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Kreuzotter

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  • Kreuzotter

    Bei meinen diesjährigen Besuchen von einigen Kreuzotter Vorkommen in Deutschland mußte ich leider einen weiteren sehr starken Rückgang feststellen. Wie sieht das in den anderen Lebensräumen aus? Haben einige von Euch die gleichen Beobachtungen gemacht? Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir diese schöne Schlange in den meisten Gebieten Deutschlands verlieren.

  • #2
    Ohne selbst konkrete Beobachtungen gemacht zu haben: In Baden-Württemberg geht es wohl auch die letzten Jahre bergab, vor allem auf der Schwäbischen Alb sind wohl viele Vorkommen nicht mehr bestätigt. Es wurde jetzt ein Kreuzottermonitoring-Programm gestartet um die Situation genauer zu erfassen und zu beurteilen.

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    • #3
      Hallo Peter, wer koordiniert das Monitoring in BaWü? Im Nationalpark Nordschwarzwald sehe ich immer wieder Kreuzottern, ich suche aber nicht sytematisch!

      LG Volker

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      • #4
        Hallo Volker,

        das Monitoring wird über die LUBW (Michael Waitzmann) koordiniert und läuft m. W. hauptsächlich/nur im Nordschwarzwald.

        Wir sind regelmäßig auf der Suche nach der Art in BaWü unterwegs. Während es im württembergischen Allgäu teilweise noch besser aussieht, ist die Bestandsentwicklung auf der Alb besorgniserregend. Mir ist allerdings nicht ganz klar, woran das liegt, da regional noch großflächige und miteinander verknüpfte Habitate existieren.

        Es gibt eine alte Arbeit aus den 1980er-Jahren von Korndörfer, der die damals noch zahlreichen Vorkommen der Kreuzotter im Zollernalbkreis erfasst hat. Diese alten Fundorte wollen wir ab 2020 nachkartieren lassen. Aufgrund der schwierigen Erfassbarkeit der Art wird dies wahrscheinlich mindestens zwei Jahre dauern. Ich hoffe, dass dann zu den sehr wenigen aktuell bekannten Vorkommen noch das ein oder andere hinzukommt.

        Viele Grüße Thomas
        www.terragraphie.de

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        • #5
          Hallo Thomas, vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

          Beste Grüsse

          Volker

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          • #6
            Nach meinen Beobachtungen in den Lebensräumen sind die sehr stark angestiegenen Bestände des Schwarzwildes die haupt Ursache für das Verschwinden der Kreuzotter. Besonders im Winter werden die ruhenden Schlangen von den Schwarzkitteln im Boden gerochen und ausgegraben. In der Nähe von Siedlungen fallen auch viele Reptilien den Hauskatzen zum Opfer.
            Grüße
            Kurt

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            • #7
              In den letzen 15-20 Jahren sind die Reptilien stark zurück gegangen. Ich vermute durch die Strahlung der Sendemasten.Wenn das wirklich die Ursache ist, dann wird das 5 Netz alles vernichten.

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              • #8
                Zitat von farsi Beitrag anzeigen
                In den letzen 15-20 Jahren sind die Reptilien stark zurück gegangen. Ich vermute durch die Strahlung der Sendemasten.Wenn das wirklich die Ursache ist, dann wird das 5 Netz alles vernichten.
                *rofl*

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                • #9
                  Ich habe hier in der Gegend meinen Stammplatz, an den ich gehe wenn ich Kreuzottern beobachten möchte. Wenn die Wetterlage und die Jahreszeit stimmt dann ist dort ein massives Aufkommen dieser Art. Dieses Jahr waren tatsächlich deutlich mehr Jungtiere zu beobachten als noch im letzten Jahr. Ich nehme an, dass der milde Winter dazu geführt hat, dass weniger Tiere in der Winterruhe verendet sind. Ich werde beobachten wie sich der Bestand im nächsten Jahr zeigt. Allerdings habe ich einen Exkurs zu einem weiteren Ort dieses Jahr gemacht, an dem ich normalerweise guten Erfolg hatte. Unter nahezu perfekten Bedingungen konnte ich dort dieses Mal aber nicht ein einziges Tier finden. Das war aber wie gesagt nur an einem Tag im Jahr und vielleicht bin ich an 20 vorbei gelaufen ohne sie zu sehen. Ich denke aber, dass die Tendenz im allgemeinen in Deutschland sinkt. Außer vielleicht in Naturschutzgebieten sind alle Arten auf dem Weg des Dodos.

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