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Terrarium wird nich warm genug

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  • Terrarium wird nich warm genug

    Hallo erstmal und großes Lob an das Forum

    nun zu meinem Problem...
    Letzte Woche habe ich mir ein Terrarium aus Vollglas gekauft (100x50x60),
    siehe Bildlink unten.
    Im zoofachgefchäft habe ich mich nun beraten lassen und die komplette Ausrüstung gekauft, ein Heizkabel 25w 4,5m 1xuv Lampe36w...und einen Punktstrahler 125w, den ich 4 Stunden täglich für die Sonnenlichtsimulation laufen lassen soll...
    Als Bodengrund habe ich Rindenmulch und eine Sandecke, an Einrichtung 2 Pflanzen, einige hölzer Steine und eine Höhle aus Kork...
    Nach dem einrichten habe ich alles 24h laufen lassen, aber ich komme einfach nicht auf die gewünschte Temperatur...zur Spitzenzeit, in der der Strahler läuft, werden es maximal 27c°, wenn er aus ist, 1-2c° über Zimmertemperatur ca 21-23c°, was für die Wasseragame, die ich haben möchte, deutlich zu wenig ist, wie mir gesagt wurde...
    Ich kann mir nicht erklären, warum ich nicht auf die gewünste Temperatur komme...

    Meine einzige Überlegung ist, ob es vll an der Styrodurplatte (Dämmmaterial ähnlich wie Styropor nur fester) liegt die unter dem Terrarium liegt...sie sollte als Dämmung dienen, nur kann es vll sein, dass durch die Platte, die Wärme am Boden gehalten wird...?

    Ich hoffe, jemand von euch weiß wo dran es liegt oder wie ich das Problem beheben kann, da ich meine Agame bereits gekauft hab und am Samstag abholen muss und bis dahin ihr Zuhause fertig sein muss...

    Hier ein Bild von meinem Terrarium
    http://img835.imageshack.us/img835/922/img0566z.jpg

    ps: der Streu ist nen etwas dünner, weil ich dachte, dass das vll hilft und ich habe nun noch 2 dichte Hölzer, einen steu und eine Pflanze mehr drin...
    Zuletzt geändert von Gaby Lehmann; 18.10.2010, 22:49. Grund: Großbuchstaben & Kommata eingepflegt

  • #2
    Hi,

    das sieht aber sehr finster aus...hat dir der Hänler nichts über Leuchtstoffröhren gesagt???

    Und die Strahler ohne Schutzkorb ist auch nicht so gut, besser wäre es die Strahler sowieso ausserhalb des Terrariums zu installieren...und wenn du eine Rückwand in dein Terrarium einbauen würdest, würde es nicht nur viel besser aussehen, sondern auch zusätzlich dämmen...


    Was für eine "Wasseragame" willst du denn genau halten?


    MfG

    David

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    • #3
      Hallo,

      schön, dass Du vor der Anschaffung des Tieres den Weg hier her gefunden hast, denn offenbar hat man Dir im Zoo"fach"geschäft einige verkauft bzw. angeraten was den Ansrpüchen einer Wasseragame ganz und gar nicht gerecht wird...

      Zum einen, wie David bereits angesprochen hat, ist die Beleuchtung deutlich zu gering, für ein sonnenhungriges Tier aus den Tropen. Zum anderen sind "vier Stunden täglich für Sonnenlichtsimulation" deutlich zu wenig. Und nicht nur die Anbringung der Strahler innerhalb des Beckens birgt einige Risiken, auch die Verwendung eines 125 Watt Strahlers bei gerade mal 60cm Höhe (und dann abzüglich Bodengrund und Länge der Lampe plus Fassung) birgt für das Tier das Risiko massiver Verbrennungen. Ein Heizkabel hilft in einem Wasseragamenterrarium auch nicht allzuviel, außer zur lokalen Erwärmung eines Eiablageplatzes vielleicht, oder als (wenig effiziente) Beheizung eines Wasserbeckens welches ich im übrigen in Deiner Beschreibung als auch im Bild vermisse. Das Terrarium als Ganzes sehe ich im übrigen für die Haltung einer adulten Wasseragame als deutlich zu klein an.

