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Takydromus s sexlineatus bzw occelatus --- wichtige Fragen

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  • Takydromus s sexlineatus bzw occelatus --- wichtige Fragen

    Hallo,

    ich habe vor 2 Tagen (vermutlich) 3,4 Takydromus aus furchtbarer privater Haltung bekommen übers Tierheim...
    Die Tiere wurden in einem 60x30x60 Terrarium auf rotem Terrariensand mit einigen Plastikpflanzen und Korkrindenstücken gehalten...naja...
    Es handelt sich meiner Einschätzung nach um 1,3 T s occelatus und 2,1 T s sexlineatus, da bin ich mir relativ sicher.
    Den Tieren wurde Panacur verabreicht, nächste Woche werde ich mal zwei kollektiv Kotproben einschicken...

    Nun habe ich einige Fragen, die grundlegenden Haltungsparameter dieser Art sind mir durch Benutzung der Suchfunktion und heranziehen des Busches aus dem Kirschner&Seufer Verlag bekannt.

    Auch Eier habe ich im alten Becken noch gefunden, die jetzt im Inkubator gelandet sind.

    Im Folgenden meine Fragen

    1) Die Eier sind ja recht hartschalig, ähnlich wie die von Anolis-Arten. Sie lagen aber im teilweise mehr oder weniger trockenen Sand.
    Ich möchte ihnen aber Interessehalber noch eine Chance geben, deswegen wollte ich fragen, ob es ein Indiz gibt woran ich bei dieser Art erkennen lkann, dass die Eier verloren sind?
    Gibt es etwas was bei der Inkubation von Takydromus Eiern besonders zu berücksichtigen ist?

    2) Die Tiere haben teilweise fatale Häutungsrückstände an den feingliedrigen Zehen und auch am Schwanz, wie sind diese am besten zu behandeln?
    Ich habe sie jetzt prophylaktisch über Nacht, wie Jungschlangen, in Heimchendosen mit klatschnassem Küchenkrepp gesetzt, und werde versuchen die Rückstände morgen vorsichtig manuell zu entfernen...
    hat jemand damit irgendwie Erfahrung?

    3) zwei Weibchen haben sehr weiche Unterkiefer, und auch sonst einiges, was mich auf RAchitis schliesen lässt, zumal die Tiere nicht wirklich UV ausgesetzt waren, und höchstwahrscheinlich auch nicht richtig ernährt wurden.
    Macht es Sinn zu versuchen sie gesund zu pflegen, also wie ist die Aussicht dass sich die Tiere erholen?
    oder sollte ich sie erlösen...?

    4) Ich habe jetzt zwei Quarantäne Terrarien mit Maßen von je 50x50x50 aufgestellt, mehr geht leider Platzmäßig nicht... ein Männchen wird mit einer Faunabox vorlieb nehmen müssten...leider ist mir eine UV Bestrahlung mittels Vitalux dort nicht richtig möglich.... wie sind eure Erfahrungswerte im Bezug auf diese Energiesparlampen, die angeblich UV abgeben?

    5) Ich kann mir vorstellen dass eine Bastardierung der beiden Arten durchaus möglich ist, gibt es hierzu irgendwelche Literatur ???
    (Herr Bischoff, Harte???)

    6) Die Tiere nehmen leider bis jetzt keine andere Nahrung als große Drosophila und Fliegen. Hat vielleicht irgendwer ein Patentrezept wie man Fliegen wertvoll ernähren kann, sollten die Tiere Grillen weiterhin ignorieren?

    7) ICh habe von micro bis mittel alles an Mittelmeergrillen(an etwas anderes komm ich nur schwer) versucht anzubieten, aber nichts fruchtet, was könnte der Grund sein?



    so das reicht für heute, würde mich über Anregungen und Hilfe jeder Art freuen... Aber spart euch Kommentare wie "wenn man keine möglichkeiten hat sollte man die Tiere nicht anschaffen..." denn ich habe sie nicht angeschafft... also bitte nur konstruktives
    Bilder folgen, sobalt ich es auf die Reihe kriege meine Digicam umzutauschen, wie die Tiere aussehen weiß man ja

    mfg
    abuzer
    Zuletzt geändert von Abuzer; 10.12.2008, 21:56.

