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Buckelfliege - ein Problem ohne Lösung?

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  • Stefan81
    antwortet
    Buckelfliegen,die "Pest" ,Herr H. hat schon die besten Lösungsansätze aufgezeigt, der Erfahrungsschatz der Spinner die sich leidgeplagt schon länger mit der Materie auseinandersetzen.
    Dazu ein besonders interssanter Link..http://www.scielo.br/scielo.php?scri...rm=iso&tlng=in
    Megaselia eine von über 3000Phoridae ,der Megagau ,besonders gern in Heimchen und Fliegenmaden anzutreffen.
    Mein Ansatz ist separieren und dann eliminieren..... ,aber jetzt genug veraten:wall:

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  • Beat Akeret
    antwortet
    Hallo zusammen

    Ich hatte früher extreme Probleme mit Buckelfliegen in meiner Drosophila-Zucht. Heute werden alle Drosophila-Becher in eine grosse UTZ-Box gestellt. Das ist eine graue Kunststoffbox (60 x 40 x 40 cm) mit Deckel. Mit einem extrem feinen Drahtgeflecht verschlossene Lüftungsflächen sorgen für die nötige Belüftung. Eine 8 W Leuchtstoffröhre brennt 12 h am Tag und sorgt für den nötigen Tag-Nacht-Wechsel (ohne Licht kriechen mir die Drosophila-Maden durch die Gaze-Abdeckung aus den Bechern raus). Seit ich die Drosophila-Becher in dieser Kiste habe, ist zumindest bei den Fruchtfliegen die lästige Buckelfliegen-Konkurrenz weg.

    Meine Warane legen ihre Eier in von oben mit einer schwachen Heizmatte beheizte Ablageboxen. Diese sind gefüllt mit sterilisiertem, feuchtem Quarzsand. Hier hatte ich noch nie Probleme, dass mir die Buckelfliegen an die (Waran)-Eier gegangen wären. Stirbt allerdings ein Ei im Inkubator ab, dann ist es sehr schnell von Buckelfliegen befallen. Da habe ich bis heute auch noch keine Lösung ausser regelmässige Kontrollen.

    Gelbtafeln, Spinnen und frei im Terrarienraum lebende Hemidactylus konnten dem Problem leider auch noch nicht wirksam begegnen. Etwas gebessert hat sich die Sache, seit ich meine Grillen nicht mehr selbst züchte.

    Buckelfliegen sind bei mir erst seit rund 10 Jahren ein Problem. Vorher kannte ich die Tiere gar nicht. Ich denke, da wurde von irgendwoher wieder mal eine Alien-Species eingeschleppt, die sich nun über ganz Westeuropa ausgebreitet hat. Rainer Schulte soll in den 1970er-Jahren mal versucht haben, Buckelfliegen als Futterinsekten für Dendrobatiden zu züchten. Er liess die Sache dann aber ziemlich schnell bleiben, weil die Viecher seine Froschgelege frassen, die Frösche aber kaum an den Fliegen als Futter interessiert waren. Keine Ahnung allerdings, ob das sie selbe Art war, die heute bei vielen Terrarianern ein ernst zu nehmendes Problem darstellen.

    Buckelfliegen sollen bei forensischen Entomologen ganz beliebt sein. Sie (die Fliegen) sind oft die ersten auf einer Leiche und entwickeln sich dort rasant, was sich gut eignet, um den Todeszeitpunkt zu bestimmen. Vielleicht müssen wir halt mal unseren Interessensschwerpunkt etwas neu definieren .

    Viele Grüsse
    Beat

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  • 6N_16V
    antwortet
    Zitat von Pinball Beitrag anzeigen
    Wie machst Du dieses "sauer einstellen"? Ich hab die laienhafte Vorstellung, dass ich die Steckmasse in der Art wässern könnte, dass sie saures Milieu bekommt ... weiß bloß nicht wie ...