      Falls noch nicht geschehen, rate ich den Kauf eines Buches an. Im NTV-Verlag gibt es eine Monographie über die Grüne Wasseragame für knappe 10 Euro. Ich selbst kenne das Buch nicht, allerdings ist mir der Verfasser von anderen Publikationen bekannt sodass ich mich mit einer Empfehlung sicher nicht weit aus dem Fenster lehne.

      Zurück zur Frage: Wie David bereits angesprochen hat, kann eine selbstgebaute Rückwand aus Styropor/Styrodur (Bauanleitungen finden sich zahlreich im Netz oder im Terrarientechnik-Forum) nicht nur besser aussehen und dem Tier mehr Bewegungsraum bieten, sondern eben auch das Terrarium zumindest an ein bis drei (mit Seitenwänden) Seiten dämmen. Ansonsten wird auch die deutlich verlängerte Beleuchtungsdauer (10-14 Stunden, je nachdem wie die Beleuchtung geschaltet wird. Bei mir brennen Spots z.B. "nur" 10 Stunden, jeweils eine Stunde wird für "Morgen und Abenddämmerung" benutzt, also das aufeinanderfolgende Einschalten der Beleuchtung) deutlich zur Erwärmung beitragen. Da auch ein beheiztes Wasserbecken in einem Wasseragamenbecken nicht fehlen darf (das Tier sollte darin mindestens bequem Platz finden und mit dem kompletten Körper untertauchen können), trägt auch das zur Erhöhung der Luftfeuchte und zur sanften Erwärmung bei. Außerdem sollte, wie bereits gesagt, die Beleuchtung deutlich heller ausfallen. Leuchtstoffröhren sind in der Terrarienbeleuchtung ebenso Standard wie HQI-Strahler.

      Ach ja, Wasseragmen können (anfangs) sehr hektisch sein und springen "gerne" gegen Scheiben und stoßen sich dabei die Schnauzen kaputt. Das becken sollte also gut strukturiert sein und viel Deckung durch Pflanzen bieten.

      Soweit erstmal,

      Gruß
      Dennis
      Zuletzt geändert von black-eye; 18.10.2010, 23:26. Grund: Orthographische Kreativitäten dezimiert.
      Obwohl ich die mächtige Suchfunktion benutzt, meinen nächstgelegenen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht, die veterinärmedizinische Datenbank durchsucht, mein Tier den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Reptilienhaltung gemäß untergebracht... und den Nachbarn des Schwippschwagers meiner Großtante befragt habe, ist meine Frage immer noch unbeantwortet!

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      • #4
        Hallo,

        mal ganz abgesehen von dem, was dribbel schon sagte.
        Wie der Name "Wasseragame" schon sagt, ist zur artgerechten Haltung wohl auch Wasser nötig, und dieses erkenne ich nirgends auf dem Bild.

        Ich denke du solltest dich bemühen mit Hilfe der Forenuser das Terrarium bis Samstag provisorisch einigermaßen fertig zu bekommen und dich dann nocheinmal, hier und in der Fachliteratur, über die Haltung dieser Tiere informieren, denn auch Wasseragamen sind recht sonnenhungrig und werden doch schon recht groß. Maße von 80 - 100cm schwirren da in meinem Hinterkopf herum. Bist du dir über diese Größe bewusst? Und auch darüber, welche Terrariengrößen, mit welchem technischen und finanziellen Aufwand zur möglichst artgerechten Haltung dieser Tiere nötig sind?

        liebe Grüße Malte

        War Dennis schneller
        Zuletzt geändert von bartigroope; 18.10.2010, 23:02.