  • #2
    Lieber Herr Abuzer,

    mir fehlen Haltungs- und Zuchterfahrungen bei Takydromus sexlineatus. Deshalb kann ich zu den meisten Fragen nichts sagen. Es gibt kompetentere Teilnehmer in diesem Forum, die sich hoffentlich bald äußern werden.

    Takydromus s. sexlineatus und T. s. ocellatus sind Unterarten einer Art. Deshalb sollten zwischen ihnen keine Fortpflanzungsbarrieren bestehen. Es ist also auf jeden Fall sinnvoll, sie getrennt zu pflegen.

    Viele Grüße,

    Wolfgang Bischoff
    Redakteur der Zeitschrift "Die Eidechse"

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    • #3
      Hallo,

      na da hast du ein Fang gemacht... find ich aber prima, dass sich jemand solcher Tiere annimmt.

      Die Eier würde ich noch nicht aufgeben, ich inkubiere meine teilweise in Humus (bessere Schlupfraten als Vermiculit), bei 26°C in geschlossenen Heimchendosen, einmal wöchentlich belüften. Außerdem deck ich die Eier komplett mit dem Substrat ab.
      Bevor die Eier nicht eingefallen sind, würd ich die Hoffnung nicht aufgeben.

      Bei der Fütterung kann ich dir nur sagen, dass meine alles fressen, sie lieben besonders kleine Heuschrecken. Probiers einfach weiter.

      Hätungsprobleme hatte meine noch nicht, die Hälfte vom Terrariumgrund ist Sand, die Andere Humus. Zum verstecken haben sie eine aufgehangene Kokosnusschale und einen kleinen Repti-Shelter, beide mit Humus gefüllt und feucht gehalten. Außerdem baden sie manchemal, wenn der Wassernapf groß genug ist.

      Mit den UV-Sparlampen von Exo-Terra hab ich gute Erfahrungen gemacht, hab zur Zeit eine im Lampenschirm auf der Faunabox stehen (bei den Nachzuchten), klappt ganz gut.

      Zu den weichen Kiefern kann ich dir leider nichts sagen.

      Hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben, wenn du noch Probleme hast kannste dich ja melden!

      Gruß
      Christian

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      • #4
        Zitat von Abuzer Beitrag anzeigen
        6) Die Tiere nehmen leider bis jetzt keine andere Nahrung als große Drosophila und Fliegen. Hat vielleicht irgendwer ein Patentrezept wie man Fliegen wertvoll ernähren kann, sollten die Tiere Grillen weiterhin ignorieren?
        Wir haben ganz gute Erfahrungen mit flugunfähigen Drosophila; die in eine oben abgeschnittene 1,5L PET Flasche, die an den Wänden mit Vitaminpulver bestäubt sind kippen. Klappt allerdings nur bei flugunfähigen Futtertieren.

        Alternativ kannst du es mit Babybrei probieren, das fressen die meisten Fliegen eigentlich recht gerne. Unsere Takydromus nehmen übrigens problemlos Grillen und Heimchen, egal ob Eltern oder NZ.

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        • #5
          Hallo,

          vielen Dank für eure/ihre Beiträge.
          Bei mir hat sich leider noch nicht viel geändert, lediglich ein Weibchen habe ich erlöst, da mir die Rachitis einfach zu stark erschien... das Tier hatte irgendwie voll den Gummi-Körperbau... naja, hoffentlich schafft es das andere...

          Die Häutungsrückstände liesen sich nach einem einweichen der Tiere übrigens leicht Manuell entfernen, lediglich die Zehen waren etwas problematisch, ist aber mit einer feinen Pinzette und feuchtem Küchenpapier kein unlösbares Problem,,,

          Ich weiß, dass es hier nicht hingehört eigentlich aber in die "gebe kostenlos in gute Hände ab" Sparte will ich nicht schreiben, da die Tiere ja vielleicht Seuchenschleudern sind. Aber sollte jemand jedoch Interesse an den 2,1 T s sexlineatus (keine Rachitis, recht guter Zustand) haben, bekommt er sie gerne umsonst, da ich meine Kapazitäten irgendwie leicht erschöpft finde... Fahre auch gerne einige Kilometer, schreibt mir einfach ne PN...
          (Bitte keine Verwarnung deswegen...)
          Naja nächsten Donnerstag meine letzte Klausur dieses Jahr, dann kann ich mich den kleinen voll und ganz widmen...

