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Oustaleti, so müde und kein Hunger?

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  • Oustaleti, so müde und kein Hunger?

    Hi,

    nachdem ich am Samstag ein Pärchen Furcifer Oustaleti durch halb Deutschland chauffiert habe, und sie jetzt fast nur schlafen und nichts fressen, mache ich mir doch ernsthaft Gedanken.

    Also, mal von vorne:

    1,1 Furcifer Oustaleti, 1,5 und 1 Jahr alt, WF seit Mai in D, beim Vorbesitzer (leider derzeit nicht erreichbar) ohne Probleme. Terrarium 120x60x140 (BxTxH), oben und vorne Gaze, mit 3 Efeututen in verschiedenen Größen, diverse Äste, 1x HQI 75W, 1x Spot 60W und ein Brunnen. Das zusammen bringt 22-35 Grad (unten bis oben) mit 50-80% (Tag-Nacht) Luftfeuchtigkeit.

    Nun sind die Tiere noch nicht lange da und müssen sich eingewöhnen, aber sie fressen nicht (Zophobas, Steppengrillen), schlafen viel (Montag fast komplett, Dienstag die Hälfte verpennt) und trinken habe ich sie auch noch nicht sehen.

    Muss ich mir da schon Gedanken machen oder sind die einfach von der Fahrt noch fertig und das mit dem Futter ist Eingewöhnung? Trinken seh ich mein Jemen auch selten, muss also nix zu sagen haben.

    Die zwei kommen eigentlich gut miteinander aus. Sitzen neben- oder aufeinander, schlafen zusammen. Stress konnte ich nicht ausmachen. Wenn ich ihnen was zu futtern hinhalte, schauen sie, sofern wach, recht gelangweilt hinterher.

    Wenn dann doch zum TA, bei mir in der Nähe ist Obernburg,Hanau, Seligenstadt und Biebergemünd. Kann einer der vier TA speziell empfohlen werden?

    cu
    Toranaga


    [Editiert von Toranaga am 22-10-2003 um 03:36 GMT]

  • #2
    Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

    Guten morgen Toranaga.Eben fix vor der Arbeit noch ne Andwort schreiben.
    Also mit dem trinken finde ich nicht so schlimm.Warte noch ein wenig.Meine trinken nicht sehr oft dafür dann aber gleich richtig.
    Was mich doch etwas stuzig macht ist das die Tiere nicht fressen wollen.Da hatte ich bei meinen Tieren nie Probleme mit.Eher im gegenteil.Die Jungs fressen regelrecht rund um sich zu.
    Ich kann auch keinen Tipp geben.Wenn es meine Tiere wären würde ich sie komplett in Ruhe lassen kein Futter anbieten.Und nach 1-2 Tagen ne Heuschrecke oder ne leckere Scharbe anbieten.Meine Jungs werden da echt immer voll aktiv wenn ich mit den Viechern ans Terra komme.
    Was ich zu dem nicht weiß wie die Lichtausbeute von der 75W HQI ist.HAbe bei mir 125W HQL drinne.Nicht das die Tiere denken das sie sich in der Abenddämmerung befinden und deswegen pennen.

    Gruß Pennywise

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    • #3
      Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

      von meinem oustaleti kann ich da nur sagen, dass er auch manchmal mit dem futter gezickt hat. nach ein paar tagen, wenn der kohldampf dann aber da war, hat er wieder zugelangt! also erst mal kein grund zu sorge...

