Die überschrift sagt ja schon aus was ich wissen will...
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Kotuntersuchung... wozu?
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Re: Kotuntersuchung... wozu?
Meinst Du die Frage ernst?
Wenn man Neuzugänge hat, sollte man sie erstmal ein paar Wochen getrennt von den übrigen Tieren halten und zu verschiedenen Zeitpunkten Kotproben untersuchen lassen, um festzustellen, ob die Tiere z.B. irgendwelche Parasiten haben. Haben sie nach mehrmaligem Untersuchen keinen Befall, kannst Du sie zu den übrigen Tieren setzen. Haben sie irgendwelche Parasiten, ist es wichtig, dass Du sie getrennt von den anderen in Quarantäne hältst, damit die Viecher nicht auf die anderen übertragen werden. Das heißt z.B. auch, dass Du nicht mit den selben Pinzetten, Lappen oder was Du sonst so benutzt in mehreren Becken hantieren solltest oder sie zumindest vorher gründlich reinigst / desinfizierst, um keine Krankheiten einzuschleppen. Gerade Tieren von Messen oder Zooläden kommen schon oft krank zu Hause an...
Aber es ist auch später angmessen mindestens einmal im Jahr eine Kotprobe untersuchen zu lassen, prophylaktisch...
Ich mag Dir aber noch einen kleinen Tip mitgeben: falls Du diese Frage ernst gemeint hast, habe ich den Eindruck, Du bist nicht sehr gut informiert. Speziell zum Thema Krankheiten kann ich Dir von Günther Köhler "Krankheiten der Amphibien und Reptilien" empfehlen. Ansonsten gibt es wahrscheinlich auch speziell zu den Tieren die Du halten möchtest oder schon hältst eine Menge Literatur. Ich bin auch noch nicht so lange dabei und habe auch immer eine Menge Fragen, die vielleicht etwas "laienhaft" sind, aber ich denke, man sollte schon möglichst viel selbst zu seinem Tier lesen!
Gruß
SJ
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Re: Kotuntersuchung... wozu?
Eine häufige Vorgehensweise: die vermeintlich gesunden Reptilien kommen in ein gut eingerichtetes, reich bepflanztes Terrarium. Nach wenigen Wochen machen sich erste Krankheitsanzeichen bemerkbar, wie zunehmende Apathie, Nahrungsverweigerung und Durchfall.
I.d.R. wird dann in Erwägung gezogen, vielleicht doch mal eine Kotprobe untersuchen zu lassen.
Ergebnis: (soll hier nur ein Beispiel sein) hochgradiger Befall mit Oxyuris sp. und Kokzidien der Gattung Isospora.
Die Tiere werden dann mit entsprechenden Medikamenten (Antiparasitika) behandelt. In der Zeit müssen sie in einem anderen Terrarium, welches einfach eingerichtet ist und täglich gereinigt wird, untergebracht werden.
Das eigentliche Terrarium muß, da sich darin ja noch schön verteilt die Wurmeier und Kokzidien- Oozysten befinden, komplett ausgeräumt und ebenfalls gereinigt und desinfiziert werden. Die Pflanzen kann man i.d.R. verschenken (möglichst an jemanden, der keine Reptilien hält), der Bodengrund muß aufwendig gereinigt, oder besser gleich entsorgt werden. Und die teure Terrarienrückwand muß, weil sie kleine Winkel und Poren aufweist und sich auch nicht im Backofen auf 200°C erhitzen läßt, auch entsorgt werden.
Zu den Tierarztkosten kommen dann auch noch die Kosten für eine neue Terrarieneinrichtung und ´ne Menge Stress und Ärger hinzu.
Das ist einer der Gründe, weshalb es relativ sinnvoll ist Neuzugänge zunächst in Quarantäneterrarien unterzubringen und während dieser Quarantänezeit (mind. 6- 8 Wochen) 2 Kotproben im Abstand von 5- 6 Wochen parasitologisch untersuchen zu lassen.
Gruß
[Edited by Marc-N. on 12-08-2003 at 21:36 GMT]
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Re: Kotuntersuchung... wozu?
Ja, diese Untersuchungen können vom Tierarzt gemacht werden. Oder man kann sie auch an verschiedene Institute einschicken. Z.B. Exomed ist ein solches Institut: (http://www.exomed.de/! So sehr teuer ist ist das nicht, Exomed nimmt für die endoparasitologische Untersuchung knapp 13 Euro, bei meinem Tierarzt sind es so um die 15 Euro. Ein Freund von mir bezahlt immer rund 8 Euro (auch beim Tierarzt).
Gruß
SJ
[Edited by Seefahrer Jenny on 13-08-2003 at 09:53 GMT]
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