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  • Und jetzt?

    Hallo,

    habe das hier gerade im Keller gefunden und vielleicht kann mir jemand von Euch nen Tipp geben, was ich damit machen soll?!


    Danke und beste Grüße
    Stephan B.

  • #2
    Hier die Bilder.

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    • #3
      Hi Stephan,
      das sieht ja aus wie ein Krebs. Ist bei Euch denn ein Bach oder Teich in der nähe. Dann bring ihn dahin. Wie kommt er denn in den Keller?
      Gruß Heinz

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      • #4
        Also mein erster Gedanke war eine Languste.
        Bei uns ist kein Feuchtbiotop in der Nähe. Ein Nachbar hat das Tier, total eingestaubt, im Keller entdeckt und mich geholt.

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        • #5
          Ich gehe einmal von einem Flusskrebs aus. Die Art kann ich nach den Fotos nicht bestimmen. Sicher aber ist, und ich habe es auch selbst beobachtet, dass Flusskrebse bei Regenwetter bis zu 1000 m von Gewässer zu Gewässer wandern können!

          LG

          Volker?

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          • #6
            Hallo!

            Wenn das Tier bei Heidelberg beobachtet wurde, kann es sich - vorausgesetzt es ist etwas Einheimisches - nur um den Edelkrebs (Astacus astacus) oder um den Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) handeln.

            Aus meiner Sicht sieht das Tier eher nach Steinkrebs aus. Was habt ihr denn für Gewässer in der Nähe? Steinkrebse bevorzugen die Oberläufe klarer Wald- und Bergbäche, während Edelkrebse eher in größeren Fließ- und Stillgewässern tiefer Lagen gefunden werden.

            Beide Arten sind stark gefährdet und v.a. durch ausgesetzte, exotische Krebsarten und die Krebspest gefährdet.

            Viele Grüße Thomas
            www.terragraphie.de

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            • #7
              Wie groß ist er denn und kannst Du ein Foto von der Seite machen?

              Oder frag mal hier nach http://flusskrebse-in-sh.hammes.at/Diplomarbeit.php

              Gruß Heinz
              Zuletzt geändert von dilepis; 19.09.2015, 08:58.

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              • #8
                Das Tier hat eine Gesamtlänge von 140mm.
                Gefunden haben wir es hier in Hockenheim in Waldrandnähe. Meines Wissens nach gibt es hier aber weder einen Fluss, noch einen Bach. Als ich das Tier im Keller gefunden habe, hat es sich kaum noch bewegt. Jetzt nach der Nacht im Wasser sieht es wesentlich besser aus.

                @Heinz: Habe noch ein Foto von der Seite angehängt.

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                • #9
                  Also, nach dem Bestimmungsschlüssel auf der geposteten Internetseite, kann es nur ein "Roter Amerikanischer Sumpfkrebs" sein.
                  Jemand ne Idee, was ich jetzt mit diesem Tier machen soll?

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Stephan B. Beitrag anzeigen
                    Meines Wissens nach gibt es hier aber weder einen Fluss, noch einen Bach.
                    Hallo Stephan,

                    denke daran, dass die Krebse bis zu 1000 m bei Regen wandern können. Ich selbst habe schon regelmäßig Steinkrebse gefunden, die von ihrem Bach über eine Entfernung von ca. 900 m in einen kleinen "Quelltopf" eingewandert sind, der sich auf unserem Grundstück befand. Einige der Krebse konnten eine kleine Mauer nicht überwinden und waren deshalb leicht zum Einsammeln.

                    Grüsse

                    Volker

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                    • #11
                      Zitat von Stephan B. Beitrag anzeigen
                      Also, nach dem Bestimmungsschlüssel auf der geposteten Internetseite, kann es nur ein "Roter Amerikanischer Sumpfkrebs" sein.
                      Jemand ne Idee, was ich jetzt mit diesem Tier machen soll?
                      Unter der Voraussetzung, dass es tatsächlich ein Amerikaner ist: Töten oder ins artgerechte Aquarium, würde ich sagen. Keinesfalls wieder aussetzen. Evtl. gibt es auch eine Behörde, die sich über eine Meldung freuen würde zwecks Erfassung vom Ausbreitungsmuster dieser Art.

                      Grüße

                      Erik
                      Zuletzt geändert von Erik; 19.09.2015, 12:09.

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                      • #12
                        Hallo Stephan,

                        auf dem neuen Bild ist das Tier besser zu erkennen und ich muss dir zustimmen, ziemlich sicher handelt es sich nicht um eine einheimische Art. Für den Steinkrebs wirkt das Tier viel zu feingliedrig.

                        Evtl. kommen auch Gartenteiche oder Fischweiher in der Umgebung in Frage?

                        Wie Erik bereits geschrieben hat, sollte das Tier in o.g. Fall keinesfalls wieder ausgesetzt werden, sondern Kontakt mit den zuständigen Behörden (z.B. Untere Naturschutzbehörde) aufgenommen werden, um herauszufinden woher das Tier kommt.

