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...wovon dringend abgeraten werden muss, da dieses Substrat für Chamäleons völlig ungeeignet ist.
Bei einer versehentlichen Aufnahme, kann es zu einem Darmverschluss kommen, der nicht selten tödlich endet.
Aber das wurde hier ja alles schon 1000 mal diskutiert...
wie oft hast Du in Deiner Praxis "Darmverschluss durch Rindenmulch" mit Todesfolge gehabt?
Ich selbst habe in fast 20jähriger Chamaeleonhaltung keinerlei negative Erfahrung mit Rindenmulch im Terrarium gehabt. Ich mische 1/3 Blähton und ca. 2/3 Rindenmulch als Bodengrund. Diese Mischung ist bei mir in jedem Terrarium, es sei denn, gravide Weibchen sollen zur Eiablage kommen. In diesem Falle habe ich kein Rindenmulch im Terrarium.
Meine Erfahrungen beziehen sich auf die Haltung von:
Ich hab´s nicht gezählt. Mit meiner Zeit bei Dr. Keil dazugerechnet aber so schätzungsweise 20 - 30 Fälle bei Chamäleons, Agamen und verschiedenen Leguanarten. Mit Todesfolge... hmmm... ca. 5 Fälle.
Aber das reicht mir aus, um es als ungeeignetes Substrat zu bezeichnen.
Wird halt beim Zungenschuss bisweilen mit verschluckt und dann kann´s Probleme geben. Die meisten Tiere können zwar erfolgreich behandelt werden (einige durch operarive Entfernung des Fremdkörpers) aber das ein oder andere Tier bleibt bei solchen Zwischenfällen auf der Strecke.
Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, daß das Verschlucken wahrscheinlich in vielen Fällen folgenlos bleibt und der Tierbesitzer nichts davon mitbekommt, aber es gibt sie eben, diese Fälle.
Meine Perspektive ist da eine etwas andere, als die eines Halters. Ich habe dann mit den Folgen zu tun, weil die betreffenden Patienten bei mir, da ich ja tierärztlich tätig bin, anlanden.
EDIT:
ich habe allerbeste Erfahrungen mit Walderde (evtl. mit etwas Spielsand vermischt) + Drainageschicht (Tonkugeln) gemacht.
Die entstandene Bodenflora gewährleistet eine gute Terrarienhygiene , was sich auch olfaktorisch bemerkbar macht. Die Terrarien riechen regelrecht "nach Wald".
Das ganze führe ich an einem in meiner Praxis befindlichen Beispielterrarium, in dem ich momentan eine K. tavetana NZ halte, auch gerne meinen Kunden vor.
ich habe deshalb so detailliert nachgefragt, da ich
1. selbst noch keine negativen Erfahrungen gemacht habe
2. ich während meiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der Uni Hohenheim, Fachbereich Parasitologie in den Jahren 1985- 1995 bei der Sektion von mehreren hundert Reptilien diese Todesursache bei Chamaeleons nie feststellen konnte. (Bei Agamen, Schlangen und anderen Echsen habe ich das auch in seltenen Fällen diagnostiziert)-
Beobachtungen an meinen Chamaeleons zeigen, dass ggf. mit der Beute aufgenommene Rinde wieder ausgespuckt wird.
Wo genau kriegt man diesen Blähton her???Sorry wenn ich vielleicht so blöd frag aber hab das noch nie gehört.Und ich wollte am Montag mein Chamäleon abholen.
Diese Frage stelle ich stellvetretend für gwen_87 (meine Freundin), die derzeit keinen Internetanschluss hat:
Sie hat mittlerweile ihr Chamäleon. Heute zeigt dies eine Verhaltensweise, die sie bisher nicht beobachten konnte und jetzt entsprechend schwer einordnen kann. Ihr Chamäleon hat langanhaltend das Maul weit geöffnet, ist aber sonst munter und frisst. Die Temperatur im Schattenbereich des Terrariums liegt bei 21 Grad. Vielleicht habt ihr ja einen Hinweis, worum es sich handeln könnte.
Danke!
Zuletzt geändert von Gwen_87; 02.03.2009, 18:19.
Grund: Wichtige Ergänzung
Es könnte auf natürliche "Temperaturregulierung" zurückzuführen sein. Es versucht wahrscheinlich nur die Hitze (sitzt es da vielleicht gerade am Sonnenplatz ?" ) etwas auszugleichen. Es ist aber auch immmer schwierig sowas im Internet abzuklären, dann auch noch über dritte...--> das soll jetzt nicht böse gemeint sein. Beobachten, im Zweifelsfall zum Tierarzt
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