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Sorge um Erstickung bei Zwangernährung

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  • Sorge um Erstickung bei Zwangernährung

    Hallo, mein Blauzungenskink (Tiliqua gigas evanescens) ist schwer krank. Natürlich bin ich mit ihm regelmäßig in tierärztlicher Behandlung bei einem Reptilien-Fach-Tierarzt.
    Momentan kann das Tier nicht selbstständig fressen und trinken, droht aber zu vertrocknen.
    Nun gebe ich ihm regelmäßig Wasser mit einer kleinen Spritze ins Maul. Dazu versuche ich ihm "Herbi-Care" zu geben und probiere es mit Babybrei.
    Allerdings fängt er häufig an zu würgen und zu niesen, wenn ich ihm Wasser oder Futter verabreiche.
    Nun zu der Frage:

    Wo genau liegt die Luftröhre bei Echsen bzw bei Blauzungenskinken? Besteht die Gefahr, dass das Wasser oder der Brei in die Luftröhre gelangt und das Tier erstickt?

    Im Blauzungenskink-Buch ist keine Aufzeichnung, in der man die Anatomie in der Hinsicht sehen kann und auch im Internet habe ich bisher nichts gefunden. Über Hilfe würde ich mich sehr freuen!
    Liebe Grüße, Ronja

  • #2
    Hallo Ronja,

    eine gute Frage und gleich vorweg, ich kann sie Dir so genau nicht beantworten.

    Meine Erfahrungen mit Waranen zeigen, dass eine der Größe des Tieres angepasste Sonde, bisher immer "automatisch" ihren Weg in den Magen der Tiere fand. Sie wird langsam und ohne spürbaren Widerstand eingeführt, eine feste Fixierung des Kopf-, Hals- und Brustbereichs ist aber unbedingt notwendig um Verletzungen zu vermeiden. Man sollte sich diesen Vorgang aber unbedingt von einem erfahrenen Tierarzt vorführen lassen bzw. unter dessen Auge üben. Richtig angewandt kann mit einer Sonde sicher am schnellsten und stressärmsten eine Zwangsfütterung durchgeführt werden. Die verabreichte Menge an Nahrung bzw. Flüssigkeit ist so auch am besten abzuschätzen.

    Vor vielen Jahren musste ich einen rachitischen Mauergecko zwei Wochen lang zwangsweise mit Flüssigkeit versorgen. Der Unterkiefer des Tieres war derart erweicht, dass eine orale Versorgung nicht in Frage kam. Dem Tier wurde von mir alle zwei Tage eine isotonische Lösung in den Schwanz injiziert, jedes Mal an einer anderen Stelle des Schwanzes. Dieser Prozess dürfte gerade auch aufgrund der größe des Tieres im Verhältnis zur Kanüle recht schmerzhaft gewesen sein. Nach zwei Wochen allerdings war der Kiefer soweit verhärtet, dass eine orale Versorgung möglich war. Schäden oder bleibende Wunden durch die Spritzenversorgung zeigte das Tier nicht.

    Gruß
    Dennis
    Obwohl ich die mächtige Suchfunktion benutzt, meinen nächstgelegenen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht, die veterinärmedizinische Datenbank durchsucht, mein Tier den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Reptilienhaltung gemäß untergebracht... und den Nachbarn des Schwippschwagers meiner Großtante befragt habe, ist meine Frage immer noch unbeantwortet!

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    • #3
      Hallo Dennis,
      vielen Dank für die Antwort.

      Ich habe leider keine Sonde zur Verfügung, wir haben vom Tierarzt diese 1ml Spritzen bekommen. Und je nach Tagesform wehrt sich der Skink zum Teil sehr stark, sodass die Spritzen regelmäßig zerbissen sind. Aufgrund der Wehrhaftigkeit würde ich mich ehrlich gesagt auch gar nicht trauen, eine Sonde direkt in den Hals zu schieben...
      Ich gebe die Flüssigkeit und die Nahrung also direkt ins Maul, und manchmal sitzt das Tier dann hinterher mit geöffnetem Maul im Terrarium oder er würgt sehr stark. Dann habe ich immer Angst, dass etwas in die Luftröhre gelangt ist...

