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Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

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  • Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

    Folgende Anfrage ging heute an Dr. Mutschmann. Gleichzeitig wollte ich in diesem Forum fragen, ob mir jemand weiterhelfen kann. ------------

    Nachdem mir zwei Essener Tierärzte nicht weiterhelfen konnten, möchte ich Sie heute um Hilfe bitten.

    Ich bin seit Anfang Oktober d. J. glücklicher Besitzer eines Terrariums und eines Aquaterrariums. Sie sind wie folgt besetzt:

    1) Terrarium
    2 Feuersalamander (Salamandra salamandra salamandra), Kauf aus Nachzucht.

    2) Aquaterrarium
    2 Leopardfrösche (Rana pipiens = Rana virescens),
    2 Chines. Rotbauchunken (Bombina orientalis),
    3 Bergmolche (Triturus alpestris),
    2 kaliforn. Gelbbauchmolche (Taricha torosa?).

    Alle Tiere erfreuen sich bester Gesundheit, nur ein kaliforn. Gelbbauchmolch zeigt nach dem endgültigen Ablaichen vor ca. 10 Tagen folgendes veränderte Verhalten:
    Sie schwimmt nicht mehr im Wasser, sondern sitzt überwiegend auf Steinen bzw. einer Baumwurzel außerhalb des Wassers. Sie bewegt sich wenig. Beim probeweisen Umsetzen ins Salamander-Terrarium normales Verhalten, kein Eingraben im Moos wg. Winterruhe. Vor ca. 2 Tagen beobachtete ich am Schwanz und am Körper wenige sehr kleine weiße Punkte (Pilz? Schimmel?), die aber auch von der Baumwurzel herrühren können. Jetzt ist dies nicht mehr zu beobachten. Am Tier selbst keine weiteren Veränderungen, Augen klar, „gähnt“ öfter, guckt aber interessiert. Andererseits seit 10 Tagen keine Nahrungsaufnahme mehr (wendet sich deutlich bei jedem Versuch, Futter zu geben, vom Futter ab). Fütterung bislang alle zwei Tage mit roten Mückenlarven und Wasserflöhen (Lebendfutter), gelegentlich Tubifex, ansonsten überwiegend mit Wachsmottenlarven von der Futterpinzette. Alle anderen Tiere sind augenscheinlich gesund und zeigen keine Verhaltensänderung.

    Nach Meinung von Dr. Apelt, Essen, könnte es sich um ein verändertes Verhalten nach Ablaichen handeln.

    Sind Sie auch dieser Meinung? Wie kann ich sie zum Fressen bringen bzw. wie lange kann das Tier ohne Nahrung auskommen?

    Mit freundlichen Grüßen
    P.-I. Litschke, Essen
    Tel. 0201-281016

  • #2
    Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

    Liebe/r Limu,

    daß Problem der Verhaltensänderung bei einem Deiner Tarichas liegt darin begründet das sich die Tiere einfach untereinander vergiften. Solch eine massive Vergesellschaftung ist schlichtweg Tierquälerei und unverantwortlich. Bitte pflege jede Art in einem einzelnem Aquarium, Terrarium oder Aquaterrarium. Den "erkrankten" Taricha setzt Du bitte einzeln und bietest ihm einen flachen Wasserteil und einen ausreichend großen Landteil an. Was die kleinen weißen Punkt anbelangt, so kann man das so nicht sagen um was es sich dabei handelt. Vielleicht kannst Du mal ein Bild davon machen. Danach kann Deinem Molch sicherlich geholfen werden. Die Diagnose von Dr. Apelt ist aber definitiv falsch. Zum essen kannst Du den Molch jetzt wieder bewegen wenn Du ihm umgehend die optimalsten Haltungsbedingungen und eine schnellstmögliche Versorgung zu Teil werden läßt.

    MfG
    PeFra.

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    • #3
      Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

      Laut diversen Literaturquellen sind gerade
      die Molche der Gattung Taricha die "Giftzwerge" unter den Schwanzlurchen -
      eigentlich müssten die anderen Terrarienbewohner erkranken. Vermutlich
      haben die Tarichas ein Hautproblem resp.
      geben abnormal wenig Sekrete ab. Diese
      Molche müssen auf jedenfall separat gepflegt
      werden. Möglicherweise leiden sie unter "Stress" (Wegen der Überbesetzung), evtl. bessert sich der Zustand sobald die
      zwei ein eigens Aquaterrarium haben. Taricha
      hat übrigens auch abwechselnd eine Land- und
      Wasserphase. Ich habe auch einige Zeit Taricha gepflegt und schienen mir nicht besonders ausdauernd, eher anfällig.