          Würde mich über weitere Beiträge und Anregungen echt freuen

          mfg
          abuzer

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          • #6
            Hallo,

            Die Lage der Tiere ist unverändert, der Ernährungszustand jedoch schon um einiges besser, anscheinend sind die enorm Regenariotnsfähig.

            Ich hätte noch eine Frage, und zwar habe ich nun bei einem Tier bei näherer Betrachtung Milben festgestellt. Jene habe ich bis jetzt sowohl bei Schlangen als auch größeren Echsen immer mit der Lebertranssalbe Unguental mir mehrmaliger Anwendung im Abstand einiger Tage behandelt.
            Ist bei Tieren dieser "Größe" eine derartige Behandlung zuträglich und erfolgsversprechend?

            Oder sollte ich mir lieber diese Insektenstrips anschaffen?

            würde mich über Erfahrungswerte freuen, ansonsten muss ich einfach selbst versuchen.

            mfg
            abuzer

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            • #7
              Hallo,

              Lagebericht:
              Rachitis Weibchen Nummer zwei habe ich ebenfalls erlöst.
              1,1 T s sexlineatus haben einen anderen und neuen Besitzer.
              1,0 T s sexlineatus wurde mit einer frisch vom Tierheim bekommenen Lampropeltis getula splendida vergessellschaftet
              3 Eier sehen erfolgsversprechend aus, der Rest wurde entsorgt.

              1,1 T s occelatus erfreuen sich bester Gesundheit, die Milben werden mit Olivenöl behandelt, und die Tiere sitzen jetzt in einem Exo Terra Terrarium 30x30x40 bis sie die Mistdinger los sind.
              Die Kotprobe war (dank meiner Panacur Prophylaxe?) negativ.
              und wenn alles gut geht bekommen sie Anfang Januar ein schönes 60x40x60 Becken.
              Mittlerweile nehmen die Tiere auch Grillen, hat zwar drei oder vier Tage "Hunger" gebraucht, aber jetzt fühl ich mich schon wohler.

              mfg
              abuzer

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              • #8
                Schade um die Todesfälle, ansonsten aber cool, wie du dich auch um von vielen als wertlos angesehene Tiere kümmerst. Kleine Anmerkung: 60x40x60 empfinde ich persönlich als zu klein. Wir halten 1,1 auf 80x40x60 und selbst das könnte noch eine gute Ecke größer sein. Wie bist du das eine Paar eigentlich los geworden? Vor meiner Nase hüpfen noch zwei Nachzuchten rum, die auch gerne einen neuen Besitzer hätten.

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                • #9
                  Hallo,

                  @shad
                  Kümmern geht schon, ich bekomme allerdings auch manchmal Tiere aus derart schlechter Haltung, bzw so Kranke Tiere, dass ich mir eine Behandlung nicht leisten kann.... Das einzige was ich beim Tierarzt i.d.R mache sind Kotproben und Abstriche, da ich jetzt nicht der Idealist bin, der ein Wasseragamen Weibchen aufgrund von Legenot operieren lässt, oder noch irgendwie versucht eine Schlange mit furchtbarer Maulfäule oder irgendwelchen Abszessen gesund zu pflegen. Solche Tiere lasse ich meist nicht lange am Leben, da ich es irgendwie nicht einsehe mein Studenten"gehalt" für die Fehler anderer Leute auszugeben... Naja jetzt bin ich dann bald in Fürth und das Tierheim Neumarkt stellt mir nix mehr vor die Tür Die Kosten für meine Stammbecken im Bezug auf Futter und Strom reichen alleine schon wenn ich mal Chef von Siemens bin richt ich mir mein eigenes Reptilien"tierheim" ein aber die Takydromus waren jetzt hoffentlich die letzten 10€ Tiere für dieses Jahr und diesen Lebensabschnitt. :ups:
                  Man muss sich vorstellen, dass das Tierheim anfangs noch dachte ich müsste gesund gepflegte Kornnatter "in gute Hände gegen Schutzgebühr" abgeben, wobei das Tierheim natürlich die Schutzgebührt wollte... War echt ne ziemliche Sauerei zu anfangs, aber wer bekommt in Bayern schon mal ne junge Tigerphyton ohne 1000Auflagen und Haltungsgenehmigung einfach so????