        Kommentar


        • #5
          Hallo,
          wie schon David geschrieben hat sieht das wirklich sehr finster aus.
          Die eingeschlossenen Bergleute in Chile hatten es vermutlich heller!!!!
          Die empfohlene Beleuchtung ist absolut daneben.
          Auch Wasseragamen brauchen Licht!!!!
          Du wirst da wohl noch tief in die Tasche greifen müssen um das zu ändern.
          Möglichkeiten gibts da viele angefangen von Leuchtstoffröhren über HCI,BrightSun oder Solar Raptor.
          Da werden sich aber hoffentlich noch Wasseragamenhalter dazu äußern.
          Absolut unnötig ist das Heizkabel.Wird wegen der hohen Gewinnmarge aber praktisch immer für jedes Reptil empfohlen.
          Ich frage mich immer was die "Zoofachhändler" bei der Ausbildung zu dem vorgeschriebenen und sicherlich nicht billigem "Sachkundenachweis" überhaupt lernen.
          Sachkunde sicherlich nicht.
          Gruß
          Heinrich

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          • #6
            Tut mir leid, aber das wird so nichts. Der Spotstrahler ist ein Glühfadenstrahler, der 95% Wärmeausbeute aber nur 5% Lichtausbeute hat. So, wie es jetzt ist, herrschen in Deinem "Terrarium" Helligkeiten vor, die der Dämmerungsphase NACH Sonnenuntergang entsprechen. Das ist für tagaktive Tiere natürlich nicht OK. T5 HO und Halogen-Metalldampfstrahler(HCI, CDM-r....) sind hier ein Muss. Die Strahler dürfen auch nicht im Terrarium angebracht werden -Verbrennungsgefahr, reduzierte nutzbare Innenhöhe-, sondern müssen über einer Gazefläche über dem Terrarium positioniert werden..
            Es fehlen Klettergelegenheiten (Wasseragamen brauchen viel davon, das Becken hat null-die Bäumchen zählen nicht als artgerechte Klettergerüste) und vor allem eine erkletterbare Rückwand.
            Die Höhe des Terrariums ist selbst für Wasseragamenbabies zu niedrig.
            Das Volumen reicht vielleicht für die Aufzucht eines Babies bis etwa zum dritten Lebensmonat, dann muss sowieso etwas größeres her.
            Fazit: Das Becken ist weder von der Technik, noch von der Einrichtung noch von der Höhe her als Wasseragamenbehausung akzeptabel -auch nicht für kurzzeitige Unterbringung- und vom Volumen her nur für kleine Jungtiere.
            Du weisst schon, dass Du für adulte Wasseragamen eine Beckengröße von 150 x 80 x 150 cm nicht unterschreiten solltest? Und das ist das Mindestmass. Größere Maße sind sehr zu empfehlen. 2 x 0,8 x 2m wäre zB für asiatische Wasseragamen sinnvoll, die Australier sollten ein etwas größeres Becken bekommen.
            In jedem Fall sollte ein Wasserbecken vorhanden sein, in dem die Tiere auch schwimmen können. Das heisst, eine Fläche von mindestens 100 x 40 cm (besser erheblich größer) bei einer Tiefe von 20-50 cm sollte für den Wasserteil schon eingeplant werden.
            Dein Terrarium entspricht von der Größe her also einem halbwegs brauchbaren Wasserteil für ein Wasseragamenterrarium. Keinesfalls (!!!!!!!) aber ist es selber als Unterkunft für herangewachsene Exemplare geeignet. Egal, was der "kompetente" Zoohändler dir gesagt hat.


            Gruß

            Ingo
            Zuletzt geändert von Ingo; 19.10.2010, 06:20.
            Kober? Ach der mit den Viechern!




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            • #7
              erstmal vielen Dank für die vielen Tips...
              Das Temperaturproblem ist jetz gelöst...habe die Lampen anders geschaltet...

              Das mit der rückwand hab ich mir auch schon überlgt ich weiß nur noch nich wie ich die rückwand in eine tropisch Farbe bekomme am besten wie eine Steinwand, kann mir da vll jemadn nen tip geben oder eien Inspiration wie man das gut lösen könnten?
              zum Thema mit dem Wasserbecken...das ist bereits bestellt und hole ich am samstag mit der Agame zusammen ab...einen Korb für den Strahler werde ich dann wohl auch holen...und 2lange äste die quer durchs Terrarium gehen sollen auch...so werden Klettermöglichkeiten geschaffen...
              Das mit der Helligkeit kommt auf dem Foto warscheinlich falsch rüber(war abends und im Zimmer komplett dunkel)...wenn beide lampen an sind ist es ziemlich hell...
              Und nun noch zu Ingo...das die Agame so groß wird ist mir klar darum habe ich auch geplant, das wenn mit die Terraristik spaß macht wovon ich stark ausgehe mir ein Grö´ßeres terrarium bauen werde...wollte nur nic hgleich mit einem so großem anfangen...
              falls mir das ganze nicht zusagt kommt die Wasseragame zu nem Freund dernen riesiges Terrarium hat...

