Will mir ein weiteres Tier zulegen. Hab da an Wüstenkrötenechsen(Phrynosoma platyrhinos) gedacht. Sollen aber ziemlich schwierig beim Futter sein. Ameisen hab ich leider nicht immer zu Verfügung. Die Ameisensäure soll aber wichtig für ihre Gesundheit sein. Gibts da irgendeine Lösung wie ich sie gut ernähren kann? Sonst muss ich wohl auf die Haltung verzichten.
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Futter für Wüstenkrötenechsen
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Re: Futter für Wüstenkrötenechsen
Hallo,
du könntest Ameisen tiefgefrieren,die du im Sommer ausgebuddelt hast,oder dir einen eigenen Ameisen züchten oder getrocknete Ameisen kaufen.
Ich persönlich würde auf die Wüstenkrötenechsenhaltung verzichte,aber eher wegen des Blut- aus -den -Augen -schießens.
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Re: Re: Re: Futter für Wüstenkrötenechsen
Hallo,
entschuldigt bitte - aber das ist Quatsch!
Wer nicht bereit oder in der Lage ist seinen Tieren die notwendigen Bedingungen zu bieten, sollte im Interesse der Tiere auf deren Haltung verzichten!
Im übrigen fressen gerade Wüstenkrötenechsen auch fast alles andere, ungefähr bis zur Größe mittlerer Grillen, wenn es sich nur bewegt. Aber auf die Ameisen sollte trotzdem nicht verzichtet werden, zumal sie - mit gewissem Aufwand - leicht zu beschaffen sind, sich gut bevorraten lassen und "billig" sind.
Für mehr Info: www.phrynosoma.de
Viele Grüße
Harry Wölfel
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Re: Futter für Wüstenkrötenechsen
Hallo,
naja,so viele Ameisen wird man nicht tiefgefrieren können,klar,und ob sie an getrocknete rangehen weiß man vorher nie.
Warum bitte ist es Quatsch,dass sie bei Gefahr einen feinen Blutstrahl aus den Augenliedern schießen??
Soweit ich weiß,dient der Strahl der Verteidigung und wird bei Bedrohung durch Hundeartige eingesetzt.
Das habe ich zuminedstens öfter in Fachliteratur gelesen(weiß leider den Autor nicht mehr).
[[ggg]Editiert von Madainn am 29-06-2004 um 21:22 GMT[/ggg]]
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Re: Futter für Wüstenkrötenechsen
Ja,
wenn das so gefährlich ist...
mit Blut spritzen etc...
gerade jetzt hatte meine Familie endlich zur Haltung von Phrynosomas zugestimmt
wir haben nämlich jeden Sommer ein Ameisen Problem ..wir wohnen auf dem Land und haben einen Bio Garten...
bei mir müssten sie auf gar keinen Fall Tiefkühl fressen; immer frisch..
,
das ganze Jahr durch..
Harry hatte ja einen interessanten Vortrag bei der AG gehalten..
Grüsse,
Rosi
[[ggg]Editiert von Jicé am 29-06-2004 um 00:34 GMT[/ggg]]
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Re: Re: Futter für Wüstenkrötenechsen
Hallo,
stimmt, zur AG Iguana Tagung gab es dazu einen Kurzvortrag. War halt leider nur nicht lange genug bekannt, um auch entsprechend angekündigt zu werden.
Aber, um es noch einmal auf den Punkt zu bringen:
Krötenechsen ernähren sich in der Natur zumindest zu einem großen Teil von lebenden Ameisen. Einige haben ein ausgeprägtes "Ameisengebiss" entwickelt und tun sich oft schwer größere Brocken zu packen. Ob es tatsächlich die Ameisensäure ist die evtl. zur Verdauung benötigt wird scheint mir noch nicht ausreichend belegt zu sein.
Die einzige Phrynosoma-Art die sich scheinbar auch über einen längeren Zeitraum (Jahre) ohne Zufütterung von Ameisen gesund (?) am Leben halten und nachzüchten läßt ist Phrynosoma asio, die Riesenkrötenechse. Aber auch sie nimmt sehr gerne große Mengen an Ameisen auf.
Ich sehe keinen Grund auf die Ameisen als Basisfutter zu verzichten!
Interessanterweis gibt es auch einzelne Berichte wonach Phrynosoma platyrhinos Beeren eines kleinen Wüstenstrauchs gefressen hat - aber es sind keine Pflanzenfresser!
Das Blutspritzen ist tatsächlich eine Abwehrreaktion über die wohl alle Phrynosoma-Arten verfügen, auch wenn es erst von einigen Arten dokumentiert ist. Einige Autoren z.B. BAUR und auch SHAW schreiben, dass es sich besonders durch hundeartige Tiere provozieren läßt. Der Vorgang läßt sich angeblich bis zu viermal wiederholen. Bei diesen Tieren scheint es durch das Blut zu allergischen Reaktionen kommen zu können. Beim Menschen ist mir bislang keine Reaktion bekannt; ich selbst habe es zweimal erlebt, als ich Phrynosoma orbiculare noch vor dem Einschalten der Beleuchtung zum Zwecke einer Terrarienausstellung aus dem Becken fing und dabei die Tiere wohl erschreckte (ok, vielleicht hätte ich mir doch die Haare kämmen sollen ;-)). Dabei war dannaber auch nur ein hauchfeiner "Blutstrahl" und einige kleine Sprizter quer über meinem weißes T-Shirt zu erkennen.
Übrigens sollten solche Beobachtungen ausschließlich zufällig gemacht werden, ansonsten sind Versuche wie z.B. mit Hunden nur zu wissenschaftlichen Zwecken zu akzeptieren - alles andere ist Tierquälerei!
Krötenechsen sind faszinierende Tiere, die aber sicher nicht zu den einfachsten Pfleglingen gehören.
Viele Grüße
Harry Wölfel
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