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Einzelhaltung?Tierarzt?

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  • #16
    Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

    Hallo Gabi,

    wie schön, wenn die Informationen für Eva-Maria in die gleiche Richtung laufen!

    Dennoch möchte ich eine Anmerkung zu Deiner ersten und der obigen Empfehlung los werden.

    nimm Dir auf alle Fälle zwei oder drei Tiere
    Und bei Jungtieren gibt es so gut wie keine Probleme in der Gruppenhaltung
    Leider gibt es doch gar nicht so selten Probleme, und zwar dann, wenn jemand genau zwei Tiere hat. Dann muss man schon wirklich sehr gut beobachten können, um zu erkennen, wann das eine zu viel und das andere zu wenig Futter aufnimmt, oder wann das Unterlegene sich nicht mehr ganz so lebhaft verhält wie das Überlegene etc.! Bei zwei Schildkröten ist es leider die Regel, dass ein Tier alle Trümpfe hat und das andere - na ja. Da hilft in der Regel auch ein großzügiges Platzangebot nicht. Schau Dir mal die Landschildkröten aus Zweierhaltung nach ein paar Jahren an. Oft bekommst Du auf Nachfrage dann die Aussage, dass eine der beiden Schildkröten leider inzwischen nicht mehr lebt, oder Du (mit Deiner Übung als Schildkrötenhalterin) siehst sofort, dass es ernstliche Gesundheitsprobleme bei einem oder beiden gibt. Das möchte ich gerne vermeiden helfen.

    Deshalb empfehle ich immer, mit mehr als zwei Tieren (aber unbedingt einer Art!) anzufangen - genügend Platz und sonstige Infrastrukturen natürlich vorausgesetzt. Dann gibt es, so weit ich es beurteilen kann, wirklich recht wenig Probleme beim zusammen halten der Jungtiere.

    Ich möchte Dich bitten, bei Deinen Empfehlungen in Zukunft auch ein bisschen mehr darauf zu achten, okay?

    Noch eine Anmerkung zu "vom gleichen Züchter": Viele Züchter aus meinem Bekanntenkreis haben mehrere Zuchttiere beiderlei Geschlechts und wissen, welches Männchen sich mit welchem Weibchen gepaart hat, d.h. von welchen Tieren die Jungen wahrscheinlich abstammen. Man kann also durchaus auch mehrere Jungtiere von einem Züchter bekommen, die nicht Geschwister sind. Man sollte allerdings beim Erstkontakt gezielt danach fragen uns sich den Züchter entsprechend auswählen. Und noch was: Da die Inkubationstemperatur das Geschlecht der Jungtiere bestimmt, sollte man sich auch mit Dem Züchter darüber unterhalten, dass man zunächst voraussichtlich weibliche Jungtiere haben möchte. Falls es dann tatsächlich alles Weibchen geworden sind, bekommt man leichter ein Männchen dazu als umgekehrt.

    Viele Grüße
    Beate
    Früher unter "Beate" hier in den Foren aktiv. Halte und züchte verschiedene Schildkröten und bin seit Gründung Mitglied der AG Schildkröten. Lieblings- Spitzname "Bücherwurm".

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    • #17
      Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

      Wienerin schrieb:
      Und bei Jungtieren gibt es so gut wie keine Probleme in der Gruppenhaltung (wie Du auch bestätigt hast).
      Gabi
      Nein, das stimmt leider nicht!
      Es gibt Probleme, wie ich aus vielen Telefonaten, Forenbeiträgen oder Mailinglisten weiß.
      Anders als meine Nachzuchten (die bei max 31° inkubiert wurden) scheinen alle NZ, die höher inkubiert wurden, sehr aggressiv zu sein und schon in frühem Alter aufzusteigen und Merkmale adulten Verhaltens aufzuweisen.
      Ich habe dafür noch keine fundierte Erklärung, mußte aber feststellen, dass die Anfänger mit Tieren solchen Verhaltens überfordert waren. Meiner Meinung nach müssen solche Tiere getrennt werden.
      Gruß Irmi

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      • #18
        Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

        Veto euer Ehren.

        Das stimmt nun einfach nicht, dass bei höherer Bruttemperatur die Tiere ein auffällig agressives Verhalten zeigen und immer aufsteigen.
        Ich zeitige Eier schon viele Jahre mit noch höherer Temp. und kann das überhaupt nicht bestätigen.
        Wo ich 100% zustimmen kann ist..... wenn die unerfahrenen Halter die Tiere auf zu engem Raum..... sprich Terrarium, sowie und auch die Aussenhaltung zu wünschen übrig lässt. Ganz fatal wirken sich, hauptsächlich bei Männchen rachitische und sonstige Deformationen in Richtung Agressionen aus.

