Zitat von Sarina
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Den Satz kann ich so nicht stehen lassen, liebe Sarina. Denn ich weiß zwar nicht, wie Andere sich schulen lassen, aber in dem Schulungsordner von DGHT und VDA ist das oben angegebene NICHT enthalten. Ich habe den SKN abgelegt und die neueste Version des Ordners hier. Ich habe extra nochmal nachgeschaut.
Ich möchte zum Thema "Beleuchtung und Wärme" gerne nochmal was beitragen. Es stimmt zwar, dass 70 W Leistungsaufnahme nicht mehr als 70 W Wärmeleistung produzieren kann. Dennoch können sowohl zwei verschiedene Materialien unter der selben Lampe unterschiedliche Temperaturen haben und umgekehrt kann das selbe Material unter zwei verschiedenen Lampen unterschiedliche Temperaturen erreichen. So einfach wie es scheint, ist es offenbar nicht. Das liegt daran, dass Wärme und Wärmeempfindung in einem Lichtwellenlängenbereich liegen, den wir Menschen zwar spüren aber nicht sehen können (Infrarotlicht). Damit ein Material warm wird, muss es Infrarot einer bestimmten Wellenlänge absorbieren und die Lampe muss diese Wellenlängen abgeben. Die Lichtcharakteristik (das "Spektrum") verschiedener Leuchtmittel ist auch im IR-Bereich unterschiedlich, nur dass wir das nicht sehen können. Daher kann eine HQI-Lampe, die eine Wärmeleistung von vielleicht 30W besitzt, durchaus eine höhere Temperatur am Sonnenplatz erzielen als eine 60W-Glühbirne, die eine Wärmeleistung von 59W besitzt. Da hilft einfach nur Nachmessen und Probieren. Darauf ist zurückzuführen, dass z.B. meine Phelsuma quadriocellata praktisch ausschließlich unter der HQI-Lampe liegen, obwohl unter den Halogenspots die selbe Temperatur herrscht. Die Spots sind deshalb mittlerweile außer Betrieb.
Weiterhin gebe ich in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass viele sonnenliebende Tiere Licht und Wärme als zusammenhängend empfinden, weshalb oft eine punktförmige Lichtquelle, wie sie eine HQI-Lampe bereitstellt, von den Tieren als positiv empfungden werden. Leuchtstoffröhren mögen zwar eine gute Helligkeit bereitstellen, aber für Sonnenplätze und für sonnenliebende Tiere wie Phelsumen sind sie aus dem genannten Grund nicht geeignet. Ich stelle fest, dass meine Ph.standingi trotz der derzeit herrschenden Grundtemperatur im Terrarium von über 30°C sich trotzdem ausgiebig sonnen und dabei keinen Unterschied zwischen der HQI- und der HQL-Lampe machen. Das Terrarium wird übrigens mit 80W-HQL und 70W-HQI so gut ausgeleuchtet, dass die Tiere in vorher nicht gekannter Farbintensität und Zeichnungskontrast auftreten, was mit Leuchtstoffröhren so nicht möglich ist. Durch die gute Kombination aus Wärme und Licht ist eine zusätzliche Heizung nicht notwendig.
Solche Argumentationen kommen bei mir heraus, wenn ich mir selbst Gedanken und Beobachtungen mache und das meinte ich auch weiter oben. Gruß
Sven
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