                        Exotische Krebsarten sind teilweise immun gegen den Krebspesterreger, fungieren aber als Überträger. Gerade in warmen, tiefen Lagen hat das Aussetzen solcher Krebsarten bereits verheerende Folgen für die einheimischen Arten. Z.B. sind im Oberrhein-System mehrere exotische Arten verbreitet, während die einheimischen stark zurückgedrängt sind. Der Steinkrebs ist auf kalte Oberläufe zurückgedrängt, der Edelkrebs existiert - abgesehen von ausgesetzten Vorkommen - nur noch in ganz wenigen Weihern.

                        Viele Grüße Thomas
                        www.terragraphie.de

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                        • #13
                          Hallo an alle.
                          Habe Frau Hammes angeschrieben und habe folgende Antwort bekommen. Denke das ist wichtig.

                          Hallo Herr Strohschein,

                          ich habe mich gerade in dem Forum angemeldet, bekomme aber noch keine Bestätigungsemail. Daher schreibe ich Ihnen erst einmal so.

                          Ja, es handelt sich bei dem Tier auf den Fotos um einen Flusskrebs.

                          Gleich vorweg:
                          Egal, was andere User schreiben, bitte setzten Sie den Flussskrebse NICHT in irgendein Gewässer ein, bevor wir nichts genaueres wissen!
                          Es kann sich nämlich auch um eine nicht heimische Art handeln, die unseren heimischen Arten schaden kann. Möglicherweise ist der Flusskrebs auch bei einem Ihrer Nachbarn aus einem Gartenteich oder Aquarium ausgebrochen - das können sie hervorragend.
                          Nicht heimische Flussskrebse können Träger der sogenannten "Krebspest" sein, die unsere heimischen Flusskrebsarten tötet.

                          Hälterung:
                          Prinzipiell ist das Waschbecken oder auch ein großer Eimer erstmal ok (er kann sich aber an einer Kette des Stöpsels hochhangeln und ausbrechen!).
                          Wichtig ist, das Wasser immer mal wieder zu wechseln. Er benötigt den Sauerstoff im Wasser, um zu atmen. Dazu kann man das Wasser schön sprudelnd in einen anderen Eimer o.ä. einlaufen lassen. Das verbrauchte Wasser bitte wenn möglich in den Garten gießen, nicht in die Kanalisation (die Krebspest wird über das Wasser übertragen).
                          Irgendwann würde er auch Nahrung benötigen, aber darum kümmern wir uns später.

                          Um die Art des gefangenen Tieres bestimmen zu können, benötige ich bessere Fotos.

                          Fotos: worauf man achten muß
                          Man kann den Krebs am besten anfassen, indem man ihn von hinten am Brustpanzer greift. Wenn man sich nicht auskennt, ist es zu zweit ist es einfacher, weil einer dann die Schere festhalten kann und ein anderer die Fotos machen kann. Achten Sie auch auf die Bedornung. Wenn Sie möchten, können Sie auch Lederhandschuhe anziehen, das ist aber eigentlich nicht notwendig.
                          •Viele Merkmale sind klein. Gehen Sie bitte so nah wie möglich an den Krebs heran (Achtung: Scheren!!).
                          •Bitte machen Sie ein Foto von oben, von der Unterseite und wenn möglich auch Detailaufnahmen von den Scheren (Ober- und Unterseite) und dem Brustpanzer.
                          •Ein seitliches Bild vom "Gesicht" des Krebses kann auch wichtige Details enthalten.
                          •Bitte machen Sie etwas mehr Licht. Der Krebs ist recht dunkel.

                          •Bitte verkleinern Sie die Fotos nicht für den Versand.

                          Bitte messen Sie den Krebs noch einmal: Von der "Nasenspitze" bis zum Schwanzende - also ohne die Scheren.

                          Beste Grüße
                          Anja Dethlefs-Hammes

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                          • #14
                            Hallo,
                            jetzt klappt es auch mit der Anmeldung.

                            Bitte schicke die Fotos an die Emailadresse, die auf der o.g. Webseite unter "Kontakt" steht. Dann sehen wir weiter.

                            Einige Kollegen und ich arbeiten gerade an einer Deutschlandkarte mit dem Vorkommen von Flusskrebsen. Ich werde mich um die Weitergabe der Daten kümmern. Alles Weitere können wir dann per Mail klären.

                            Grüße
                            Anja

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                            • #15
                              Zitat von stadtarchitekt Beitrag anzeigen
                              Hallo Stephan,

                              denke daran, dass die Krebse bis zu 1000 m bei Regen wandern können. Ich selbst habe schon regelmäßig Steinkrebse gefunden, die von ihrem Bach über eine Entfernung von ca. 900 m in einen kleinen "Quelltopf" eingewandert sind, der sich auf unserem Grundstück befand. Einige der Krebse konnten eine kleine Mauer nicht überwinden und waren deshalb leicht zum Einsammeln.

                              Grüsse

                              Volker
                              Ja, genau. Die Krebse ist sehr stark.

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