        Kommentar


        • #19
          Re: Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

          irmi Jasser-Häger schrieb:
          ... ist es in großen, gut strukturierten Gehegen bei Thb meistens gut möglich, nur weibliche Tiere oder nur Jungtiere zusammen zu halten
          Irmi Jasser-Häger schrieb:
          Wienerin schrieb:
          Und bei Jungtieren gibt es so gut wie keine Probleme in der Gruppenhaltung (wie Du auch bestätigt hast).
          Gabi
          Nein, das stimmt leider nicht!

          Liebe Irmi!

          Anscheinend reden /schreiben wir aneinander vorbei, oder Du willst mir einfach nicht recht geben

          Mit freundlichen Grüßen aus dem sonnigen Wien
          Gabi

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          • #20
            Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

            Emma2 schrieb:
            Das stimmt nun einfach nicht, dass bei höherer Bruttemperatur die Tiere ein auffällig agressives Verhalten zeigen und immer aufsteigen.
            Ich zeitige Eier schon viele Jahre mit noch höherer Temp. und kann das überhaupt nicht bestätigen.
            Hallo Angela,

            wie wäre es, wenn die Eier je nach Herkunftsgebiet der Elterntiere aber unterschiedlich hohe Scheitelpunkte, bzw. unterschiedliche Toleranz zu höheren Temperaturen hätten? Wenn deine Tiere aus südlicheren Gebieten kommen, wäre das eine Erklärung.
            Ist es nicht logisch, dass bei dem großen Verbreitungsgebiet der europäischen LSK auch die Bruttemperaturen für Weibchen unterschiedlich hoch sein müssten?
            Wenn man nun die Eier der nördlichen Tiere zu hoch bebrütet, vielleicht entstehen u.a. auch dadurch die Schildanomalien, die Missbildungen und warum nicht auch die merkwürdigen Verhaltensweisen?

            Gruß Irmi

            Kommentar


            • #21
              Re: Re: Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

              Wienerin schrieb:

              Nein, das stimmt leider nicht!
              Anscheinend reden /schreiben wir aneinander vorbei, oder Du willst mir einfach nicht recht geben
              Gabi[/quote]

              Liebe Gabi,
              dass kommt vielleicht daher, dass du mich unbedingt auf etwas festnageln willst
              nein, du hast Recht, ich hätte schreiben sollen:
              "Das stimmt leider nicht immer"

              In früheren Jahren war die gemeinsame Aufzucht von Thb nach meinen Erfahrungen bis kurz vor ihrer Geschlechtsreife kein Problem. Die Tiere lebten ohne Aufreiten, rammen, beißen oder ähnliches "Dominanzgehabe" friedlich zusammen, wenn sie genügend Platz hatten. In den letzten Jahren aber höre ich verstärkt, dass es schon bei den Jüngsten, also Tieren, die noch weit von der Geschlechtsreise entfernt sind, zu solchen Verhaltensweisen kommt. Oftmals wurde mir gesagt, dass das auf Weibchen hochbebrütete Nachzuchten seien. Noch sind es eher Einzelfälle, aber man sollte das im Auge behalten und Anfänger auf dieses Phänomen unbedingt aufmerksam machen. Ich halte in so einem Fall eine Trennung der Tiere für ratsam.

              Gruß Irmi

              Kommentar


              • #22
                Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                Liebe Irmi!

                Bei uns gibt es da so einen Spruch: "Durch's reden kommen d' Leut' zam" - fällt mir auf, wenn ich unsere Beiträge jetzt - im Ganzen - durchlese!

                Noch ein schönes Wochenende
                Gabi

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                • #23
                  Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                  Hallo Beate!

                  Wie können Züchter wissen, welches Männchen sich mit welchem Weibchen gepaart hat bzw. gar wer dann der Vater der Jungtiere ist (Spermienspeicherung!)? Das würde eine konsequente Trennung der Geschlechter und eine gezielte Verpaarung der Zuchttiere vorraussetzen. Die meisten Landschildkrötenhalter haben jedoch Freilandanlagen und grössere Gruppen. Da kauft man dann ohne die Verwandtschaftsverhältnisse zu kennen.

                  Gruss.

