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Vergesellschaftung Phelsuma Grandis

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  • Vergesellschaftung Phelsuma Grandis

    Hallo Zusammen,

    ich habe einen Phelsuma Grandis (1.0., geschlüpft im Januar 2008). Ich wollte mich nun über das Vergesellschaften informieren.

    Da ich immer wieder lesen musste, dass es oft vorkommt, dass sich Männchen und eventuelles Weibchen nicht vertragen, überlege ich im Moment ihn mit einer anderen Geckoart zu vergesellschaften (evtl. Uroplatus).

    Ich wollte nun fragen, ob da die Erfolgsaussichten besser sind als bei der gleichartigen Vergesellschaftung und wann der beste Zeitpunkt dafür ist.

    Leider habe ich aus Platzgründen keine Möglichkeiten auf längere Zeit (die Zeit der Karantäne mal ausgenommen) ein zweites Terrarium aufzubauen und möchte auch ungern ein Tier kaufen um es dann später wieder abgeben zu müssen, weil die zwei sich nicht vertragen. Den Stress fände ich für das Tier nicht gut und ich persönlich würde da dann auch drunter leiden. Daher möchte ich dieses Risiko so weit wie es geht minimieren, wobei mir klar ist, das es keine Garantie für ein friedliches Zusammenleben gibt (ist bei uns Menschen ja auch nicht anders). Ich will, wie gesagt, nur das Risiko von territorialen Kämpfen und Stress für die Tiere so gering wie möglich halten.
    Bitte gebt mir doch ein paar Tipps, auch darüber, was ich alles bei einer Vergesellschaftung zu beachten habe (z.B. Zeitpunkt, Alter der Tiere, Geschlechter bei verschiedenen Arten).

    Liebe Grüße,
    Maren

  • #2
    Vergesellschaftung

    Um Dir eine ausreichende Antwort oder einen Ratschlag zu geben fehlen noch ein paar Fakten; wie z.B. Größe des Terrarium, Einrichtung; etc.

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    • #3
      Und auch an dieser Stelle sagt ein Foto mehr als 1000 Worte

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      • #4
        Das Terrarium ist 50 x 70 x 100. Die Einrichtung besteht aus Bambusrohren, Sansevieren, Bromelien, Efeutute, eine Ficusart als Bodendecker, 70 Watt HQI-Strahler, 70 Watt Wärmespot, Energiesparlampe mit UV-Anteil, Osram Ultravitalux (natürlich nicht dauerhaft in Betrieb), Blähtonkugeln als untere Bodenschicht, darauf Rindenmulch, Wassernapf, Schiefernplatte unter dem Wärmespot.
        Ein Photo habe ich gerade gemacht, da jetzt nur Abend ist, ist natürlich nicht die mehr die volle Beleuchtung an und das Bild ist etwas unscharf geworden. Ich kann Morgen aber unter besseren Lichtverhältnissen noch mal eins nachreichen.
        Ach ja, Luftfeuchte tagsüber um die 60 % abends über 80 %. Temperatur am Wärmespot 38 °C nach unten hin abfallend auf 22 - 26 °C.

        Das soll aber nicht heißen, dass die Einrichtung oder das Terrarium so bleiben müssen. Das würde ich dann ja jeweils anpassen können. Deswegen würde ich ja gerne wissen, ob sich z.B. Uroplatus Henkeli und Phelsuma Grandis vertragen und was die Voraussetzungen dafür sind.

        Liebe Grüße,
        Maren
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        • #5
          Ich finds von den Maßen her schon für einen P.grandis arg knapp...

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          • #6
            Na ja, ich habe die Maße aus verschiedenen Büchern rausgelesen (da wurden kleinere Maße für Paare angegeben) und habe da in Breite und Höhe noch etwas draufgelegt.
            Aber ich wollte hier auch keine Diskussion über Terrariengrößen anfangen, da es diese hier genügend gibt, sondern lediglich wissen, wie man am Besten vergesellschaftet. Ich habe ja schon geschrieben, dass das Terrarium nicht so bleiben muss.

            Ich hatte ja nur die Hoffnung, dass mein Grandis nicht für immer alleine bleiben muss. :ups:

            Liebe Grüße,
            Maren

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            • #7
              Meiner Meinung nach würde ich von einer Vergesellschaftung absehen, da das Becken meines Erachtens zu klein ist. Ich weiß, dass du darüber hier nicht diskutieren willst, aber du willst doch auch unsere Meinungen.
              Da du nicht gewillt bist dauerhaft ein Ausweichterrarium aufzustellen, sowie ein Tier abzugeben, sehe ich daher keine gute Chance und du würdest dem Grandis damit eher schaden als ihm zu helfen.

              Gruß Christian

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              • #8
                Hallo.
                Warum willst Du denn unbedingt vergesellschaften? Hast Du das Gefühl, Dein Gecko ist einsam? Nun, das ist er nicht.
                P. mad. grandis sind sehr territorial. Egal was Du einsetzt, ob andere Reptilien, Amphibien oder eine Barbie Puppe, alles wird früher oder später vertrieben. Du wirst also sowieso ein Ausweichterrarium haben müssen, denn im Notfall musst Du schnell handeln.
                Phelsumen sind primär einmal Einzelgänger, mit einer mehr oder weniger hohen Toleranzschwelle für Artgenossen (mit wenigen Ausnahmen). Bei P. mad. grandis ist die Agression besonders ausgeprägt. Auch ein zeitweilig harmonierendes Paar kann später Probleme machen, artfremde Tiere werden noch weniger geduldet. In natura begegnen sich die Tiere nur kurz und gehen dann wieder getrennte Wege (daher die Kapazität der Samenspeicherung der Weibchen; wenn kein Männchen zur Stelle ist, ist die Arterhaltung dennoch gewährleistet).