    Ein bisschen Torf dabei dürfte sie säuern

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  • Pinball
    antwortet
    Zitat von bex Beitrag anzeigen
    Ich nutze Erde, die ich leicht sauer einstelle.
    Wie machst Du dieses "sauer einstellen"? Ich hab die laienhafte Vorstellung, dass ich die Steckmasse in der Art wässern könnte, dass sie saures Milieu bekommt ... weiß bloß nicht wie ...

    Es ist mir allerdings erst zweimal passiert, dass ich Buckelfliegen an der Steckmasse hatte ... eingeschleppt hab ich sie wohl damals mit Erde/Moosen aus der Pampa ...

    Fragender Gruß,
    Kornelia

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  • Waldmensch
    antwortet
    Hallo,

    in meinen Schabenzuchten sind Buffalos vorhanden. Selbige sind noch da, die Schaben nicht mehr.
    Steckmoos scheint bessere bedingungen für Buckelfliegen zu bieten als Erde.
    Wei Ingo beschreibt gibt es Phasen in denen man glaubt die Biester los zu sein und kurz darauf ist es eine Plage.
    Verschiedene Schabenarten scheinen resistenter/ weniger anfällig zu sein als andere.

    Grüße
    Waldmensch

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  • Ingo
    antwortet
    Vermiculite geht auch ganz gut. Ist selber inert und da können die Grillen tief bohren. Die Fliegen fühlen sich anscheinend vor allem durch oberflächlich liegende Eier angezogen. Auch daher ist es sinnvoll, Eiablageboxen wöchentlich zu erneuern.
    Übrigens: So nützlich Buffaloes bei Schaben sind, so effektiv sind sei als Grilleneiervernichter. Also Vorsicht.

    Gruß

    Ingo

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von sch.niehoff Beitrag anzeigen
    Funktionieren die Buffalos auch bei substratloser Haltung?
    Ja. Zumindest bei Näpfen aus Holz (Trockenfutter) oder angerauhtem Plastik (Feuchtfutter).

    Ich verwende für Steppen- und Zweifleckgrillen Steckmoos [...] Sind andere Substrate weniger betroffen?
    Ich nutze Erde, die ich leicht sauer einstelle.

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  • sch.niehoff
    antwortet
    Schau an,

    da gibt es ja wohl noch einiges, was probiert werden kann.

    Sehr einfach, hoffentlich ebenso effektiv, wäre es ja wie oben beschrieben den Schabenzuchten Getreidekäfer bzw. deren Larven (Buffalos) zuzugeben. Allerdings habe ich der einfacheren Reinigung (und Entfernung toter Tiere) wegen geplant, die Schabenzuchten (B. dubia) von "reichlich Matzinger" auf "substratlos" umzustellen, also nur noch senkrecht stehende Eierpappen zu verwenden und das Futter separat im Napf anzubieten. Dochttränken sind schon jetzt obligatorisch.
    Funktionieren die Buffalos auch bei substratloser Haltung?

    Und wie sieht es mit Grillenzuchten aus? Ich verwende für Steppen- und Zweifleckgrillen Steckmoos als Eiablagesubstrat, das zu demselben Zweck offensichtlich ebenso gerne von den Buckelfliegen angenommen wird - jedenfalls wimmelt es. Sind andere Substrate weniger betroffen?

    Gruß

    Peter

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  • jedediah
    antwortet
    Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit Buffallowürmern gemacht, nachdem ich sehr lange immer wieder Buckelfliegen in meiner B. dubia-Zucht hatte.
    Die Duftöl-Idee finde ich aber auch sehr interessant.
    Gruß
    Jennifer

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  • 6N_16V
    antwortet
    Vllt. kann man ja Kaffeepulver in die Legeboxen geben, Kaffee soll ja Gerüche neutralisieren