      Liebe Grüße, Ronja

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      • #4
        Hallo Ronja,

        solche Sonden kannst Du beim Tierarzt in verschiedenen Größen bekommen und wie Du Dir vorstellen kannst sind Warane auch nicht gerade leicht zu händeln wenn ihnen etwas gegen den Strich geht. Die Flüssigkeitsversorgung hat auf jeden Fall Vorrang, im Zweifel auch vor einer eventuellen Medikation da vom Wasser eben alle Körperfunktionen abhängen. Gerade bei gleichzeitiger Medikation ist der Flüssigkeitsbedarf oft erhöht da viele Medikamente die Nieren belasten und darüber ausgeschieden werden müssen.

        Bei der Zwangsfütterung ohne Sonde ist es ebenfalls wichtig die Nahrung bzw. Flüssigkeit weit genug in den Rachen einzubringen um den Schluckreiz auszulösen. Das heisst, die Spritze selbst muss bis zum Übergangsbereich Maul-Rachen-Raum/Speiseröhre geschoben werden. Das einfache Hineinspritzen ins Maul geht meist schief da das Tier ja schon in erster Instanz kein Interesse an Nahrungsaufnahme hat und eben im Besonderen nicht in einer solchen Stresssituation. Das geöffnete Maul und das Würgen sind bei dieser Vorgehensweise normal wenn auch nicht erwünscht. Sie sind allerdings weniger darauf zurückzuführen, dass tatsächlich Nahrung in die Luftröhre gelangt ist, als darauf, das das Tier durch seine Weigerung zu schlucken und das gleichzeitige "Weiterhineinpumpen" von Nahrung durch den Pfleger dazu führt, dass Nahrung und Flüssigkeit in den Nasenraum gelangen.

        Ich würde Dir also empfehlen den Arzt noch einmal aufzusuchen und Dir den Umgang mit einer Sonde oder eben der Zwangsfütterung per Spritze zeigen zu lassen.

        Gruß
        Dennis
        Obwohl ich die mächtige Suchfunktion benutzt, meinen nächstgelegenen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht, die veterinärmedizinische Datenbank durchsucht, mein Tier den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Reptilienhaltung gemäß untergebracht... und den Nachbarn des Schwippschwagers meiner Großtante befragt habe, ist meine Frage immer noch unbeantwortet!

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        • #5
          Hm.. Ja die Wasserversorgung geht auf jeden Fall vor. Vor allem, weil das Tier eine schwere Niereninfektion hat, ist das der Hauptpunkt. Ich hab jetzt noch Elektrolyt-Tropfen und "Aktiv-Topfen" bestellt. Von der Firma HerbaMed. Damit kann man doch (wenn man die Dosierungsanweisungen einhält) nichts falsch machen, oder?
          Vielen Dank schon mal, immerhin weiß ich jetzt, dass mein Tier wahrscheinlich nicht erstickt...
          Liebe Grüße, Ronja

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          • #6
            Hallo,

            Ringerlösung, subkutan ?!
            Mal den Tierarzt fragen.


            Frank

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            • #7
              Zitat von Thedarkside Beitrag anzeigen
              Hallo,

              Ringerlösung, subkutan ?!
              Mal den Tierarzt fragen.


              Frank
              Hallo, tut mir leid.. War das jetzt ein Vorschlag oder eine Frage an mich? Kann mit Ringerlösung, subkutan nicht so viel anfangen. Sorry hab nicht verstanden, was Du meinst...
              LG Ronja

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              • #8
                Hallo,

                man könnte vielleicht sog. Ringerlösung auch subkutan verabreichen, das sollte,
                wenn man das noch nicht gemacht hat, von einem Tierarzt gemacht werden.
                Ist aber nur so eine Idee und vielleicht stressfreier für das Tier.

                Frank

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                • #9
                  Okay, ich werde mich da bei meinem Tierarzt nochmal erkundigen.
                  Vielen Dank!

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