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Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

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  • Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

    Bei zahlreichen Geckozüchtern gab es in den letzten drei (? evtl. schon früher) Jahren immer wieder Zuchteinbrüche durch Infektionskrankheiten. Auch von Großhändlern habe ich gehört, daß dort immer wieder Nachzuchten in Mengen dahingerafft wurden.
    Nachdem ich dieses Jahr eine Leopardgecko NZ aus USA importiert habe, wurde auch ich Opfer der mysteriösen Erkrankung. Eine Kotprobe bei dem Tier blieb übrigens negativ.
    Nachdem bei mir jetzt mehr als zehn Zuchttiere in kurzer Zeit gestorben sind, wurde auch bei mir das Problem aktuell. Zahlreiche kostspielige UNtersuchungen (Kotuntersuchungen waren alle negativ!) waren nötig um dem Bösewicht einen Namen zu geben: Bei meinen Tieren handelte es sich um einen wohl resistenten Trichomonadenbefall, der medikamentös nicht in den Griff zu bekommen war.
    Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Leopardgeckopfleger sich ebenfalls outen würde, da ich gerne wüßte, was dort für Diagnosen festgestellt wurden und ob eine Therapie möglich war. Hinter der Hand höre ich immer wieder von Züchtern, die das selbe Problem hatten oder haben. Nur scheinbar will niemand laut darüber reden um den eigenen Verkauf der Leopardgeckonachzuchten nicht zu gefährden. Ich hatte dieses Jahr ca. 50 Jungtiere, die ich alle sreng getrennt von den adulten aufgezogen habe. Diese hatten alle keine Probleme!
    Also raus mit der Sprache: Was waren bei Euch die Probleme?
    Herzliche Grüße,
    Karsten

  • #2
    Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

    Hallo,
    beschreib doch bitte mal wie die Symptome der Krankheit ausgesehen haben.

    Gruß
    Anni

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    • #3
      Re: Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

      Es war recht "klassisch". Sie sind immer dünner geworden, bis auch der Schwanz nur noch aus Wirbelkörpern und Haut bestand. Interessant war, daß etliche ihre eigene Häutung als Balg wieder herausgewürgt haben. Meistens sind sie eine Woche nach diesen Vorfällen eingangen.
      Weder das Medikament noch Bioserin halfen. Ich habe einige Tiere dauerhaft bei hohen Temperaturen gehalten, bei anderen habe ich den normalen Rhythmus beibehalten. Alles ohne Erfolg.
      Gruß,
      Karsten

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      • #4
        Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

        Ist immer das gleiche Medikament gegeben worden und weißt du noch welches das war?
        Mich würde auch interessieren, ob du ordentliche Sektionen an einem entsprechenden Institut hast vornehmen lassen und wenn ja, welche inneren Veränderungen dabei zu erkennen waren (wenn ausschließlich wenige Tage alte Geckos untersucht wurden, sicherlich schwierig).
        An welcher Lokalisation wurden die Trichomonaden festgestellt?

        Ich selbst habe zwar schon von diesem "Massensterben" aus dritter Hand gehört, habe aber selber keine Ausfälle; bin aber auch nur ein "Wenig-Gecko" Halter.

        LG
        Andrea



        [Edited by jaeggy on 27-08-2003 at 11:05 GMT]

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        • #5
          Re: Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

          jaeggy wrote:
          Ist immer das gleiche Medikament gegeben worden und weißt du noch welches das war?
          Mich würde auch interessieren, ob du ordentliche Sektionen an einem entsprechenden Institut hast vornehmen lassen und wenn ja, welche inneren Veränderungen dabei zu erkennen waren (wenn ausschließlich wenige Tage alte Geckos untersucht wurden, sicherlich schwierig).
          An welcher Lokalisation wurden die Trichomonaden festgestellt?

          Ich selbst habe zwar schon von diesem "Massensterben" aus dritter Hand gehört, habe aber selber keine Ausfälle; bin aber auch nur ein "Wenig-Gecko" Halter.