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  • Ingo
    antwortet
    Ich habe im Tierzimmer ausser Ofenfischchen und weissen Asseln keine Futterzuchten mehr. Die Regenwaldterrarien kann ich nicht komplett austrockenen lassen. Kugelspinnen (Steatodea) und Zitterspinnen habe ich dort mehr als mir lieb ist-trotz einmal wöchentlichem Absaugen. Einen Einfluss auf die Buckelfliegenpopulation sehe ich nicht. Dagegen bewältigt Steatodea durchaus kleinere Geckoschlüpflinge. Mit Gelbtafeln und Klebefallen halte ich mich im Tierzimmer zurück. Die Hausgeckos sollen weder vergiftetes fressen, noch festkleben.
    Manchmal sehe ich über längere Zeit keine einzige Buckelfliege. Dann sitzt eine Perleidechse im Kasten und drückt und schon beim Öfffnen der Schlupfkiste kommt mir eine Fliegenwolke entgegen, obwohl erst das halbe Gelege abgesetzt ist und ich vorher fast an Buckelfliegenfreiheit geglaubt habe.
    Daher bin ich überzeugt, die Viecher haben einen hervorragenden Geruchsinn betreffs frischer Echseneier und finde Herrn Kielmanns Idee interessant. Wenn man die bevorzugten Eiablageplätze seiner Pfleglinge kennt, wäre ja evtl so eine Geruchsbombe vor Ort hilfreich-sofern das die Echsendamen nicht irritiert.
    Bei mir befallen die Buckelfliegen übrigens nicht die Rosenkäferzucht (da sind allerdings auch Buffaloes drin) und beeinträchtigen interessanterwiese offenbar auch nicht die Vermehrung der rötlichen Archispirostreptus (?) Art, die ich zT als Detritusfresser in Regenwaldterrarien einsetze. Ofenfischchen und Asseln sind ebenfalls fliegenfrei.

    Gruß

    Ingo

    P.S.: Hier nochmal die Buckelfliegendichten Ikea Boxen. Passen allerdings nur wenige Eier in eine Box
    http://www.ikea.com/de/de/catalog/pr...ProductDisplay

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  • Waldmensch
    antwortet
    Hallo,

    folgende Hinweise fand ich beim recherchieren in einem Schabenforum:

    - mit dem Stabsauger weitestgehend absaugen. 2-3 mal die Woche.
    - die Eierkartons senkrecht in den Behälter stellen um eine bessere durchlüftung zu bekommen.
    - tote Tiere schnellstens entfernen.
    -Dochttränken anstelle von Vogeltränken o.ä.
    -leichte beheizung der Behälter von unten; fördert das austrocknen der Toten Schaben die dann für Buckelfliegen uninterressant werden

    Zur passiven unterstützung wurde zu Zitterspinnen im Zuchtraum und zu einer nicht näher bezeichneten kleinen Kugelspinne in den Behältern greaten.

    eine vollständige ausrottung wurde aber angezweifelt.

    die Biester nuzen alle feuchten bis nassen medien um sich zu vermehren. Selbst im Schwammstück bei einer Vogeltränke sind Maden zu finden.

    Grüße
    Waldmensch

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  • Dietmar Kiehlmann
    antwortet
    Hallo,

    auch ich habe zahlreiche Eiverluste (Warane) bisher hinnehmen müssen.

    Die meisten der zuvor aufgeführten Methoden zur Bekämpfung der Buckelfliegen habe ich ausprobiert. Sie können zwar eine erhebliche Reduzierung der Fliegen bewirken, aber eine gänzliche Ausrottung war nicht möglich. Als Reservoir habe ich die Töpfe der zahlreich in der Wohnung vorhandenen Zimmerpflanzen im Verdacht, deren Entfernung nicht in Frage kommen
    kann, ebenso wie die völlige Austrocknung der Terrarienerde.
    Somit ist eine Neuinfektion der zuvor gründlichst gereinigten Schabenzuchten
    immer wieder gegeben.

