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Versiegelungsproblem - Brauche Tipps ...

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    Hallo,

    habe mein neues Terrarium nach Empfehlung mit Holzleim versiegelt. Ergebnis war perfekt. Transparente glänzende Abtrocknung und wurde steinhart. Tja, bis heute ... habe meine Regenanlage angeschlossen und Probelaufen lassen ...

    Ergebnis war, wie man sich denken kann, der Holzleim wird weich, wieder weiß und löst sich auf. So, wie kann ich jetzt das Becken noch retten? Da ich sehr viel Struktur eingebaut habe, brauche ich eine Versiegelung, die wasserfest ist und sich entweder sprühen oder sehr gut streichen lässt und steinhart wird. Habe einmal vor Jahren mit Harz gearbeitet, da war ich fast nem Tobsuchtsanfall nahe, weils so zäh war. Eventuell habtte ich damals was falsch gemischt oder falsches Harz genommen ... was kann man mir empfehlen. Bin grad unendlich deprimiert, weil ich dachte, ich könnte das Becken bald in Betrieb nehmen ...

    Gruß David
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  • #2
    Hallo David,

    hier im Forum wurde schon öfters angemerkt, das sich Holzleim für feuchte Umgebung nicht eignet...
    Habe die Erfahrung bei meinem ersten Eigenbau vor etwa 15 Jahren auch machen müsssen

    Ich denke eine Möglichkeit wäre es noch 2 Schichten Epox aufzutragen - dazu mußt du den Leim aber erstmal vollständig abtrocknen lassen! Den Harz aber wirklich deckend auftragen, damit später nirgends Feuchtigkeit drunter kann!

    Der Markt bietet verschiedene Harze mit unterschiedlichen Verarbeitungszeiten (= Topfzeit) und Viskositäten an. Es muß nicht ein spezielles Terrarienharz sein - die meisten Harze sind nach Aushärtung lebensmittelecht und für den Terrarienbau verwendbar.

    Das A und O ist das grammgenaue Abwiegen der 2 Komponenten, am besten mit einer Digital(küchen)waage.
    Dann brauchst du noch mehrere billige Pinsel (wobei du wenn sie zu billig sind und ständig Haare verlieren auch nicht glücklich wirst), Plastik- oder Glasbecher zum anmischen, was zum umrühren (empfehlen kann ich Mundspateln aus Holz), Einmalhandschuhe und ne gute Belüftung oder eine geeignete Atemschutzmaske.

    Ich mach die Portionen nicht größer als 150-200gr bei 45 Min. Topfzeit. Zuviel auf einmal angemischt bringt schnell Probleme mit sich.

    Weitere Beiträge zur Verarbeitung und so findest du hier reichlich mit der Suchen-Funktion.

    Viel Glück
    Marcus
    Marcus Fischer === bei Heidelberg

    Kommentar


    • #3
      Hi,

      danke für deine Antwort. Ich habe mich ja innerlich schon damit abgefunden, alles nochmal mit Harz machen zu müssen. Gibts Produkte, die man besonders empfehlen kann?

      Gruß David

      Kommentar


      • #4
        Richtige Mischung

        Ich hänge meine Frage/Problem mal an diesen Thread, weil der Titel so gut passt.

        Ich stehe jetzt kurz davor, die Rückwand mit Epoxidharz zu versiegeln, allerdings haben mir so einige Beiträge doch ein wenig Bauchschmerzen verursacht. Offenbar scheint es ja ziemlich wichtig zu sein, das Mischverhältnis der beiden Komponenten möglichst exakt einzuhalten.

        Da ich immer nur kleinere Mengen mischen will, kommen schwer meßbare Mengen zusammen. Für 100 Volumenanteile Harz müsste ich 66 Teile Härter abmessen können, der mitgelieferte Messbecher hat aber eine Unterteilung in 10er Schritten, und ob die so genau ist ...
        Eine Digitalwaage zum Messen der Gewichtsanteile besitze ich (noch?) nicht. Außerdem verbleiben ja wohl nach dem Umschütten geringe Reste im Becher.

        Was passiert denn, wenn ich nun statt 100 zu 66 im Verhältnis 100 zu 64 oder gar zu 60 (59, 57,236, beliebigfortsetzbar ...) mische?

        Wie erkenne ich denn weiterhin, dass die beiden Flüssigkeiten (per simpler Umrührmethode) gut genug durchgemischt sind?