                  Abgenommen hat mir die Tiere ein Bekannter, dem die Tiere verständlicherweise sofort gefallen haben. Sie absolvieren jetzt bei ihm die restliche Quarantäne, und kommen dann in sein Wohnzimmerschaubecken, wo sie auf etwa 150cm Länge und ca 80/100(??) Höhe, wo sie mit 1,1 Anolis sagrei und einigen Lepidodactylus lugubris vergessellschaftet werden... :ups: Gäbe sicherlich schönere Lösungen, aber ich habe einfach keinen Platz die Tiere zu hältern.
                  Ist wirklich schade, dass sie so wenig geschätzt werden, obwohl sie ja wirklich sehr hübsch, aufregend und ja; eigentlich alle Eigenschaften besitzen die ein gutes Terrarientier hat.

                  Die Terrariengröße von 60x40x60 ist leider das absolute Maximum, weil meine liebe Frau sonst einen Tobsuchtsanfall sondergleichen bekommt. Wir ziehen Anfang Februar um nach Fürth in eine 1-Zimmer Wohnung, weswegen ich ohnehin einiges an Schlangen meinem Vater überlassen habe(besser musste, wegen stark ausgeprägter Dominanz des 0,1) bzw. versilbert (oder besser "verkupfer"). Ich hab bereits fast jeden Abend den Grundrissplan vor mir und versuche möglichst alle meine Becken, den Futterschrank etc da unterzubringen... achja und Bett und Möbel muss man ja auch somehow da reinstopfen.... irgendwie mission impossible, und ich musste mich aufgrund angedrohter Annulierung der Lebensgemeinschaft und starken Drohgebärden auch noch auf eine Wand der 23 m² Wohnung beschränken.
                  Lange Rede, kurzer Sinn, mehr ist nicht drin... leider
                  Sollte die Tiere allerdings irgendjemand haben wollen, dann bekommt er sie gerne wenn er ausreichend Fachkenntnisse nachweisen kann.

                  mfg
                  abuzer

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                  • #10
                    Ich finde dein Engagement für kranke Tiere wirklich klasse!!!

                    Naja deine PLatzprobleme kann ich nachvollziehen, meine Reptilien leben mit meiner Feundin und mir in einer 36 m² Wohnung (1-Zimmer), es sind nur 13 Terrarien und ne Mäusezucht..... ach ich studiere auch, allerdings Landwirtschaft, da kannste dir ausmachen wie meine Mittel aussehen.
                    Also lass den Kopf nicht hängen und kämpfe, denn "wer kämpf kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren"

                    Dann wünsch ich dir noch schöne Weihnacht und einen guten Rutsch!!!

                    Gruß
                    Christian

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                    • #11
                      Hallo,

                      ich wollte lediglich mitteilen, dass die Behandlung der Takydromus s sexlineatus mit Olivenöl zur Milbenbekämpfung guten Erfolg zeigt.
                      Leider hab ich jetzt trotz aller Pingeligkeit bei meinen Elaphe dione jetzt auch Milben :wall: :wall:

                      Naja, auf jeden Fall sehr schöne Tiere, als Pfleglinge nur zu empfehlen, da erstaunlich Regenerationsfähig und robust.

                      mfg
                      abuzer

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                      • #12
                        Wenn es dir ein Trost, hab heut morgen mein Männchen tot im Becken liegen sehn :wall:
                        Das Schlimme ist, ich habe keine Ahnung woran es liegen kann, bis gestern war er ganz mobil und hat gefressen und jetzt das... ich könnt heulen!!!!

                        Gruß
                        christian

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