                Ein Gecko allein in einem Terrarium langweilt sich nicht (dazu braucht man ein Bewusstsein des eigenen Ichs, und Reptilien haben so etwas nicht), er hat stattdessen seinen Frieden, da niemand in sein Reich eindringt. Man kann zwar nur einen Teil des Verhaltensrepertoirs bei dem Tier beobachten, hat aber dafür keinen Ärger und keine Nachzucht, die man nicht mehr losbringt.
                Wie schon von anderen erwähnt ist Dein Terrarium selbst für ein Einzeltier eher klein. Du hast nun zwei Möglichkeiten: Dein Tier in Einzelhaltung pflegen, bis Du mehr Platz und Zeit hast (denn bei einem Paar vervielfacht sich der Pflegeaufwand), oder das Tier austauschen gegen eine kleinere und duldsamere Spezies, die sich dann aber schnell vermehren wird und dann kommt wieder das Platz- und Zeitproblem ins Spiel.

                Schönes Wochenende
                Berit

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                • #9
                  Hi
                  Phelsuma grandis ist relativ aggressiv und kann tüchtig zubeissen (geht sogar durch unsere Haut). Uroplaten haben eine sehr dünne und empfindliche Haut, da sind grössere Verletzungen vorprogrammiert. Zudem machen Uroplaten relativ schnell von der Autotomie Gebrauch, also dürfte er auch bald keinen Schwanz mehr haben. Für grosse Uroplaten (fimbriatus, henkeli, ....) ist dein Terrarium eh viel zu klein und bei vielen Arten passt das Klima nicht.
                  Dazu kommt, dass Uroplaten in der Terraristik noch recht selten sind und häufig auf WF zurückgegriffen wird. Also sollte das Ziel jedes Uroplatus-Halters die Nachzucht sein. Diese ist bei den meisten Arten aber nicht ganz einfach, schon ohne einen grünen Störefried im Terrarium. Also lass diese Vergesellschaftung einfach sein und halte Uroplaten, sofern du solche haben möchtest (und auch findest) in einem eigenen artgerechten Terrarium.
                  Im Übrigen rate ich auch sonst von einer Vergesellschaftung von Phelsuma grandis mit anderen Arten ab, es sei denn, du hast ein wirklich grosses Terrarium.

                  Gruss Dieter

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                  • #10
                    Danke Fritzli, danke Wildvet,
                    dass waren doch genau die Antworten, die ich hier hören wollte. Ich wollte ja lediglich wissen, ob ich vergesellschaften kann und davon habt ihr mir abgeraten. Da ich nur das Wohlergehen meines Grandis im Sinn habe ist es für mich vollkommen in Ordnung wenn er alleine bleibt, solange er sich so am Besten fühlt. :wub:
                    Vielen Dank für die ausführlichen Schilderungen (also keine Barbiepuppen ). Es ist gut für einen Neuling durch solche Informationen seinen Grandis besser verstehen zu lernen.

                    @Bee: Ich bin durchaus gewillt ein Ausweichterrarium aufzustellen, ich habe aber keine Möglichkeit dazu. Ich kann ja schlecht ein Terrarium mitten im Wohnzimmer aufstellen, wo von allen Seiten dran vorbeigegangen wird. Das wäre nur unnötiger Stress für das Tier. :ups:
                    Dass es ohne dauerhaftes Ausweichterrarium nicht geht, wusste ich nicht. Danke für die Information.

                    Fazit: Mein kleiner bleibt alleine und glücklich.

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                    • #11
                      Zitat von Seastar Beitrag anzeigen
                      @Bee:
                      Dass es ohne dauerhaftes Ausweichterrarium nicht geht, wusste ich nicht. Danke für die Information.
                      Es war gemeint, dass das Ausweichterrarium dann dauerhaft stehen muss, wenn du die Tiere auf Grund von Problemen trennen musst. Aber gut, dass du so einsichtig bist, es gibt auch andere:wall:

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                      • #12
                        Na ja, deswegen fragt man ja. Ich bin halt Neuling und hoffe immer von den "Experten" Ratschläge zu bekommen. Ich habe zwar vorher viel gelesen, aber weiß halt noch nicht alles. Es hätte ja auch sein können, dass man Tiere bei Stress nur kurzfristig trennen muss, damit sich die Gemüter abkühlen können. Aber Du hast schon recht, es bleibt ja die Gefahr, dass die immer wieder aufeinander losgehen. War eigentlich ´ne blöde Annahme.:wall:
                        Das eine Terrarium kann ich später noch in ein etwas größeres ändern. Aber ich bin gerade erst bei meinem Freund eingezogen und wollte ihm erstmal schonend 1 Terrarium beibringen. Dass ich 5 Terrarien viiiieeel besser wie eins finde und wir dafür eine größere Wohnung brauchen muss ich erst langsam Stück für Stück erklären.

                        Übrigens verzeihung, habe Deinen Namen falsch geschrieben (zu wenig eeees).:ups:

                        Noch ein schönes Wochenende,
                        liebe Grüße,
                        Maren

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                        • #13
                          Zitat von Seastar Beitrag anzeigen
                          Ich bin halt Neuling
                          Unter diesen Umständen solltest du dich mit Uroplaten eh noch etwas gedulden.

                          Gruss Dieter

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