      Kommentar


      • #4
        Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

        Das Verhalten Deiner Tiere ist ein Alarmsignal. Zwar brauchen auch oustaletis immer ein wenig Zeit zum Eingewöhnen, das sollte sich aber nicht in Müdigkeit o. ä. ausdrücken. Ein am Tag schlafendes Chamäleon ist immer ein Alarmsignal!! Normalerweise kommt so was aber nicht von heute auf morgen, sondern eher schleichend. Die Tiere müssten also beim Vorgänger auch schon etwas unfit ausgehen haben. Da es sich um Wildfänge handelt vermute ich, dass die Tiere mit Parasiten, aller Wahrscheinlichkeit nach mit Spulwürmern, Oxyuren, etc. befallen sind und vom Vorbesitzer nicht richtig oder gar nicht deparasitiziert wurden. Eventuell sind die Tiere zusätzlich stark dehydriert. Der Natur entnommene Chamäleons sind in 99 % aller Fälle immer von unterschiedlichsten Parasiten befallen, was in der Natur auch kein sonderlich großes Problem darstellt. Man spricht unter natürlichen Bedingungen von einem „Parasit-Wirt-Gleichgewicht“. Durch das Einfangen der Tiere und das Verschicken bekommen die Chamäleons Stress, was dazu führt, dass die Tiere geschwächt sind und die Parasiten hierdurch die Gelegenheit haben, sich optimal vermehren zu können. Diese Explosion von Parasiten führt, besonders bei dehydrierten Tieren, in der Regel immer zu den von Dir beschriebenen Symptomen, wie Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Falls es nicht schon zu spät ist, würde ich folgendes tun: Den Tieren sollte so schnell wie möglich, wenn nötig mit Pipette oder Spritze, oral Flüssigkeit zugeführt werden. Bei ausgewachsenen oustaletis würde ich mindestens 10 ml pro Tag vorschlagen. Das Wasser sollte mit Vitaminen, vorzugsweise Korvimin und Kalzium angereichert werden. Begleitend kann man auch Amynin geben (1ml auf 100g Tier). Das ganze machst Du erst mal eine Woche lang und schaust ob sich der Stoffwechsel und das Verhalten der Tiere etwas stabilisiert. Wenn nicht - weitermachen. Zum jetztigen Zeitpunkt mit einer Entwurmung anzufangen, wäre nicht ratsam, weil das den Tiere den Rest geben würde. Durch die Gabe von Panacur z. B würden die Parasiten im Körper der Chamäleons zwar sterben, aber: Das Aas bildet Toxine, die die Chamäleons dann über die Leber abbauen müssen. In dem von Dir beschriebenen Zustand schaffen das die Tiere nicht. In jedem Fall würde ich aber noch einen Tierarzt hinzuziehen und eventuell noch eine Kotprobe zum Untersuchen entnehmen, sofern das bei den nichtfressenden Tieren möglich ist. Ich wünsche viel Glück - das wirst Du brauchen.

        Ein kleiner Tipp noch: Wildfänge gehören nur in Hände von Leuten mit VIEL Erfahrung!!! Man sollte sich also beim Verkäufer, vor allem wenn er die Tiere schon länger sitzen hat, 100%ig sicher sein, dass er auch alles richtig gemacht hat. Das ist aber leider nur sehr selten der Fall.

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        • #5
          Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

          mondbasis schrieb:
          Das Verhalten Deiner Tiere ist ein Alarmsignal. Zwar brauchen auch oustaletis immer ein wenig Zeit zum Eingewöhnen, das sollte sich aber nicht in Müdigkeit o. ä. ausdrücken. Ein am Tag schlafendes Chamäleon ist immer ein Alarmsignal!!
          Evtl. haben sie auch nicht geschlafen, sondern nur die Augen zu, kann ich so genau nicht sagen. Dazu hätte ich sie anstubsen müssen und das hab ich mir verkniffen
          [Normalerweise kommt so was aber nicht von heute auf morgen, sondern eher schleichend. Die Tiere müssten also beim Vorgänger auch schon etwas unfit ausgehen haben.
          Da waren beide fit, der Umschwung kam erst nach dem Umzug, Samstag Abend waren sie noch, naja nicht aktiv, halt neue Umgebung, aber ich würde sagen ok.
          ...Eventuell sind die Tiere zusätzlich stark dehydriert.
          Ich habe täglich, wenn sie die Augen aufhatten, etwas Wasser per Pipette gegeben. Sonntag waren sie recht durstig, Montag und Dienstag fand ich es normal.
          ...Falls es nicht schon zu spät ist, würde ich folgendes tun: Den Tieren sollte so schnell wie möglich, wenn nötig mit Pipette oder Spritze, oral Flüssigkeit zugeführt werden. Bei ausgewachsenen oustaletis würde ich mindestens 10 ml pro Tag vorschlagen.
          Das Wasser sollte mit Vitaminen, vorzugsweise Korvimin und Kalzium angereichert werden.
          Die Menge hatte ich ungefähr gegeben, das mit dem Korvimin erst seit heute.

          Begleitend kann man auch Amynin geben (1ml auf 100g Tier).
          Woher? Apotheke?
          In jedem Fall würde ich aber noch einen Tierarzt hinzuziehen und eventuell noch eine Kotprobe zum Untersuchen entnehmen, sofern das bei den nichtfressenden Tieren möglich ist.
          Heute bekam ich endlich Heuschrecken, er hat 2 geschossen, klingt doch schon mal positiv. Bei ihr muss ich morgen mal abwarten.

          Ich hab noch ein bischen am Licht geändert. Hab noch einen Spot und 2 Neonröhren Daylight drübergesetzt, danach hatte ich auch das Futter gereicht. Evtl. war es zu dunkel oder noch zu kalt. Mal sehen was morgen ist.

