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Kalziumcitrat/Laktat und Ofenfischchenfutter

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  • Kalziumcitrat/Laktat und Ofenfischchenfutter

    Moin.

    Ich hätte da zwei Fragen, die zwar nicht zusammenpassen, mich aber dennoch brennend interessieren.

    Wovon ernähren sich normalerweise Ofenfischchen?
    Was für "vollwertige" Alternativen gibt es zu Eierpappe und Fischfutterflocken?
    Morsches Holz vielleicht?

    Und dann würde ich gerne wissen, wie und woraus das Kalziumcitrat, bzw Laktat aus der Apotheke hergestellt wird.
    Calciumcitrat-Tetrahydrat Eu Rho klingt irgendwie nicht gerade nach was romantisch-biologischem wie Sepia oder Eierschalenpulver

    Danke für die vielen netten Erklärungen

    Grüße
    Claire

  • #2
    Hi
    Kann dir zwar nichts über die Herstellung sagen, kann dir abersagen,dass man für Reptilien besser das lactat nimmt.Es wird besser aufgenommen als das citrat.
    Das beste wäre calciumchelat aber das ist wohl kaum/nicht erhältlich.

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    • #3
      Joa, die allgemeinen Empfehlungen kenne ich. Ich habe bisher Calciumcitrat verwendet.
      Dennoch würde mich interessieren, woraus es hergestellt wird. Gibts hier nicht ein paar Chemiker?

      Kommentar


      • #4
        Hi,

        Milchsäure
        Zitronensäure

        Die Säuren liegen mit Ca²+ als Salz vor. Tetrahydrat o.ä. ist Wasser welches mit dem Salz gebunden wird. Im Falle Tetrahydrat sind es 4 Wassermoleküle pro Kalziumcitrat.

        Gruß
        Thorben

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        • #5
          Danke für die Links.
          Ich hatte nur nach Zitrat gesucht, aber nüx gefunden.

          Herstellung aus Zitrusfrüchten

          Nach dem ursprünglichen Verfahren wurde Zitronensäure aus Zitrusfrüchten gewonnen: Zitronensaft wird mit konzentrierter Ammoniaklösung versetzt und filtriert. Das lösliche Ammoniumcitrat wird mittels einer Fällungsreaktion mit Calciumchlorid in unlösliches Calciumcitrat umgewandelt. Die Lösung wird erneut filtriert und der Filterkuchen in 25%-iger Schwefelsäure gelöst. Nach der anschließenden Filtration wird eine Zitronensäurelösung gewonnen. Als Nebenprodukt entsteht Gips. Die reine Zitronensäure erhält man durch Kristallisation.

          Biotechnologische Herstellung

          Zitronensäure wird heutzutage industriell mit Hilfe einer transgenen Variante des Schimmelpilzes Aspergillus niger gewonnen, der bei niedrigen pH-Werten und unter Eisenmangel bei starker Glucose- und Sauerstoff-Zufuhr in und nach der späten logarithmischen Wachstumsphase Zitronensäure ausscheidet, da sein Citratzyklus gestört wird.



          Aha....in Zitronen ist doch nicht etwa Kalzium drin?
          Meine Güte....Zitronensäure, Ammoniak, Schwefelsäure, Gips, transgener Schimmelpilz....
          Wie wärs einfach mit pulverisierten Eierschalen, Schneckenhäusern und Sepiasculp?

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          • #6
            nun gut:

            In der Biochemie spricht man auch oft von Citrat, wenn die im wässrigen Milieu einer Zelle vorkommende dissoziierte Ionenform der Zitronensäure gemeint ist.

            Die Salze der Milchsäure heißen Lactate. In der Biochemie bezeichnet Lactat auch einfach nur das Anion der Milchsäure.

            Zitate der beiden Links. Citrat=Zitronensäure; Lactat=Milchsäure

            a. Zitronensäure,
            b. Ammoniak,
            c. Schwefelsäure,
            d. Gips,
            e. transgener Schimmelpilz...

            Praktische Beispiele:
            a. Zitronensaft ist ....
            b. In Haarfärbemitteln
            c. Batteriesäure im Auto
            d. Rotband Haftputz in deinem Terrarium
            e. Der Schimmelpilz im Schimmelkäse

            Gruß
            Thorben

            P.S.: achso: Citrat und Laktat entstehen natürlich auch in Körper beim Zucker verbrennen...

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            • #7
              Zitat von kid88
              Hi
              Kann dir zwar nichts über die Herstellung sagen, kann dir abersagen,dass man für Reptilien besser das lactat nimmt.Es wird besser aufgenommen als das citrat..
              Nach meinen Infos gibts keine wesentlichen Unterschiede in der Bioverfügbarkeit beider Salze, wobei das Zitrat für manche Reptilien erfahrungsgemäß besser verträglich ist und besser an den Futtertieren haftet. Woher stammt Deine Info?

              Zitat von kid88
              Das beste wäre calciumchelat aber das ist wohl kaum/nicht erhältlich.
              Das ist jetzt lustig, da zB Zitrat als Gegenanion ja ein Chelator ist und somit Kalzium nicht nur als Salz, sondern auch in Chelatform transportiert

              "Kalziumchelat" meint ja nicht mehr, als das das Kalzium als Komplex gebunden ist und läßt die Natur des Komplexbildners offen (zb EDTA, EGTA, Tartrat, Zitrat....)