              vielen dank nochmal... marten

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              • #8
                Nochmal: Nix mit Korb für den Strahler, der gehört erstens raus und noch viel wichtiger: Ersetzt durch eine ordentliche Lichtquelle. Die Lampen können aufgrund ihrer Bauart auf gar keinen Fall ausreichend hell sein und man kann das auch nicht herbeireden: Diese Beleuchtung ist zu dunkel und für Wasseragamen absolut ungeeignet!!!!!!.
                Und wenn die Wasseragame älter als sechs Monate ist, ist die Haltung in diesem Terrarium absolut undenkbar. Wenn sie kleiner ist, ist es nur sehr bedingt geeignet, da zu flach.
                Die derzeitige Einrichtung ist absolut ungeeignet. Zwei Äste mehr ändern daran gar nichts.
                Bitte nicht auf Teufel komm raus Tiere anschaffen, ohne auch nur die minimalen Grundkenntnisse erworben zu haben und ohne eine artgerechte Unterkunft bieten zu wollen. Du solltest ernst nehmen, was Dir hier geraten wird. Ein Buch über Wasseragamen zu lesen (zB von Heiko Werning, NTV) wäre auch ratsam und hätte eigentlich längst geschehen sein sollen.
                Wenn Du in das Ding eine Wasseragame von mehr als ein paar Monaten setzt, hört es auf und da fange ich auch an, Adressen zu recherchieren und Amtsveterinäre zu benachrichtigen!!!


                Gruß

                Ingo

                P.S. Lesbarer zu schreiben wäre auch nicht schlecht.
                Zuletzt geändert von Ingo; 19.10.2010, 20:08.
                Kober? Ach der mit den Viechern!




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                • #9
                  Um Dir den Eindruck zu nehemen "der Ingo sei halt ein Stinkstifel
                  und alle anderen finden es toll was Du da vor hast."

                  Das Terrarium ist zu klein.
                  Das Terrarium ist ungenügend strukturiert.
                  Und wenn Du glaubst mit der Beleuchtung kommst Du aus
                  ist Deine Agame rachitisch und krumm bevor Sie ein neues Terrarium bekommt.

                  Terraristik macht Spaß wenn man Erfolgserlebnisse hat
                  aber nicht bei Misserfolgen wegen falscher Beratung oder
                  durch Taubheit des Einsteigers.

                  Du solltest Deine Tierwahl unbedingt nochmal überdenken.

                  Gruß Peter

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                  • #10
                    hm...
                    ok was für eine echse würdet ihr mir denn empfehlen?
                    nach ein wenig recherce bin ic hauf Bergagamen gestoßen wie sieht es mit denne aus?
                    Und lassen die sich auch einigermaßen zarm bekommen?

                    PS: Ingo ich hatte noch nie eien Terrarium und mir wurdne die informationne halt so in der Zoohandlung mitgeteilt...und jetz habe ich mich hier in diesem Forum halt zusätzlich informiert und du motzt nur rum...ich stell die fragen ja weil ich es nich besser weiß und nich weil ich es weiß und trotzdem falsch mache(ich bin mir sicher das es genug falsch gehaltene Tiere gibt udn das sollte das informierne eher lobsam behandelt werden...!)
                    sry wegen der Rechtschreib- und Gramatikfehler ist nich meien stärke trotzdem denke ich das die Sätze gut verständlich sind...
                    Zuletzt geändert von Bash; 19.10.2010, 22:47.

                    Kommentar


                    • #11
                      Hallo, Bash

                      versteh die Antworten bitte nicht falsch. Es geht hier keinem darum einfach nur herum zu motzen und auf Anfängern herumzuhacken. Es ist nur so, dass man manchmal sehr viel Nachdruck in seine Antworten zu legen versucht, was auch durchaus nötig ist, was Erfahrungen im Forum hier zeigen.

