauf. So leben die nicht in der Natur. Die bewegen sich am liebsten wie Ratten zwischen Objekten entlang oder immer mit einer Seite an einem geschützten Ort. Auch wenn die aus dem Wasser rauskommen, bevorzugen die Wände (wie durch nen Stein) weil der ihnen quasi Sicherheit bietet.
        Dein Molch kann locker 60-100 Meter schaffen in einer Nacht wenn der will. Es kommt auf die Umgebung an, wie sicher und schnell er sich bewegen kann. Ich weiß nicht wie weit sie Wasser riechen können oder Feuchtigkeit. Aber das ist was sie mögen: Nass.

        Also unsere z.B. auch - das sind ja Wildtiere - da bin ich nicht jeden Tag hinter her (immer nur Phasenweise) denen das Wasser aufzufüllen. Was die aber machen, wenn der Wasserstand runter geht bis auf 2-3 cm -- dann gehen die ins Laub (also Blätter die in das Wasser gefallen sind) und dann bleiben die da und denken sich: "Nojoa - irgendwann kommt ein Regen wieder."

        Ich schreib das auch, falls noch jemand das liest: Also wenn ihr einen Molch offen findet (ihr wisst ja nicht was vorher war -- vielleicht hat jemand den schon aus seiner Schlafhöhle gejagt oder der ist alt oder war schwer am ackern und ist einfach eingeschlafen) - wartet erst mal nen Tag. Gerade wenn da nicht Ameisen um den rum sind oder der so anfängt zu stinken - ist eigentlich so erster Hinweis, dass das Tier gesund ist.
        Und wenn der am nächsten Tag weg ist - ist gut. Der weiß ja was er machen will.
        Wenn das jetzt ne Straßenüberquerung ist - ihr merkt das schon ob der in die Richtung will. Die sind da sehr stupide, wenn sie agil sind.

        Aber ansonsten wisst ihr auch niemals wo ihr die hinsetzt. Du hast jetzt ne persönliche Bindung zu diesem Molch aufgebaut und bist auf dessen Seite. Frag aber mal jedes andere Tier wo du den hinsetzt. ODER du hast den gerade auf nen Platz gesetzt wo irgendein Vogel sich jeden morgen denkt: "Hier guck ich mal, hier sind häufig leckere Fröschen und Lurche!" -- Das heißt: Du hast eigentlich keine Kontrolle. Weil deine ganze Wahrnehmung (und desweegn sprach ich davon) auf Eindrücken beruht die nur ein Bruchteil dessen sind, von dem was um dich herum passiert.

        Mein Punkt: Solange keine akute Gefahr oder Handlungsbedarf besteht - und ihr könnt sie nicht nach Hause nehmen - bzw. dürft nicht, was ihr macht kann ja keiner kontrollieren - guckt lieber eine Zeit zu (also wartet einen Tag). Und vergesst nicht - wir finden das alle doof das jemand mit dem wir Empathie haben ein Leid geschieht - ABER - das ist ein Raubtier. Jeder Regenwurm und jede Schnecke - jede Mückenkolonie freut sich darüber das ein Molch weniger irgendwo sitzt - genau so wie ihr euch darüber freut, dass hier keine Säbelzahntiger durch die Gegend laufen. Ja, ich finde die auch toll, aber warte bis einer in deinem Garten sitzt und die kleine Schwester fehlt.^^
        Es lohnt sich da eher Natureiche etc. Tümpel anzulegen - Lebensraum den Tieren zu geben.

        Also so lange wir uns nicht darauf einigen Tieren denselben Lebensraum den wir haben zu geben, also in die Zivilisation einzubinden --gehört das mit dazu. So funktioniert die Natur - die 50 Molche die da nicht rauskommen -- das sind 50 hungrige Mäuler weniger. Kein Mensch hat eine Übersicht darüber wie die sich wo weiter entwickeln und was deren Eingriff macht, der zu Folgen führen kann - die hat kein Mensch auf dem Trichter.
        Glaube es mir - ich hätte auch ein Problem damit einfach an den Molchen vorbeizugehen und nicht vielleicht heimlich denen ein neues wunderschönes drei Sterne zu Hause zu bieten. Aber ich würde es auch nicht tun.
        Ich weiß es ist was spät - aber für den Fall, dass noch mal jemand nen Molch draußen findet. Also gerade Bergmolche -- die sind tough und um so größer sie sind, um so älter ist das Tier und die brauchen kein Wasser. Schatten reicht. Die lieben Schatten und Dunkelheit. Also eine nasse Baumrinde drüber legen - fänd der auch super.

        Also du hast nach Erfahrung mit Bergmolchen gefragt. Ich sitze 5 Meter weg von einer Kolonie und beobachte sie seit Jahren.^^
        Das sind meine Erfahrungswerte.^^

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