        Kommentar


        • #5
          Hi,

          du scheinst flüssigen Härter für das Harz zu verwenden.
          Da sollte das Mischungsverhältnis, im Gegensatz zu Härterpulver, schon genau stimmen. Bei einer geringen Abweichung von 1nem Gramm (von 66g Härter sind das knappe 1,5%) ist das kein Weltuntergang, aber sollte nach Möglichkeit nicht vorkommen.
          Bei einem ungenauen Mischungsverhältniss kann das Harz eine halbe Ewigkeit ausgasen, und somit werden dauerhaft Giftstoffe ausgeschwemmt. Epoxidharz ist generell giftig, erst wenn es durchgehärtet ist und der Härter das Harz richtig abbinden konnte, ist es prinzipiell harmlos.
          Falls du immer nur so wenig Harz anrührst, weil es dir sonst zu schnell abbindet und du es nicht mehr verarbeiten kannst, könntest du auch einfach einen Verzögerer untermischen, oder gleich eins mit niedrigerer Viskosität und höherer Topfzeit nehmen.

          Du kannst die Messstriche auf dem Messbecher ja auch selbst erweitern, indem du welche drauf malst. Einfach ein Lineal nehmen, den Abstand zwischen den aufgedruckten Strichen messen und dann die Äbstände für die neuen Striche errechnen. Ist im Prinzip (wenn man sorgfälltig misst und markiert) so exakt wie eine Digitalwaage.
          Du musst beim abfüllen nur darauf achten das der Becher gerade steht. Denn steht er ein wenig schief, heisst das u.U. schonmal ne Abweichung die dann wieder das Ergebnis vermasselt.
          Von daher ist eine Waage das einfachste.

          Die Reste im Becher kannst du einfach mit einem Holzspachtel "raus kratzen". Können je nach Gefäss schon mal paar Gramm sein die einem da sonst flöten gehen.

          Optisch kann man es bei vielen Harzen und Härtern nicht erkennen ob sie gut gemischt sind. Beim Härterpulver merkt man es beim rühren, da am Boden ein sandiges Gefühl entsteht und erst verschwindet wenn es gut gemischt ist.
          Bei flüssigen Härtern rührt man wie bei einem Kuchenteig. Also immer mal wieder die Kante am Boden und die Seitenwände mit dem Spachtel abfahren und durch senkrechte Bewegungen auch einen Materialaustausch von oben nach unten, und nicht nur von links nach rechts zu schaffen.
          Da sollte bei deinen Massangaben eine Minute eigentlich reichen um ein gutes Mischungsverhältniss zu schaffen.

          Gruss,
          Michael
          Zuletzt geändert von Nando; 16.05.2009, 22:12.

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          • #6
            Hi

            In dem man das Harz in einem Becher anrührt verhindert man Dosierungsfehler:

            Becher auf eine Waage stellen und diese auf Null stellen, dann mit einer Komponente die gewünschte Menge einfüllen.

            Waage wieder auf Null stellen und dann die errechnete Menge der zweiten Komponente hinzufügen.

            Ich verwende stets durchsichtige Einwegbecher, wenn das Harz noch "schleimig-schlierig" ausschaut ist es noch nicht richtig vermengt.

            Je größer die angemischte Harzmenge ist, desto kürzer kann die Topfzeit werden. Die Reaktion setzt Wärme frei, welches das Harz wieder schneller reagieren lässt, welches noch mehr Wärme erzeugt usw...

            lg Marco

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            • #7
              Moin,
              ich mache es exakt genauso wie Marco (inklusive der durchsichtigen Einwegbecher, die ich jedem dringlich ans Herz legen möchte). Eine kleine Ergänzung habe ich noch, um bei kleinen anzumischenden Mengen das Dosieren zu erleichtern: Da meist der Gewichtsanteil des Härters geringer ist als der des Harzes, gieße ich den Härter zuerst in den Becher, berechne dann die Menge des Harzes exakt nach der Menge Härter, die schon im Becher ist, nulle die Waage und gieße dann das Harz ein. Hat den Vorteil, dass minimale Ungenauigkeiten beim Nachgießen des Harzes sich im Verhältnis weniger stark auswirken. Flutscht doch mal eine merkliche Menge zuviel Harz in den Becher, nulle ich nochmal und tröpfle die entsprechende Menge Härter dazu.
              Wenn noch keine Digitalwaage vorhanden ist, ist das die perfekte Gelegenheit, die Anschaffung vor sich selbst zu rechtfertigen. Den Wägebereich kann man bei der Gelegenheit gleich so wählen, dass man damit für weitere "Sekundärnutzen" (wie z.B. Abwiegen von Futter/Supplementen, Wiegen von Jungtieren im Wachstum oder Tieren vor/nach Winterruhe etc.) gewappnet ist.