          LG
          Andrea



          [Edited by jaeggy on 27-08-2003 at 11:05 GMT]
          Hallo Andrea,

          bei mir sínd keine Jungtiere gestorben sondern nur Geckos, die mindestens subadult waren. Die Geckos und der Kot wurden in einem mikrobiologischen und parasitologischen Institut untersucht Die anaeroben und Gram positiven Trichomonaden befanden sich im Verdauungssytem. Behandelt wurde mit Metronidazol per oraler Gabe.
          Gruß,
          Karsten

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          • #6
            Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

            Mir sind vor kurzem auch 4 Jungtiere(Zuchttiere) gestorben,allerdings an Cryptosporidium sp.was aber auch fast garnicht(nur in Einzelfällen) zu bekämpfen ist.
            Das Institut hatte mir nur noch Bioserin empfohlen,was aber ja bekanntlich keinen Wirkstoff hat und somit nur noch als letzter Versuch und nicht dumm dastehen des Institutes war.
            Cryptosporidium sp. wird von mir auch nicht mehr behandelt,da es scheinbar keine Medizin gibt,die bei allen oder wenigstens der hälfte der erkrankten Tiere wirken würde.

            Das Krankheitsbild ist aber das gleiche,obwohl es extreme Zeitunterschiede zwischen den verstorbenen Tieren gibt.(2Wochen-2Monate)

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            • #7
              Re: Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

              Cryptosporidium? Hoppla, das würde die Sache noch einmal interessanter machen. Wurden sie bis zur Art bestimmt? Einige Cryptosporidien können auch dem immungeschwächten Menschen zusetzen (ein Bericht unter: http://www.anapsid.org/cryptosporidium.html ).
              Auch einige US-Züchter verraten nur über Umwege, daß auch bei ihnen zahlreiche Tiere gestorben sind. Sollte ein Erreger dahinter stecken, der auch für Menschen gefährlich sein kann,...immerhin werden Leopardgeckos ja auch als Anfängertiere für Kinder empfohlen.
              Mal sehen, was noch so herauskommt!
              Gruß,
              Karsten

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              • #8
                Re: Re: Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

                Grießhammer,Karsten wrote:
                Cryptosporidium? Hoppla, das würde die Sache noch einmal interessanter machen. Wurden sie bis zur Art bestimmt? Einige Cryptosporidien können auch dem immungeschwächten Menschen zusetzen (ein Bericht unter: http://www.anapsid.org/cryptosporidium.html ).
                Auch einige US-Züchter verraten nur über Umwege, daß auch bei ihnen zahlreiche Tiere gestorben sind. Sollte ein Erreger dahinter stecken, der auch für Menschen gefährlich sein kann,...immerhin werden Leopardgeckos ja auch als Anfängertiere für Kinder empfohlen.
                Mal sehen, was noch so herauskommt!
                Gruß,
                Karsten
                Hallo Karsten

                Ich kann zwar nichts über Leopardgeckos berichten, trotzdem verfolge ich das Thema hier. Cryptosporidien sollten doch eigentlich mit einer Kotprobe entdeckt werden, vielleicht halt nicht bei jeder. Eine Bestimmung bis auf die Art wäre wohl eher ungewöhnlich. Gemäss folgenden Seiten sind diese Parasiten in der Regel sehr wirtsspezifisch:

                Endoparasiten
                Coccidia of the World

                Ich zweifle, ob das Risiko für Menschen so gross sein kann. Die Gefahr ginge eher vom Menschen aus, der sie in verschiedene Terrarien verschleppen kann...

                Gruss
                David Keller

                Kommentar


                • #9
                  Re: Re: Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen

                  Grießhammer,Karsten wrote:
                  Die Geckos und der Kot wurden in einem mikrobiologischen und parasitologischen Institut untersucht Die anaeroben und Gram positiven Trichomonaden befanden sich im Verdauungssytem. Behandelt wurde mit Metronidazol per oraler Gabe.
                  Moment!
                  Trichomonaden sind Geißeltierchen (Flagellaten). Diese können richtigerweise mit Metronidazol behandelt werden. Aber die Begriffe "anaerob" (unter Luftabschluß sich vermehrend) und "gram-positiv" (bei Gramfärbung sich in eine bestimmte Farbe zu färben) werden normalerweise für Bakterien benutzt. War vielleicht noch ein bakterieller Befund vorhanden?

                  Cryptosporidien (Protozoen) benötigen eine besondere Untersuchung in den Instituten, und werden in normalen Kotproben nicht routinemäßig mituntersucht.

                  LG
                  Andrea

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                  • #10
                    Re: Re: Re: Re: Mysteriöse Leopardgeckoerkrankungen


                    Autsch. Und dabei lerne ich gerade Mikrobio,...Du hast natürlich recht. Metronidazol wirkt Auch bei Gram-postiven, anaeroben Bakterien,...
                    Manchmal frage ich mich wo ich meinen Kopf habe! Danke für die Richtigstellung.
                    Hat sonst noch jemand Infos über das große Leopardgeckosterben?
                    Gruß,
                    Karsten

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