              Gruß

              Ingo

              P.S.: Und in Zitronen ist natürlich nicht viel Kalzium.
              Für das Kalziumzitrat muss man -salopp gesagt, Chemiker bitte überlesen- eben Zitronensäure welcher Herkunft auch immer und Kalziumionen -zB aus Kalziumchlorid-zusammenbringen, das Gegenanion (zb Chlorid) loswerden und voilà: Kalziumzitrat.


              Zitat von snafu
              Meine Güte....Zitronensäure, Ammoniak, Schwefelsäure, Gips, transgener Schimmelpilz....
              Wie wärs einfach mit pulverisierten Eierschalen, Schneckenhäusern und Sepiasculp?
              Das wäre dann aber eben Kalziumkarbonat, was für Tiere mit geschwächter Magenfunktion praktisch nicht bioverfügbar ist und bei Jungtieren Verstopfung hervorrufen kann. Ansonsten aber natürlich durchaus eine gute Kalziumquelle...aber ich halte die anderen Salze für die in der Terraristik, vor allem in der Anwendung bei geschächten Tieren, sinnvollere.
              Beim Sepiaschulp kommt noch die Problematik des Salzgehaltes hinzu
              Zuletzt geändert von Ingo; 27.09.2006, 08:05.
              Kober? Ach der mit den Viechern!




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              • #8
                Zitat von Ingo
                Beim Sepiaschulp kommt noch die Problematik des Salzgehaltes hinzu
                Joa....das ist leider auch mein Hauptproblem mit dem Sepiazeuch.
                Und bei den Hühnereierschalen evtl. Salmonellen oder Medikamentenüberreste oder sowas. Deswegen hoffe ich, daß nach Abkochen keine Probleme mehr auftreten können.

                Ich überlege noch, leere, gesammelte Schneckenhäuser zu pulverisieren, aber da bin ich mir auch nicht so sicher....wer weiß, was da drin noch wohnt.


                Hat vielleicht noch jemand einen heißen Tipp für die Ofenfischchen?

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                • #9
                  Ach die Ofenfische...für die gilt eigentlich das selbe, wie für ihre Verwandten, die Silberfische nur, dass sie es feuchter brauchen): Es sind Opportunisten mit einem Hang zu Kohlehydraten, egal ob als Monomere oder Polymere.
                  Als nicht allzu häufige Eigenschaft können sie auch Zellulose verdauen. Holz, Papier und Co sind also als Futter geeignet.
                  Als Kulturfolger ernähren sie sich "wild lebend" wohl vor allem von Zuckerwaren, Kleistern und Klebstoffen (Bucheinbände!), gestärkten Textilien, vielen Kunstfasergeweben aber auch von Leder und toten Insekten.
                  Ihre Ur Ur Ur großeltern dürften jede Art von pflanzlichem oder tierischem Detritus verzehrt haben. Vor allem wahrscheinlich angewehtes, da sie wohl ähnliche Habitate wei dei Felsenspringer bevorzugt haben dürften.
                  Aber das ist Spekulation meinerseits.

                  Wenn Du sie natülich ernähren willst, schenk Ihnen ein Buch mit Ledereinband, Deine Briefmarkensammlung und dazu ein paar Weihnachtsplätzchen.


                  Gruß

                  Ingo
                  Kober? Ach der mit den Viechern!




                  Kommentar


                  • #10
                    evtl. Salmonellen oder Medikamentenüberreste

                    Übertreibung?

                    zitratverwendende Grüße

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Ingo
                      Wenn Du sie natülich ernähren willst, schenk Ihnen ein Buch mit Ledereinband, Deine Briefmarkensammlung und dazu ein paar Weihnachtsplätzchen.


                      Gruß

                      Ingo

                      Nö.
                      Nachdem ich Detritus ergooglt hab, bekommen sie die Überreste der anderen Futtertierzuchten

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Da Fabe
                        Übertreibung?

                        zitratverwendende Grüße
                        Nicht zu vergessen, dass Hühnereiweiß von Huhn aus ein echtes Antibiotikum (Lysozym) enthält...

                        Zwinkernd,

                        Huckel

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                        • #13
                          Zitat von snafu
                          Nö.
                          Nachdem ich Detritus ergooglt hab, bekommen sie die Überreste der anderen Futtertierzuchten
                          Recycling um Sinne der Erfinder

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                          • #14
                            Hallo,

                            ich ernähre meine Ofenfischen hochwertig.
                            Schließlich möchte ich ja auch eine ertragreiche Zucht.

                            Als Futter verwende ich ein Gemisch aus Milchpulver, Trockenhefe, Fischflockenfutter und etwas Kaninchenpellets.

                            Das Ganze schicke ich mehrfach durch eine elektrische Kaffeemühle, bis es Pulver ist.

                            Gruß Ingo V.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von ingo
                              Das Ganze schicke ich mehrfach durch eine elektrische Kaffeemühle, bis es Pulver ist.
                              Gute Idee!!! Werde ich weiterempfehlen....

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