          Ich wünsche viel Glück - das wirst Du brauchen.
          Vielen Dank, kann man immer brauchen

          Ein kleiner Tipp noch: Wildfänge gehören nur in Hände von Leuten mit VIEL Erfahrung!!! Man sollte sich also beim Verkäufer, vor allem wenn er die Tiere schon länger sitzen hat, 100%ig sicher sein, dass er auch alles richtig gemacht hat. Das ist aber leider nur sehr selten der Fall.
          Da denke ich schon, er züchtet recht erfolgreich schon länger Panther und Jemen. Daneben hielt er noch Melleri, Verrucosus und eben die Oustaleti. Die Anlagen sahen alle sehr gut und gepflegt aus. Denke also eher das ich hier der Fehlerproduzierende bin und das möchte ich schnellstmöglich ändern.

          cu
          Toranaga

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          • #6
            Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

            Hi Toranaga! Also die Tatsache, dass der Verkäufer Züchter ist, noch andere Arten pflegt und die Tiere in gepflegten Becken hält, ist zunächst kein Indikator dafür, dass die Tiere nicht parasitiziert sind. Man kann Wildfänge in vielen Fällen schon einen gewissen Zeitraum lang mit Parasiten halten, ohne dass irgendetwas besonderes auffällt, vor allem wenn man sie gut tränkt, mit Vitaminen versorgt und sie keinen zusätzlichen Stress bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass das Problem damit gelöst ist. Es wäre ja auch möglich, dass das Parasit-Wirt-Gleichgewicht (ich bin mir relativ sicher, dass die Tiere Parasiten haben) der Tiere durch den Transport zu Dir gekippt ist. Sicher kann ich das natürlich nicht sagen, aber es ist wahrscheinlich. Dass die Tiere geschossen haben ist sicherlich schon mal ein gutes Zeichen, aber ich würde jetzt trotzdem nicht sagen, dass alles in Ordnung ist. Wenn Chamäleons am Tag schlafen oder längere Zeit die Augen zu haben, stimmt was nicht. Ich würde dringend mal einen Tierarzt konsultieren, damit Du genau weißt, was mit den Tieren los ist. Dass das Verhalten am Licht liegt, glaube ich erst mal nicht, wäre zumindest unwahrscheinlich. Eine Kotprobe zu entnehmen wäre äußerst empfehlenswert. Amynin bekommst Du bei jedem Tierarzt.

            Übrigens: Mein Tipp, dass Wildfänge nur in Hände von Leuten mit VIEL Erfahrung gehören, war nicht nur auf den Vorbesitzer, sondern vor allem auf Dich gemünzt. Nimm mir das bitte nicht übel, aber jemand, der Wildfänge kauft, sollte eigentlich ein paar grundliegende Dinge wissen, wie z. B. wo man Amynin bekommt oder dass man den Tieren Vitamine und Kalzium geben muss usw. usw. usw. Deinem Profil konnte ich entnehmen, dass Du bisher calyptratus hältst. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass nicht nur oustaletis, sondern vor allem wildgefangene Tiere etwas ganz anderes sind, als ein Jemenchamäleon. Solltest Du also nochmals mit dem Gedanken spielen Dir Wildfänge anzuschaffen, erkundige Dich am besten vorher hier genauestens über die Pflege und die evtl. anfallende medizinische Behandlung der Tiere. Es gibt hier bestimmt einige, die was dazu sagen können. Gerüchten zur Folge wird es im kommenden Jahr ein Buch geben, welches sich u. a. sehr ausführlich mit der Gesundheitsproblematik von Wildfängen und deren Medikation beschäftigt. Wo und wann genau das erscheinen soll, weiß ich leider nicht. Solltest Du Dir aber mal vormerken.

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            • #7
              Re: Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

              mondbasis schrieb:
              ...kann Wildfänge in vielen Fällen schon einen gewissen Zeitraum lang mit Parasiten halten, ohne dass irgendetwas besonderes auffällt, vor allem wenn man sie gut tränkt, mit Vitaminen versorgt und sie keinen zusätzlichen Stress bekommen. ...Dass die Tiere geschossen haben ist sicherlich schon mal ein gutes Zeichen, aber ich würde jetzt trotzdem nicht sagen, dass alles in Ordnung ist. ... Ich würde dringend mal einen Tierarzt konsultieren, damit Du genau weißt, was mit den Tieren los ist. ...Eine Kotprobe zu entnehmen wäre äußerst empfehlenswert. Amynin bekommst Du bei jedem Tierarzt.
              Mit obigen hast du sicher recht. Inzwischen haben beide mal gekotet, gut für Untersuchungen. Tierarzt ist jetzt entweder heute abend oder morgen früh angesagt, wann er halt offen hat. Stellt sich die Frage, Tiere mitnehmen und noch mehr Stress?