    Die Inkubatoren für die Eier befinden sich bei mir in einem nicht dicht schliessenden Schrank im Wohnzimmer, in dem mehrere Gelbtafeln angebracht sind, insbesondere auf den Inkubatoren. Trotzdem fanden immer wieder einzelne Buckelfliegen den Weg zu den Eiern. Ich hatte den Eindruck, dass sich insbesondere nach dem Einbringen frisch gelegter Eier die Anzahl der auf den Gelbtafeln klebenden Fliegen stark erhöhte. Bereits seit einigen Wochen inkubierte Waraneier wurden bisher bei mir nicht befallen.

    Um den Geruch der Eier für die Buckelfliegen zu überdecken, kam mir vor einigen Monaten die Idee eine kleine Schale mit einigen Tropfen “Vanille-Duftöl“ im Schrank zu deponieren. Trotz der Überführung von 3 neuen Warangelegen haben die Fliegen danach den Weg zu den Eiern bisher nicht gefunden. Ich hoffe, dass das so bleibt und keine Beeinträchtigung der Eier durch das "Duftöl" gegeben ist.

    Selbstverständlich bringt diese Methode nichts, wenn die Buckelfliegen ihre Eier bereits vor der Überführung in den Inkubator an den Reptilieneiern abgelegt haben, wie von Ingo Kober beschrieben.

    MFG
    Dietmar Kiehlmann

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  • Carpe
    antwortet
    Hallo

    Ich hatte diese Mistdinger mal in meiner Schabenzucht, und nach dem einbringen von Buffalowürmern waren alle weg.
    Davor haben diese Fliegen immer ihre Eier in die ausgestülpten Ootheken der Weibchen gelegt, worauf die Weibchen dann von innen zerfressen wurden.

    Gruß

    Tobias

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  • Martin H.
    antwortet
    >> Buckelfliegen lieben Schabenzuchten. <<

    => Futtertierzuchten in einen anderen Raum betreiben lindert schon etwas.

    ggf. Futtertierlieferanten wechseln. Bei einigen scheint man mehr Buckelfliegen als Heimchen in den Dosen geliefert zu bekommen.


    >> Buckelfliegen mögen es feucht. <<

    => Terrarien zwischendrin mal etwas austrocknen lassen (sofern möglich). Keine Futtertierzuchten anschaffen die auf feuchten Bodengrund angewiesen sind.


    >> Buckefliegen benötigen organische Substanzen um sich zu vermehren. <<

    => Futterreste zeitnah entfernen. Asseln und Springschwänze in Feuchtterrarien als "Müllmänner", nimmt ihnen zusätzlich etwas die Brutherde.



    Zur Bekämfpung der Fliegen:

    Falle #1:
    Heimchendose mit Kontaktgift aussprühen (im Freien), ein paar gammelige Futtertiere oder ein Stück älteres Fleisch oder stinkenden Käse rein, Deckel mit Löchern drauf und in das Terrarienzimmer stellen. => Die Fliegen wanden in die Dose und "kreiseln" sich kurz darauf zu Tode.

    Falle #2:
    Glas mit stinkenden Futtertieren oder anderem vergammelnden Substanzen füllen (mögen auch gerne Essiggeruch, Hefegeruch, asiatische Fischsoße, Bier, Wein,...), Wasser mit Spülmittel rein, Deckel mit Löchern drauf. Alternative: Trichter als Deckel oder einen Deckel mit einem Loch, welches man von innen mit einem Stück Schlauch verlängert hat, damit sie den Rückweg nicht so leicht finden. Fliegen ersaufen leicht.

    Falle #3:
    Klebefalle (Fliegenstreifen oder Gelbtafel). Totes Futtertier dran kleben. Die Buckelfligen werden sich außenrum sammeln.

    viele Grüße
    Martin

    ---
    Deutsche Arachnologische Gesellschaft e.V.
    »ARACHNE« - das Fachmagazin für Spinnentiere der DeArGe e.V.

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