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                  • #24
                    Re: Re: Re: Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                    In früheren Jahren war die gemeinsame Aufzucht von Thb nach meinen Erfahrungen bis kurz vor ihrer Geschlechtsreife kein Problem. Die Tiere lebten ohne Aufreiten, rammen, beißen oder ähnliches "Dominanzgehabe" friedlich zusammen, wenn sie genügend Platz hatten. In den letzten Jahren aber höre ich verstärkt, dass es schon bei den Jüngsten, also Tieren, die noch weit von der Geschlechtsreise entfernt sind, zu solchen Verhaltensweisen kommt. Oftmals wurde mir gesagt, dass das auf Weibchen hochbebrütete Nachzuchten seien. Noch sind es eher Einzelfälle, aber man sollte das im Auge behalten und Anfänger auf dieses Phänomen unbedingt aufmerksam machen. Ich halte in so einem Fall eine Trennung der Tiere für ratsam.

                    Gruß Irmi

                    [/quote]
                    Hallo Irmi
                    Merwürdig.
                    Ich halte schon seit über 20 Jahren Thb, alle zusammen, Männchen wie Weibchen, 9,3. Meine Weibchen fühlen sich nicht gestresst. Sie haben genügend Möglichkeiten den drei Männchen aus dem Werg zu gehen. Die Männchen sind auch nicht paarungswütig, sie haben ja Weibchen in der Nähe und wissen das. Ich sehe nur an sehr schönen warmen Tagen mal eine Paarung.Allerdings ist mein Freigehege auch über 100qm groß mit drei Frühbeeten.
                    Ich brüte die Eier bei 32,5 bis 33 Grad aus und keines meiner Jungtiere reitet auf. Sie haben aber auch Platz und das scheint mir der Knackpunkt zu sein. Meine Tiere leben vom Schlüpfling an ganzjährig (bis auf die Winterruhe) im geräumigen Frühbeet mit Freianlage. Sie verhalten sich völlig normal.
                    Platz und Freilandhaltung heißt die Devise,und nicht die Trennung.
                    Viele Grüße
                    Sabine


                    [[ggg]Editiert von SabineWil am 29-05-2005 um 21:59 GMT[/ggg]]
                    http://www.schilditreff.de
                    http://www.pflanzenbestimmung.de

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                    • #25
                      Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                      Hallo Sabine

                      20 Jahre?

                      Deine Vorstellung im Sebag-Forum im Jahr 2000:

                      Meine Schildkröten:
                      1 Testudo gracea (weiblich) TE/FL, Cassiopaia, ca. 30 Jahre alt.
                      1 Pärchen Testudo horsfildii, TE/FL, Spitzmaul & Platte, 25-30 Jahre alt
                      1 Testudo hermanni (männlich), TE/FL, Charly, 30-40 Jahre alt.
                      1 Testudo hermanni (männlich), TE/FL, Romeo, 18 Jahre alt.
                      1 Testudo hermanni (männlich), TE/FL, Max, 6 Jahre alt.
                      2 Testudo hermanni (weiblich), TE/FL, zweieinhalb Jahre alt.
                      Mit freundlichen Grüßen

                      Hannes


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                      • #26
                        Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                        Hallo Hannes
                        Schön daß du meine Vorstellung im Sebag noch so genau weißt.Du siehst ja an dem Alter der Schildkröten, daß einige von ihnen schon etwas älter sind.
                        Ich habe nicht geschrieben, daß ich seit 20 Jahren Schildkröten züchte, sondern daß ich sie halte.
                        Meine Gruppe ist in den letzten Jahren um etliche Tiere angewachsen.
                        Viele Grüße
                        Sabine
                        http://www.schilditreff.de
                        http://www.pflanzenbestimmung.de

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                        • #27
                          Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                          Hallo,

                          woher weiss man den das: "Meine Weibchen fühlen sich nicht gestresst"?
                          Fühlt man das selbst?

                          Gruss.

                          Kommentar


                          • #28
                            Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                            Hallo Mapturtle,

                            Das würde eine konsequente Trennung der Geschlechter und eine gezielte Verpaarung der Zuchttiere vorraussetzen.
                            Es gibt zumindest innerhalb der DGHT einige Züchter (für griechische Landschildkröten), die dies entweder in getrennten Zuchtgruppen oder mit gezielter Verpaarung der Zuchttiere bereits seit > vier Jahren praktizieren. Deren Jungtiere werden gleich nach dem Schlupf gekennzeichnet oder bis zur Abgabe in gesonderten Gruppen gehalten.