              ...vor allem auf Dich gemünzt. Nimm mir das bitte nicht übel, aber jemand, der Wildfänge kauft, sollte eigentlich ein paar grundliegende Dinge wissen, wie z. B. wo man Amynin bekommt oder dass man den Tieren Vitamine und Kalzium geben muss usw. usw. usw.
              Das der wahrscheinlich Fehler auf meiner Seite liegt hab ich nicht bestritten. Ich bin davon ausgegangen, das WF die schon länger im Terrarium gehalten werden ok sind. Das mit den Vitaminen war mir schon klar, nur bin ich nicht auf die Idee gekommen sie ins Wasser zu tun, da ich sie normalerweise mit dem Futter serviere.

              Auf jeden Fall ist das Kind jetzt in den Brunnen gefallen und ich muss zusehen das Beste für die Tiere draus zu machen.

              Mir war klar, wenn ich sowas hier schreibe, werde ich an die Wand gestellt, ist mir aber egal. Jeder der mir mit den Tieren helfen kann ist willkommen, der Rest wäre nur persönliche Eitelkeit. Somit nehme ich dir garnichts übel.

              cu
              Toranaga

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              • #8
                Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

                Hallo Toranaga! Du kannst davon ausgehen, dass ich Dir hier weder an die Wand stelle, noch Dir irgendwie Deine „Fehler“ unter die Nase reiben will. Du hast völlig Recht - jetzt ist Handeln angesagt. Der einzige Fehler, den Du gemacht hast, ist Dich nicht genauestens über die Haltung von Wildfängen zu informieren, vor allem im Anfangsstadium. Man kann fast nie, auch nicht bei Nachzuchten, davon ausgehen, dass die Tiere keine Parasiten haben. Aber jeder von uns, auch ich, hat mal angefangen. Und ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor etlichen Jahren mal ähnliche Probleme hatte wie Du.

                Also: Ich würde die Tiere nicht mit zum Veterinär nehmen. Deine Beschreibungen zur Folge scheinen Tiere nicht an äußerlichen Mängeln, wie Frakturen, Abszessen o. ä. zu leiden. Dem zur Folge könnte ein Tierarzt sowieso nichts machen, bevor er den Befund der Kotprobe kennt. Am besten lässt Du die Tiere völlig in Ruhe und lässt Dich nur zum Füttern und Tränken blicken. Sollten die Parasiten sich noch nicht allzu sehr vermehrt haben, müssten die Tiere, sofern Du weiterhin gut tränkst und mit Korvimin und Kalzium weitermachst, in 2 Wochen wieder relativ fit. Dann solltest Du mit einer Deparasitizierung beginnen - sofern ich Recht behalte und die Tiere Parasiten haben. Du solltest darauf achten, dass der TA Ahnung von Reptilien hat. Irgendein Dorfdoktor kann aus eigener Erfahrung mehr falsch machen, als richtig.

                Bin zwar nur selten hier, aber Du kannst bei Fragen gerne wieder posten. Versuche dann relativ zeitnah zu antworten.

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                • #9
                  Re: Oustaleti, so müde und kein Hunger?

                  Hallo,
                  es ist sicherlich richtig, daß der Transport und auch die tierärztliche Untersuchung einem kranken Chamäleon erheblichen Stress bereitet, der sich auch durchaus negativ auf den schlechten Allgemeinzustand auswirken kann. Dennoch ist es nötig und auch für eine umfassende Diagnostik unumgänglich, daß auch ein hochgradig erkranktes Chamäleon dem Tierarzt vorgestellt wird.
                  Die Gründe, die eine solche Maßnahme rechtfertigen, werden im Folgenden aufgeführt:
                  1. Die diagnostischen Methoden beschränken sich nicht nur auf das Erkennen von äußerlich sichtbaren krankhaften Veränderungen und Parasitenstadien im Kot.
                  2. Werden von medizinischen Laien selbst äußerlich sichtbare Veränderungen oft nicht als solche erkannt.
                  3. kann trotz des erheblichen Stresses, der während der Untersuchung entsteht, die jeweilige Therapiemaßnahme, die nach einer sorgfältig gestellten Diagnose erfolgt, die enzige wirksame lebenserhaltende Maßnahme für das jeweilige Tier sein.