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      • #4
        Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

        Besten Dank für Ihre Hinweise. Werde sie sofort in die Tat umsetzen.

        Betr. der weißen Pünktchen habe ich inzwischen festgestellt, daß es sich um sehr kleine Tierchen handelt, die evtl. aus dem Baumstubben (evtl. von den Wasserpflanzen??) stammen. Habe den Baumstubben jetzt ausgekocht.

        Nochmals besten Dank. Werde über die weiteren Beobachtungen hier berichten.

        Viele Grüße
        limu

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        • #5
          Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

          Hallo!

          Ich habe seit etwa einem Jahr ein Pärchen Tarichas und habe noch nie Probleme gehabt, obwohl ich auch noch zwei Cynops Orientalis drin habe. Ich stimme dem zu, daß das Aquaterrarium überbesetzt ist und würde an deiner Stelle die Tarichas isolieren (vor allem das evtl. kranke Tier) um noch weitere Vorfälle zu vermeiden. Es könnte auch eine Gefahr für Deine Triturus bestehen (je nach dem wie groß sie sind), denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Tarichas kleinere Molche essen würden, wenn ihnen danach wäre. Ist allerdings kein Problem, wenn Du ein entsprechend großes Aquaterrarium mit vielen Pflanzen oder Höhlen als Versteckmöglichkeit hast.
          Auf jeden Fall würde ich raten, vorsichtshalber evtl. kranke Tiere in Quarantäne zu setzen (das sollte man bei Amphibien allgemein machen).

          MfG

          newtlover

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          • #6
            Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

            Danke für die Infos an alle!

            Ich habe das Taricha-Pärchen heute in ein neues Becken umgesetzt, beobachte aber noch keine Verhaltensverbesserung. Ich denke, daß ich da noch Geduld aufbringen muß.

            Grüße
            limu

            Kommentar


            • #7
              Re: Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

              Hallo Limu,

              daß bearf jetzt schon etwas Zeit. Am besten mal noch einige Tage warten. Dann wird es schon besser werden. Wechseln Sie häufiger mal das Wasser und geben sie kleine lebende Futtertiere ins Becken. Das animiert die Molche etwas aktiv zu werden. Und wenn Sie einmal so dabei sind, dann geben sie den anderen Arten auch gleich noch ihr eigenes zu Hause!

              MfG
              PeFra.

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              • #8
                Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

                Hallo zusammen!

                Habt nochmal alle vielen Dank für euren Rat. Leider hat alles nichts genutzt: Das Verhalten hatte sich nicht geändert, und am Samstag ist der Molch verstorben. Die Todesursache erfahre ich wahrscheinlich morgen vom Pathologen. Ich werde sie dann hier posten.

                Grüße
                limu

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                • #9
                  Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

                  Hallo zusammen!

                  Der Obduktionsbefund hat sich verzögert, aber
                  jetzt kann ich ihn hier im Auszug posten.

                  "Leber: blastoide Infiltrate in den Gefäßen....Lymphoblasten, die euchromatische und anisonukleotische Tumorzellen aufweisen....Nekrosen, auch in der Niere.

                  Diagnose: Leukose.

                  Epikrise: bösartige Neubildung, die über das Blut in verschiedene Organe transportiert wurde (Leukämie)."

                  Grüße
                  limu

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                  • #10
                    Re: Re: Verhaltensänderung beim kaliforn. Gelbbauchmolch (Taricha torosa)

                    Hallo Limu,

                    daß es bei Urodelen auch Leukämie gibt hat sich bis jetzt meiner Kentniss entzogen. Sorry. Ansonsten klingt der Obduktionsbefund ähnlich so wie bei allen anderen wohl auch.
                    Da aber die Ursache nicht geklärt ist, bleibt für mich festzustellen das jede Art für sich zu pflegen ist und alle möglichen Streßfaktoren auszuschließen sind. Ich denke mal das man damit immer auf der sicheren Seite ist und auch so der Ausbildung von Krankheiten, egal ob sie durch Infektionen oder Streß hervorgerufen werden, vorbeugen kann. Ausschließen kann man es wohl nie.

                    MfG
                    PeFra.

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