                      Dass du dich informierst, auch wenn es durchaus knapp vor dem Kauf des Tieres ist, finde ich persönlich natürlich gut. Auf jeden Fall besser, als das Tier zu kaufen und dann hier zu fragen, wie man es hält.

                      Also. Ich denke dir ist klar geworden, dass Wasseragamen nicht zwingend für dich geeignet sind, da sie einfach anspruchsvoller sind, als du anfangs dachtest?

                      Du fragst nach Bergagamen (ich nehme an du sprichst von Japalura splendida ?).
                      Ich halte ein Männchen dieser Art und in der nächsten Zeit soll ein Weibchen folgen. Dann gibts auch ein neues Becken. Ich strebe da 100x50x100 - 120x60x120cm an. Dein Terrarium ist auch für diese Art absolut nicht hoch genug. 80cm Höhe sollten es schon sein. Desweiteren sind bei Bergagamen eine stärkere Nachabsenkung und allgemein etwas niedrigere Temperaturen, als bei vielen anderen Terrientieren wichtig. Nachts sollten es um die 15°C sein, auch im Sommer. Hast du einen Keller? Wichtig ist auch ein Wasserlauf und echte Pflanzen, die die Agamen für die Körperpflege benötigen. Allgemein muss das Terrarium relativ feucht sein, ein Wasserteil ist allerdings nicht nötig. Sonnenanbeter sind diese Agamen sicherlich nicht zwangsläufig, jedoch wäre auch für diese Tiere, die Beleuchtung, die du bietest zu dunkel. Zum Verhalten: Ich pflege mein Männchen seid über vier Jahren und er ist nach wie vor sehr, sehr scheu. Ich sehe ihn manchmal Wochenlang nicht. Ich habe allerdings auch von ruhigeren Tieren gehört, die Regel ist aber soweit ich weiß eher das Verhalten meines Tieres.
                      Ich würde einem Anfänger die Haltung von Bergagamen nicht empfehlen. Machbar ist alles, aber es kann auch frustrierend sein, wenn man das erste Reptil mal sehen will, das Tier aber nicht gesehen werden möchte.

                      Für dein Terrarium würden sich ggf. Eublepharis macularius (Leopardgeckos), oder ähnliche Arten, dämmerungs- und nachaktiver Echsen eignen.

                      lG Malte
                      Zuletzt geändert von bartigroope; 19.10.2010, 23:51.

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                      • #12
                        Hallo nochmal,

                        ich will bzw. kann nicht für Ingo sprechen, aber im Prinzip hat er ja auch nichts anderes geschrieben als die User vor ihm oder auch ich selbst. Der Tonfall mag etwa rüde rüberkommen, aber im Gegensatz zu Dir, der das Tier bisher noch nicht bei sich hat, melden sich hier viele Neuanmelder zu Wort, die ihre Tiere bereits besitzen (seien es Wasseragamen, Bartagamen, Stachelschwanzwarane oder Griechische Landschildkröten) und bei denen "das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist". Die immer weider kehrende Auseinandersetzung mit dieser Thematik kann dann schon entnervend sein.

                        Leider ist die Realität offenbar die (aus eigener Erfahrung und dem lesen zahlreicher Beiträge hier), dass die Mitarbeiter von Zoo"fach"handlungen leider überhaupt gar keine Ahnung von den Tieren und Dingen haben, die sie da verkaufen. Ich finde es daher, ie oben bereits erwähnt sehr schön, dass Du den Weg hier her gefunden hast und Dir offenbar die Mühe machst, noch Informationen aus anderer Quelle einzuholen.

                        Dass das gewählte Terrarium zu klein ist, dürfte ja mittlerweile klar sein. Die Beleuchtung, auch wenn sie Dir hell erscheinen mag, ist für die Haltung der meisten tagaktiven Reptilien zu dunkel. Das menschliche Sehen ist auf Kontraste ausgerichtet, sodass wir auch z.B. auf einem Monitor deutlich alles erkennen können und er uns hell erscheint. Zur Beleuchtung eines Zimmers ist aber selbst ein blankweiß und blendend leuchtender Monitor ungeeignet. Sicherlich 'n nicht ganz passendes Beispiel, aber es wird hoffentlich klar, was gemeint ist. Im Technik-Forum und in den entsprechenden Unterforen der Reptiliengattungen wirst Du zu der beleuchtung mehr finden.