                  Die hier bereits vorgeschlagenen "Erste- Hilfe- Maßnahmen" sind durchaus richtig und angebracht, können und dürfen aber nicht den Besuch bei einem reptilienkundigen Tierarzt ersetzen.
                  Parasitosen sind vor allem bei Wildfängen eines der wichtigsten Themen, doch auch Infektionserkrankungen, die durch Bakterien ausgelöst werden (denen vielleicht auch durch eine Endoparasitose Vorschub geleistet wurde), sind ebenso wahrscheinlich.
                  Eine der hohen Künste in der Tiermedizin ist es ja, die möglichen Differentialdiagnosen mit zu berücksichtigen. Nicht wahr?

                  Ob eine Parasitose sofort behandelt werden muß oder man mit einer entsprechenden Therapie lieber warten sollte, hängt zum einen vom Grad des Befalls ab, zum anderen von der Frage, ob der schlechte Gesundheitszustand wirklich durch eine vorliegende Parasitose ausgelöst wurde und nicht zuletzt auch von der Art des Parasiten.
                  Die Komplikationen, die hier beschrieben wurden, können übrigens durch ein entsprechendes Dosierungsregime erfolgreich unterbunden werden. Die Toxinbildung, die durch sich zersetzende Nematoden hervorgerufen wird, spielt bei intestinalen Helminthosen eine weitaus geringere Rolle als beispielsweise bei Lungenwürmern oder bei Pentastomiden (gehören nicht zu den Helminthen). Die zu Beginn einer Entwurmung in einigen Fällen nötige geringere Anfangsdosis verhindert auch bei einem Massenbefall die Anschoppung von toten und gelähmten Wurmstadien im Darmlumem, die nicht selten zu einer Obstipation führt, was wiederum die vermehrte Bildung von Toxinen und deren Aufnahme durch die Darmwand in ´s Blut fördert.
                  Übrigens: die Gabe von Vitaminpräparaten erfolgt nach dem jeweiligen Körpergewicht des Tieres, sie darf keines Falls nach dem Motto: "viel hilft viel" erfolgen. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Amynin, dessen Gabe beispielsweise bei einer vorliegenden Nierenerkrankung (könnte u.a. auch durch eine Endoparasitose hervorgerufen sein) kontraindiziert ist.
                  Gruß

                  [Editiert von Marc-N. am 26-10-2003 um 00:05 GMT]

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                  • #10
                    Oustaleti, nicht mehr müde und ganz viel Hunger!

                    Vorab: Sie sind beide wieder fit.

                    Um das Thema auch für andere, die möglichst schnell Antworten suche, mal abzuschliessen, hier ein Resume über das ganze.

                    Nachdem ich von vielen Tipps und Hinweise bekommen habe, wie zu verfahren sei, wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

                    TA (bei der DGHT gelistet): Der bestand darauf die Tiere zusehen, aber: Kein Befund

                    Kotuntersuchung: 3 mal, allerdings beim Orts TA, wieder kein Befund

                    Tja, was war es denn nun werdet ihr fragen:

                    1. Es war eine 75W HQI ohne Schutzscheibe, nachdem die weg war, waren die Tiere innerhalb von 2 Tagen wieder einigermaßen fit. Ich hab es noch nicht mit einer neuen inkl. Schutzscheibe versucht, mal sehen was da rauskommt, ich trau mich momentan nicht.

                    2. Das Pärchen, was sich Monate in einem Terrarium vertragen hat, fing, nachdem beide wieder einigermaßen fit waren, an zu stressen. Logischerweise wurden sie getrennt. Nun sind beide wieder richtig fit, fressen gut, haben evtl. vom hochpeppeln sogar zuviel auf den Rippen. Jetzt muss ich den beiden nur erklären was ein Wassertropf bzw. ein Brunnen ist und alle sind glücklich.

                    Was hab ich daraus gelernt?

                    Immer zuerst die Technik checken, ob diese der allgemeinen und nicht der speziellen Meinung gerecht wird (Manche sagen, ohne Schutzscheibe wäre gut). Der TA wird eh danach fragen, kostet kaum Zeit und dann kann man mit einem guten Gewissen und aktuellen Daten darauf Antworten. Evtl. ist bei längerer Haltung irgendwas wesentliches ausgefallen, man hat es aber nicht bemerkt.

                    Auf jeden Fall nochmal einen großen Dank an alle, die hier geschrieben haben und meine Zweien helfen wollten bzw. geholfen haben.

                    cu
                    Toranaga

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