              Tschöö
              Stephan
              Sternotherus odoratus, Pelomedusa subrufa
              Ambystoma mexicanum
              http://axolotl.profiforum.de

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              • #8
                Ich habe D4 Holzleim für meine Rückwand verwendet der hällt und sieht nicht so unnatürlich wie Epoxidharz aus.Gruß M.N

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von sbuerger Beitrag anzeigen
                  Da meist der Gewichtsanteil des Härters geringer ist als der des Harzes, gieße ich den Härter zuerst in den Becher, berechne dann die Menge des Harzes exakt nach der Menge Härter, die schon im Becher ist, nulle die Waage und gieße dann das Harz ein.
                  Hallo

                  Das ist aber gefährlich Stephan.
                  In meiner Ausbildung zum Kunststoff-Formgeber habe ich mal gelernt das man zuerst das Harz in den Becher füllt und dann den Härter langsam dazugießt und direkt untermischt.
                  Umgekehrt kann es unter Umständen zu einer heftigen chemischen Reaktion kommen da im ersten Moment wenig Harz mit viel Härter in Kontakt kommt.

                  Wenn ich Holzleim für solche Zwecke benutzen würde dann auch nur D4 Leim bzw. D3 mit D4 Härter.

                  Gruß
                  Michael

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von sbuerger Beitrag anzeigen
                    Da meist der Gewichtsanteil des Härters geringer ist als der des Harzes, gieße ich den Härter zuerst in den Becher, berechne dann die Menge des Harzes exakt nach der Menge Härter, die schon im Becher ist, nulle die Waage und gieße dann das Harz ein. Hat den Vorteil, dass minimale Ungenauigkeiten beim Nachgießen des Harzes sich im Verhältnis weniger stark auswirken.
                    Das hört sich schlau an. Eine Waage hab ich mir inzwischen auch besorgt.
                    Vielleich komm ich am Wochenende mal dazu die Versiegelung aufzubringen ...

                    @Nando: eine vorhandene 10ml-Unterteilung, die selbst nur wenige mm auf dem Messbecher ausmacht, manuell zu zehnteln, trau ich mir nicht zu

                    Zitat von Michael Jetter Beitrag anzeigen
                    In meiner Ausbildung zum Kunststoff-Formgeber habe ich mal gelernt das man zuerst das Harz in den Becher füllt und dann den Härter langsam dazugießt und direkt untermischt.
                    Umgekehrt kann es unter Umständen zu einer heftigen chemischen Reaktion kommen da im ersten Moment wenig Harz mit viel Härter in Kontakt kommt.
                    Ääääh: ich hätte jetzt gedacht, das ist Jacke wie Hose. Solange die Flüssigkeiten nich vollständig gemischt sind, kommen doch immer unverhältnismäßige Mengen in Verbindung, oder?



                    Danke für Eure Tipps
                    Matthias
                    Zuletzt geändert von utzel; 18.05.2009, 16:21.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von utzel Beitrag anzeigen
                      Ääääh: ich hätte jetzt gedacht, das ist Jacke wie Hose. Solange die Flüssigkeiten nich vollständig gemischt sind, kommen doch immer unverhältnismäßige Mengen in Verbindung, oder?
                      Der Härter ist ja das was die chemische Reaktion des Vernetzens (aushärtens) auslöst.
                      Wenn du also wenig Harz auf viel Härter gibst -> eventuell heftige Reaktion.
                      Wenig Härter auf viel Harz -> langsame Reaktion.

                      In welcher Reihenfolge man die beiden Komponenten mischt spielt also schon eine Rolle.
                      In der Regel passiert auch bei falscher Reihenfolge nichts wenn man die beiden Komponenten unmittelbar miteinander vermischt. Das ist aber sehr stark von dem jeweiligen Harz abhängig.
                      Es gibt ja hunderte unterschiedliche Epoxydharze. Bei manchen Härtern setzt sofort ein heftiges "kochen" ein wenn man etwas Harz dazugibt, bei anderen dauert es länger oder es entwickelt sich langsam eine große Hitze.

                      Ich perönlich würde aus Sicherheitsgründen immer die "Zuerst Harz, dann Härter" Reihenfolge einhalten.
                      Eine Schutzbrille ist beim Umgang mit Epoxydharz übrigens auch keine schlechte Idee.

                      Gruß
                      Michael

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                      • #12
                        Hi utzel,

                        mit der Waage bist du sicher gut bedient.
                        Weiss ja nicht welchen Durchmesser der Becher hat, bzw. wie dem entsprechend gross/klein die Unterteilung ist. War auch nur ne Alternative, bevor es auf gut Glück gemischt wird.
                        Ansonsten stimme ich dem anderen Michael vollkommen zu, hab ich in meiner Ausbildung auch so gelernt.

                        Dann gutes Gelingen für die Gestaltung,
                        Michael

                        Kommentar

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