                        So, zu Deinen Fragen: Von der Anschaffung von Bergamen als Terraristikeinsteiger würde ich Dir abraten, falls Du Dich aber genauer informieren möchtest, schau mal hier nach.

                        "Zahm", nun ja.... viele Reptilien lassen sich über kurz oder lang konditionieren, soll heißen, sie lernen wer wie und wo Futter bringt und "begrüßen" etwa die Person durch bestimmte Verhaltensweisen, wie "erwartungsvolles" an die Scheibe springen etc.. Dabei sind die Tiere allerdings auf den Reiz "Futter" geprägt, nicht etwa an den Menschen oder gar eine bestimmte Person (Ausnahmen bei besonders intelligenten Reptilien wie Waranen und Krokodilen soll es geben, aber das ist ein anderes Thema). Das "Kuscheln" oder aktive Aufsuchen des Menschen und relaxte Liegen auf Armen oder dem Schoß wie man es z.B. auf Internetvideos von Bartagamen sehen kann, hat seine Ursache meist in der Auskühlung des Reptilienkörpers und dem Aufsuchen eines möglichst warmen Platzes weil die Umgebung außerhalb des Terrariums (oder in ganz fahrlässigen Fällen auch innerhalb des Terrariums) schlicht zu kalt ist. Von uns als warm empfundene 22°C Raumtemperatur sind für ein tropische reptil, dessen Aktivitätstemperatur bei vielleicht 30°C liegt schlicht zu kalt. Bei entsprechend ruhigem Umgang und der Vermittlung von Sicherheit für das Tier, wird dieses aber nach und nach weniger Stress im Zusammentreffen mit dem Menschen/Pfleger empfinden und vielleicht auch Futter aus der Hand nehmen oder sich berühren lassen. Davon ausgehen, dass dieser Fall eintritt, sollte man nicht.


                        Gruß
                        Dennis


                        PS: Falls Du Dich in Wasseragamen "verguckt" haben solltest, dann bleib auch dabei, anstatt dann auf ein ins Becken passendes Reptil "zweiter Wahl" umzuschwenken. Du wirst sicher mehr Spaß mit dem "Liebling" haben, allerdings nur, wie Peter bereits schrieb, wenn Du auch bereit bist Dich den Anforderungen Deines Wahltieres anzupassen. Just my two cent.
                        Obwohl ich die mächtige Suchfunktion benutzt, meinen nächstgelegenen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht, die veterinärmedizinische Datenbank durchsucht, mein Tier den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Reptilienhaltung gemäß untergebracht... und den Nachbarn des Schwippschwagers meiner Großtante befragt habe, ist meine Frage immer noch unbeantwortet!

