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Zucht der Gewächhausschabe

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  • Zucht der Gewächhausschabe

    Hallo zusammen,

    ich habe die Gewächshausschabe (Pycnoscelus surinamensis) als Futtertier ins Auge gefasst. Auf der Suche nach Informationen zur Zucht ist mir aufgefallen, dass es kaum deutsche Seiten über die Zucht gibt. Ist sie als Futtertier nicht sonderlich verbreitet? Woran liegt das? Vermehrungsrate zu gering? Reproduktionszyklus zu lang? Endgröße zu klein? Aufwand zu groß? Zu ausbruchsfreudig (Gefahr zu groß, dass sie sich in Terrarien oder Blumentöpfen einnistet)? Als Futtertier nicht sonderlich geeignet da sie als "unterirdisch lebende" Schabe sofort im Bodengrund verschwindet? Ich würde am ehesten letzteres vermuten.

    Wenn das im Bodengrund Vergraben keine Rolle spielt, kann sie wer zur Zucht empfehlen? Hat wer praktische Erfahrungen zur Zucht (ergänzend zu dem was Moritz in diesem thread >>klick mich<< geposted hat)?

    viele Grüße,
    Martin

  • #2
    Re: Zucht der Gewächhausschabe

    Hallo Martin,
    okydoky dann lass mich ma beginnen:

    Auf der Suche nach Informationen zur Zucht ist mir aufgefallen, dass es kaum deutsche Seiten über die Zucht gibt.
    => ich arbeite daran

    Ist sie als Futtertier nicht sonderlich verbreitet? Woran liegt das?
    keine Ahnung woran das liegt, aber man findet sie wirklich sehr selten.

    Vermehrungsrate zu gering? Reproduktionszyklus zu lang? Endgröße zu klein?
    Ich weiss nicht, wie lange die Generationenfolge genau ist. Aber ich finde, sie vermehren sich ziemlich produktiv. Die Endgrösse ist vergleichbar mit Shelfordella tartara.

    Aufwand zu groß? Zu ausbruchsfreudig (Gefahr zu groß, dass sie sich in Terrarien oder Blumentöpfen einnistet)?
    Als Futtertier nicht sonderlich geeignet da sie als "unterirdisch lebende" Schabe sofort im Bodengrund verschwindet? Ich würde am ehesten letzteres vermuten.
    Ich finde, die brauchen von all meinen Futtertierzuchten am wenigsten Zeit. "Untersteigt" sogar die Ofenfischchen
    Beim Verfüttern musst Du allerdings etwas aufpassen, dass sie dort landen wo sie hingedacht sind Zu meiner Verfütterungsmethode: siehe Dein Link Dann hast Du auch das Problem mit dem eingraben nicht. Andernfalls ist es schon so, dass sie möglichst rasch in den Tiefen des Erdreichs verschwinden wollen.
    Es wird in der Literatur (Friederich & Volland) berichtet, dass ausgebüxte Tiere an den Wurzeln der Zimmerpflanzen/Terribepflanzung Schaden anrichten können. Damit habe ich keine Erfahrung. Mir sind erst einmal einige abgehauen und liefen dann ab und zu quer durch die Wohnung.

    Wenn das im Bodengrund Vergraben keine Rolle spielt, kann sie wer zur Zucht empfehlen?
    Jep, ich kann diese Schabe nur empfehlen. Meine Bartagamen fressen die subadulten Tiere seit jeher mit Heisshunger und sie "springen" mit ihren kurzen Beinchen nicht so schnell davon wie S. tartara oder Madeiraschaben.
    Ich habe eine Dose, bei welcher ich ein Loch in den Deckel geschnitten habe. So kann ich die benötigten Futtertiere aus dem Zuchtbehälter graben und in diese Dose füllen, ohne dass sie gleich abhauen können, da sie wenn sie mal bis zum Deckel gelangen überhängend noch den Deckel überwinden müssten.
    Aber vorsicht: nicht unbeaufsichtigt stehenlassen! Beim 74. Versuch gelingt ihnen auch das! Wenn ich die benötigte Ration beisammen habe, gebe ich sie Portionenweise den Bartagamen ins Futtergeschirr.

    Fazit: Die Gewächshausschabe ist eines meiner liebsten Futtertiere! Nur etwas klein für beispielweise ausgewachsene Vogelspinnen.
    Vermutliche Abschreckung vieler:
    - emporlaufen an Glas (wenn auch nicht sehr "trittsicher")
    - Gefahr für Pflanzen/Terrieinrichtung

    ABER: auch im Grillen fressen Pflanzen/Einrichtung an - und zirpen auch noch.

    Noch fragen?

    gruss Moritz

    Kommentar


    • #3
      Re: Zucht der Gewächhausschabe

      Hallo Moritz,

      danke für Deine ausführliche Antwort!

      Das einzige "Problem" was ich noch mit ihnen habe ist, dass sie parthenogenetisch sind => wenn eine ausbüchst kann sie zur Gründerin einer neuen Population werden. In einem Bartagamen-Terrarium mag es zu trocken für sie sein, aber wie sieht es bei Regenwaldterrarien aus? Darin müssten doch ideale Bedingungen für sie herrschen, oder? Liest hier jemand mit, der sie in Regenwaldterrrien verfüttert und dazu was sagen kann, ob sie sich bei ihm in den Regenwaldterrarien eingenistet haben?

      viele Grüße,
      Martin

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