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Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

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  • Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

    Grüße,

    ich bin gerade bei der Planung einer Freianlage für meine Zauneidechsen.
    Da es bei uns eigentlich keine Probleme mit Katzen gibt und auch noch nie eine in unserem Garten war, überlege ich, ob ich nicht auf eine Gitternetzabdeckung verzichten könnte. (was das ganze besser aussehen liese, und die Sonneneinstrahlung verbessern würde)
    Allerdings habe ich nun gelesen, das zu den Prädatoren von Zauneidechsen auch Krähen, Elstern, Amseln und Rotkehlchen gehören.
    Von den letzten 3 Vogelarten wimmelt es nur so davon bei uns in der Gegend - daher wollte ich mal nachfragen wie Eure Erfahrungen in der Hinsicht sind...es sind ja Vögel die in ganz Deutschland überall vorkommen.
    Krähen und Elstern kann ich mir gar nicht richtig als gefährliche Prädatoren für Zauneidechsen vorstellen schließlich müssen sie erst landen, bevor sie am Boden agieren könnn - was für die meisten Sperlingsvögel zutrifft.

    Noch eine 2te Frage - wie erleichtet ihr das Abfließen/Absickern nach starken Regenfällen ?

    [[ggg]Editiert von Squamat am 24-05-2005 um 00:15 GMT[/ggg]]

  • #2
    Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

    Krähen und Elstern würd eich nicht unterschätzen.
    Wenn die erst einmal eine neue Nahrungsquelle ausgemacht haben, können sie extrem erfinderisch werden.

    Ich denke da zB an eine Krähe, die ich kannte, die sich auf Taubenfang spezialisierte: Jeden Tag eine Taube, nur das leckere Brüstchen wurde gefressen.
    Eidechsen sind durchaus höchst gefährdet.
    Vergiss bitte auch nicht, dass es Marder, Wiesel, Igel und Spitzmäuse gibt.

    Gruß

    Ingo
    Kober? Ach der mit den Viechern!




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    • #3
      Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

      Hallo Ingo,

      ich würde die potenziellen Fressfeinde nicht überbewerten. Bei Igeln muss schon ein großes Loch in der Freilandterrarien-Umfriedung sein, durch das ein Igel hindurchpasst. Wiesel leben kaum in Siedlungen (abgesehen von Parks und anderen Grünanlagen). Spitzmäuse können zwar auch kleine Wirbeltiere fressen, doch dürfte dies sehr selten vorkommen - zudem sollten diese kleinen, bedrohten Gesellen deswegen nicht verteufelt werden.

      Viele Grüße
      Andreas

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      • #4
        Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

        Ich verteufel die Spitzmäuse ja gar nicht (bis auf die eine, die mal in meine Schabenzucht einbrach), habe aber erst kürzlich eine nicht näher bestimmte beim überwältigen einer adulten Blindschleiche überrascht.
        Ob sie es geschafft hätte, die Schleiche zu töten weiss ich nicht, da sie bei meinem Auftauchen Fersengeld gab und das Reptil bis dahin nur leichte Bissverletzungen aufwies.
        Aber Gelegenheit macht auch bei Spitzmäusen Diebe. Eidechsenjungtiere halte ich durchaus für gefährdet.
        Als früherer Igel Päppeler und Überwinterer kenne ich deren Kletterkünste. Ein entwischter fand sich mal AUF einem Kleiderschrank schlafend wieder.
        Also je nach Terrarienbeschaffenheit können die schon einen Einstieg finden.
        Wiesel sind häufiger als manch einer denkt.
        Zumindest im ländlichen Bereich.
        Bei uns sind Mauswiesel z.B. eine echte Gefahr für Kleinheimtiere im Garten.

        All diese Viecher habe ich ja auch vor allem der Vollständigkeit halber gelistet.

        Aber ich bleibe vor allem dabei: Krähen, Elstern udn Eichelhäher werden es früher oder später probieren und ohne Abdeckung auch bald erfolgreich sein.





        [[ggg]Editiert von Ingo am 25-05-2005 um 10:28 GMT[/ggg]]
        Kober? Ach der mit den Viechern!




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        • #5
          Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

          Meine sind auch von oben geschützt....
          Wegen Regenfällen:Meine Anlagen sind am Südhang und die Versteckmöglichkeiten/Überwinterungsgruben im höheren,hinteren Teil(welcher auch noch mit 70 cm Doppelstegplatte regensicher abgedeckt ist) angeordnet.Das Wasser läuft so immer "den Berg" runter ....
          Gruss JürgenS
          Interessiert an heimischen Reptilienarten und den Kanaren.Halte Emys Orbicularis,Marginata und diverse Lacertiden.
          Mitglied der AG Lacertiden und AG Schildkröten.