                            Manche Züchter sind eventuell auch bereit, bei der Zusammenstellung von blutsfremden Jungtiergruppen zu helfen, denn sie kennen ja wiederum andere Züchter und deren Haltungsbedingungen und Zuchttiere.

                            Die meisten Landschildkrötenhalter haben jedoch Freilandanlagen und grössere Gruppen. Da kauft man dann ohne die Verwandtschaftsverhältnisse zu kennen.
                            Stimmt! Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass es leicht wäre, so jemanden zu finden! Im Zoomarkt findet man solche sicher blutsfremden Jungtiere eher nicht. Da muss man schon intensiv suchen - aber es ist halt nicht völlig unmöglich.

                            Viele Grüße
                            Beate

                            [[ggg]Editiert von Beate Pfau am 30-05-2005 um 11:19 GMT[/ggg]]
                            Früher unter "Beate" hier in den Foren aktiv. Halte und züchte verschiedene Schildkröten und bin seit Gründung Mitglied der AG Schildkröten. Lieblings- Spitzname "Bücherwurm".

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                            • #29
                              Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                              Hallo Irmi
                              Merwürdig.
                              Ich halte schon seit über 20 Jahren Thb, alle zusammen, Männchen wie Weibchen, 9,3. Meine Weibchen fühlen sich nicht gestresst. Viele Grüße
                              Sabine
                              [[ggg]Editiert von SabineWil am 29-05-2005 um 21:59 GMT[/ggg]]
                              Hallo Sabine,

                              ja merkwürdig ist in der Tat, wie schnell deine 20jährigen Erfahrungen bei Gruppenhaltung von Thb auf drei Jahre (mit gutem Willen und wenn ich die Quarantäne mitberechne) zusammen schmelzen.

                              Früher sagte man: Papier ist geduldig................

                              Gruß Irmi



                              PS: die Frage von Map turle würde mich auch interessieren:
                              woher weiss man denn das: "Meine Weibchen fühlen sich nicht gestresst"?
                              Fühlt man das selbst?






                              [[ggg]Editiert von Irmi Jasser-Häger am 30-05-2005 um 16:15 GMT[/ggg]]

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                              • #30
                                Re: Re: Re: Einzelhaltung?Tierarzt?

                                Hallo,
                                abgesehen, davon das meine langjährig gehaltenen Männchen keine größere Beissereien veranstalten; abgesehen davon, dass ein Männchen, welches jahrlang einzeln gehalten wurde, fürchterliche Beissereien machte und abgesehen davon; dass heute, nach 3 o. 4 Jahren Geduld und aber vor allen Dingen auch Gehegevergrößerungen und mehrere Ankäufe von Frühbeete, und ein erneutes Zusammensetzen direkt nach der Winterruhe wieder alle Männchen sich untereinander gut vertragen;....

                                ....habe ich in den letzten Wochen einige Gehege besuchen dürfen, wo Gruppenhaltung befürwortet wird. Da waren Männchen und Weibchen im selben Gehege und nichts von Flucht, Beissereien o. sonstige
                                schlimme Horrorgeschichten waren zu sehen. Und ich blieb lange bei diesen Haltern/Züchtern.
                                Jungtiere wurden zusammen gehalten, ohne dass sie aufritten oder bissen.
                                Auch ich habe seit einigen Jahren Nachzuchten, und brüte immer besonders hoch, da ich seit Jahren hauptsächlich auf Weibchen bedacht bin. Kein Aufreiten in meinen Kindergehegen. Keine Aggressionen.
                                Sorry, trotz dass ich schon so viel gesehen habe, habe ich aber bis jetzt nur selten unverträgliche SK gesehen. Und die waren "immer" regelmäßig in viel zu kleinen Gehegen untergebracht. Aber alle anderen sich vertragenden SK hatten "immer" ein genügend großes Gehege zur Verfügung.
                                So also wo ist das Problem der sich nicht vertragenden SK. ??
                                Und nun zur Anfangsfrage:
                                Ich rate weiterhin jedem Kunden, die Tiere in Gruppen zu halten, dafür aber ein genügend großes Gehege zu bieten, das gut strukturiert ist. D.h. für mich auch, dass am Anfang gleich mehr als ein Tier gekauft werden sollte. Egal ob vom gleichen Züchter, der meist mehrere Blutslinien besitzt o. von einem 2. Züchter.
                                Gruß Petra

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