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Tunesien

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  • #16
    Re: Tunesien

    HOi zsamme!

    Ch. africanus kommt am Mittelmeer (!) natürlicherweise nur im Nildelta vor. Aber das hatte ich ja schon geschrieben.

    Die Bilder zeigen bis auf die letzten beiden alle trächtige Weibchen von Ch. chamaeleon. Unterarten kann man da nicht unbedingt benennen, denn auch dort ist zur zeit wohl alles im Umbruch der Systematik. Wäre ja auch ziemlich unwahrscheinlich, dass ausgerechnet bei den Chamäleons alles ein und dasselbe ist so rund ums Mittelmeer...

    Der Falke wird wohl ein Turmfalke sein oder gibt es da in Nordafrika ne andere Art? Die Schildkröte eine graeca oder nabeulensis? (Wahrscheinlich falsch geschrieben...)

    Immerhin hat diese Art und Weise der Nutzung bisher nicht zur Ausrottung der Tiere geführt, eher das Hotelbauen in Spanien...

    Ich denke, dass dem Interessierten hier schon gesagt werden kann, wie er Chamäleons finden kann. Die, die wirklich Tiere absammeln wollen, kennen die methodik sowieso schon. Das Problem der Population in Griechenland ist auch aus meiner Sicht (ich kenne diese schon seit 1999) nicht das Absammeln, sondern dass sie eingeführt sind, die bevölkerung bisher nicht "mitgenommen" wurde und dass das Gebiet wohl einfach nicht mehr als 200-400 Adultis aufnehmen kann. Und dieses Jahr liegen die Zahlen ja wieder so richtig schön dazwischen...

    Herzlichen gruss
    Nicolà
    seit über 16 Jahren der Herpetologie verfallen (mehr darfs ja nicht sein, wenn man erst 17 ist )

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    • #17
      Re: Tunesien

      Hallo!
      ALso danke für die vielen Antworten. Werde wahrscheinlich sowieso eher nachts unterwegs sein, allein schon geckomässig ist da viel mehr los. Und falls ich nachts keine Chamäleons finde, werd ich zum Frühaufsteher werden müssen.
      Keine Angst, hab nicht vor eins als Souvenir mit nach Hause zu nehmen..hab schon genug Getier zu versorgen

      Gruss,
      Eric

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      • #18
        Re: Tunesien

        Hallo Nicola!

        Nach meinen Informationen kommt Ch. africanus natürlicherweise in den Hochländern von Kamerun, Nigeria und Äthiopien, Somalia... vor. Sowohl das (erlöschende) Vorkommen im Nildelta als auch das griechische Vorkommen sind allochton. Zumindest hab ich das auf einem ÖGH Vortrag von Hr. Deichsel gehört...

        lG

        Thomas

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        • #19
          Re: Tunesien

          Nicol?a bezieht sich doch mit seiner Aussage NUR und auschliesslich auf die Populationen im Mittelmeer. Das es neben dieser noch weitere Vorkommensgbiete hat bestreitet er ja gar nicht...


          @Nicolà
          Danke nochmals für die Artikel, sind gestern angekommen!

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          • #20
            Re: Tunesien

            HOi zsamme!

            So ist es! Über die Populationen südl. der Sahara habe ich ja gar nicht geschrieben. Diese teilen sich übrigens in zwei Unterarten auf, die sich aber nicht auf die Hochländer beschränken (eher sogar das Gegenteil). Entlang des Nils hat die Art es geschafft auf natürlichem Wege das Mittelmeer zu erreichen. Diese Population konnte ich südl. bis etwa auf die Höhe von Beni Suef nachweisen. Diese Tiere gehören sogar einer eigenen Unterart an, die die Nominatform werden wird. Das einizige Tier, was aus Asswan bekannt ist, ist klar ein Weibchen der süd-östl. Unterart. D.h. die Populationen in Ägypten sind alle natürlichen Ursprungs. Die Population in Griechenland ist genetisch und morphologisch nicht von der Nord-Ägypten-Population zu unterscheiden. Wenn sie tatsächlich schon seit 3-4000 Jahren dort sein würde, wären das in etwa die gleiche Anzahl an Generationen aus einer wahrscheinlich kleinen Gründerpopulation. Da würde man auf jeden Fall Unterschiede finden. Daher wird zur Zeit eher angenommen, dass die griechische Population in wesentlich jüngerer Zeit dorthin gebracht wurde (max. 300-400 Jahre, eher in der Zeit, wo man aktiv Pflanzen und Tiere überall in Europa angesiedelt hat (19. Jahrhundert)).

            Gruss
            Nicolà
            seit über 16 Jahren der Herpetologie verfallen (mehr darfs ja nicht sein, wenn man erst 17 ist )

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