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                        • #13
                          Mal kurz zu meinem Tonfall: Du hast hier Dein Terrarium vorgestellt und gefragt, ob alles OK ist und was Du ggf. ändern musst.
                          Sehr lobenswert soweit!
                          Dann haben wir Dir gesagt, was zu ändern ist und das war de facto hier mal leider so ziemlich alles.
                          Schade und dumm gelaufen. So entsteht eine Menge Arbeit und es dauert länger, bis ein Tier einziehen kann.
                          Hättest Du aber auch nur eines der vielen guten aktuellen Terraristikbücher gelesen, wäre das allerdings gar nicht passiert.
                          Schon das ist frustrierend: Tierhaltung bedeutet Verantwortung und es sollte heute eigentlich selbstverständlich sein, sich vorher ausführlich zu informieren. Ein "Beratungsgespräch" beim Zoohandel und ein wenig Internetsurfen ist da in so ziemlich keinem Falle auch nur annähernd ausreichend. Ein spezifisches Buch, das in der Fachwelt gute Kritiken erhalten hat, gelesen zu haben sollte das Minimum sein. Drei bis zehn Bücher gelesen zu haben wäre besser und ratsamer, um sowohl die generellen und technischen Aspekte zu verstehen, als auch um mitzubekommen, was für verschiedene Ansichten es zu den Haltungsbedingungen einer Art gibt, bzw welche Variationsbreite vorgegeben ist.
                          Es ist sehr sehr schade und frustrierend, dass man immer wieder Tierhaltungseinsteiger findet, denen ein paar Bücher zu teuer sind und die Zeit zum Lesen zu schade.
                          Eine Milchmädchenrechnung: Die damit leicht vermeidbaren groben Fehler werden meist teurer als die Bücher und das Nachbessern kostet mehr Zeit als das Lesen. Man spart also netto nichts und erlebt stattdessen Frustrationen und Tierleid.
                          Da Nichtinformation unweigerlich Tierleid nach sich zieht und heutzutage alle relevanten Infos leicht zugänglich sind, ärgert man - und ich auch- sich schon sehr über Leute, die das einfach ignorieren.
                          Manchmal wird das dann auch im Tonfall von Postings deutlich.
                          Das ändert nichts daran, dass ich zum Inhalt des bisher gesagten zu 100% stehe.
                          Was mich -und ich garantier Dir, nicht nur mich- im übrigen besonders aufregt, ist, dass Du deutlich gemacht hast, dass Du UNBEDINGT bald diese Agame haben willst und deshalb dazu neigst, alle gemachten Ratschläge weitgehend zu ignorieren.
                          Damit bist Du hier nicht der erste und in Deutschland auch nicht der tausendste. Das ist frustriertend und so beginnt unweigerlich schlimmes und vermeidbares Tierleid. Wie das weitergeht und endet haben ich und viele hier leider nur allzuoft erfahren.
                          Da sinkt die Toleranzschwelle und die Bereitschaft, tierquälerische Haltungen den zuständigen Ämtern anzuzeigen steigt dagegen.
                          Bei genauerem Nachdenken sollte das eine verständliche Einstellung sein.
                          Solltest Du inzwischen doch etwas eingesehen haben, wiederhol den ersten Fehler bitte nicht, sondern lies dich erst in die Haltung Deiner Wunschtierart ein. Von der Bergagame rate ich ebenfalls ab, da das Terrarium die falschen Maße hat und diese Tiere sehr hohe Ansprüche an eine nicht einfach zu regulierende Klimasimulation stellen.
                          Leopardgeckos, Taubagamen, Langschwanzechsen oder Rollschwanzleguane wären dagegen Beispiele für Tiere, die du in Erwägung ziehen könntest.
                          Um sich zu entscheiden, wäre ein möglicher Weg, erst zu googeln, dann hier nach empfehlenswerten Büchern zu fragen, die zu kaufen und zu lesen, dann das Terrarium passend einzurichten und sich dann auf die Suche nach dem/den Bewohner(n) zu machen.
                          Davor solltest Du Dich fragen, was Du von Deinem neuen Mitbewohner erwartest. Sollte "in die Hand nehmen" und streicheln unter den wichtigen Erwartungen sein, sind Reptilien und Amphibien nämlich schon einmal gar nichts für Dich und Du wärst mit zB ein paar netten Ratten viel glücklicher.


                          Gruß

                          Ingo


                          P.S.: Seine Beiträge nach dem Tippen noch einmal durchzulesen und zu korrigieren gehört zum guten Ton und ist nicht zuviel verlangt. Ich finde Deine Texte nicht sehr lesbar.
                          Zuletzt geändert von Ingo; 20.10.2010, 06:50.
                          Kober? Ach der mit den Viechern!




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                          • #14
                            Ok... Und wie siehst mit Bartagamen terrariengrößenmäßig aus?
                            Zuletzt geändert von Gaby Lehmann; 20.10.2010, 10:41. Grund: Bitte deine Mitteilungen/PNs lesen, danke!

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                            • #15
                              Steht in unserer Bartagamen-FAQ:

                              http://www.dghtserver.de/foren/showp...50&postcount=3


                              Gruß
                              Horst
                              sigpic

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