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          • #6
            Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

            Danke für die Antworten.

            Naja die Anlage soll von einer ca 60-70cm hohen Mauer umgeben sein.
            An der Stelle ist auch von ca 9 Uhr bis Abends Sonne, so dass die "Licht undurchlässige" Mauer keinen großen Sonnenverlust darstellt, einem aber vor dem regelmäßigen Glasscheiben putzen bewahrt.
            Das Grundstück liegt zwar relativ nahe am Leipziger Auenwald und somit den dort eingewanderten Räubern wie Marderhund, Mink und Waschbär. Aber jedoch konnte ich bis jetzt noch nie eines der Raubtiere aufm unserem Grundstück erspähen. Die Greifvögel wie Bussarde und Milane haben sich auch noch nicht soweit vorgewagt.
            Die einzige Gefahr geht wiegesagt bis jetzt von Saatkrähen, Kolkraben, Dohlen und wie ich lesen musste, Amseln und Rotkehlchen aus - die leider hier zahlreich vorhanden sind.
            Naja vielleicht ist ein Schutz vielleicht doch sinnvoller.

            Welche Möglichkeiten gibt es da, um die Sonneneinstrahlung nicht so stark zu verringern?

            Was die kleinen Spitzmäuse angeht ...ich seh immer nur tote am Wegrand liegen...könnte das an Insektiziden liegen ? sind ja eigentlich Insektenfresser.

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            • #7
              Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

              Da es sich um Agilis handelt,wird das mit der Sonnendurchlässigkeit der Abdeckung relativ egal sein.Sind ja keine solchen Sonnenanbeter wie Podarcis ....
              Ich habe bei meinem letzten Aussengehege eine Alu-Gitter Abdeckung draufgebaut,die "aufklappbar" ist.Mann muss das Grünzeug mal zurüchschneiden,Wasser wechseln,Reinigungsarbeiten durchführen etc. und da ist sowas schon praktisch.
              Natürlich könntest Du auch engmaschige Netze drüberspannen,ist natürlich wesentlich preiwerter aber mann muss die schon öfters kontrollieren und sich eine gute Befestigung überlegen....
              Ich hab mir das Buch "Freilandterrarien" von Hallmen gekauft(nicht wegen Schlangen),um Anregungen von anderen Anlagen zu haben.
              Gruss JürgenS
              Interessiert an heimischen Reptilienarten und den Kanaren.Halte Emys Orbicularis,Marginata und diverse Lacertiden.
              Mitglied der AG Lacertiden und AG Schildkröten.

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              • #8
                Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

                Eine gute Idee,

                so wie es aussieht komme ich sowieso nicht drum herum.
                Bei und wieselt seid einiger Zeit nun ein Hermelin herum. Läuft fast jeden Abend bei Sonnenuntergang den Bürgersteig ab und lukt in die Gärten herein

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                • #9
                  Re: Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

                  Squamat schrieb:

                  Das Grundstück liegt zwar relativ nahe am Leipziger Auenwald und somit den dort eingewanderten Räubern wie Marderhund, Mink und Waschbär. Aber jedoch konnte ich bis jetzt noch nie eines der Raubtiere aufm unserem Grundstück erspähen.
                  Vorallem waschbären wirst du auf ihrer nächtlichen Futtersuchee kaum erspähen. Die meiste Gefahr vird wohl von den heimischen Rabenvögeln ausgehen, deren Intelligenz und Erfindungsreichtum wirkllich nnicht zu unterschätzen ist. Ich kannte eine Elster, die in derr Lage war, den Deckel vom Hühnerfutter zu öffnen und die beigemengten Garnelen rauszufischen
                  Kleine Marderartige sind vorallem in ländlichen Siedlungen sehr häufig, meistens allerdings wegen ihrer geringen Größe oft unentdeckt`.
                  Dass Gefahr von Amseln und Rotkehlchen ausgehen soll, kann ich nicht glauben.

                  Gruß Julius
                  Mein Zimmer ist ein eigenes Ökosystem.

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                  • #10
                    Re: Re: Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren


                    Dass Gefahr von Amseln und Rotkehlchen ausgehen soll, kann ich nicht glauben.

                    Solltest du schon.....Nachzuchten werden sie sicherlich rausfischen.
                    Allerdings werden sie ausgewachsenen Lacerta Agilis nichtsanhaben können.

                    Gruss
                    ist scheisse, aber hat sich gebess...ach nee.

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                    • #11
                      Re: Freilandterrarium und potentielle Prädatoren

                      Naja Nachzuchten kann ich eh nicht gleich nach Schlupf reinsetzen.

                      Selbst meine Subadulti betrachten die Juvenilen als leckre Snacks.

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