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Waran Varanus niloticus

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  • #16
    Re: Waran Varanus niloticus

    Die würden von keinem eine Lebensversicherung kriegen...*lol* kann nur ein Zuschußgeschäft werden.

    Wenn ich meinem trotzdem mal rausholen muß, dann braucht er etwas Zeit, um sich wieder zu beruhigen. Dann kann man ihn auch loslassen, sollte ihn aber (besonders den Kopf) immer im Auge behalten.

    Wenn man den dicken Schlauch so auf seinem Ast liegen sieht, sollte man gar nicht glauben, wie agil der von einem auf den anderen Moment werden kann....

    Grüße
    Cuin

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    • #17
      Re: Waran Varanus niloticus

      "Wenn man den dicken Schlauch so auf seinem Ast liegen sieht, sollte man gar nicht glauben, wie agil der von einem auf den anderen Moment werden kann...."

      Genau das ist ja die Gefahr.

      Kommentar


      • #18
        Re: Waran Varanus niloticus

        ....naja, Menschenfresser sind es nun auch wieder nicht. Bevor meiner beißt, muß schon einiges passieren. Da sind Peitschenhiebe mit dem Schwanz deutlich häufiger. Richtig aggressiv wird er nur, wenn ich ihn fange.
        Trotzdem zu angriffslustig und zu groß für den kleinen Preis, leider! Aber das Schicksal teilt sich der niloticus mit den Kaimanen ...

        Gruß Jürgen
        http://www.xhutti1.de

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        • #19
          -----------der ängstliche Nilwaran-------------

          Hallo Carina,
          zuletzt schrieb ich von meinem alten Nilwaranweibchen, das ich vor einigen Monaten einschläfern ließ. Die Trauer war so groß, daß ich seitdem nicht mehr hier hereinschaute.Okay man hängt halt nach so vielen Jahren an diesen "Mistviechern"(die Titulierung hat mir eben beim Lesen leider auch einen Stich versetzt! Pure Angst ist nicht Boshaftigkeit gleichzusetzen !)....
          In Momenten,in denen die liebenswürdigen Echsen aggressiv auftreten, mag man für Sekunden geneigt sein, zurückzugeben. Das wäre aber nicht fair !!!
          Aggression und Fluchtreflex lassen sich nicht aberziehen.Sie würden gefördert! Das Tier wird sich bei Bestrafung nicht unterwerfen.Dafür fehlt die Intelligenz, der Waran ist geistig überfordert. Wer kann auch schon gegen seine angeborenen Reflexe ankämpfen,hm ?
          Im übrigen vorneweg 2 Dinge: ich habe ich ein wenig das Gefühl, kleine Mädchen dürfen sich nicht an böse große Warane herantrauen. Liebe Männer: in Amerika werden die deutsche Kampfpiloten(Tornado) u.a.von hübschen jungen Kampfpilotinnen ausgebildet (das tut weh, nicht wahr?); nennt mir doch ein Männerdomäne, in der sich nicht ebenfalls gleichermaßen die Frau bewährt hat.
          Ganz klar, in kinder-/jugendl.Hände etwa gehört kein Waran(wenn es nach mir ginge, gar kein Tier). Für jmd. der noch häufig seinen Wohnort wechselt oder manchmal finanziell Engpässe hat, sprich sehr jung ist, so um die 20 Jahre alt, wird im allg. auch keine Freude haben, zumal in diesem Alter Freunde und Hobbys noch nicht gefestigt sind.
          Es muß so gut wie ein Zimmer geopfert werden, die Stromkosten(Heizung/Licht) sind leider gar nicht zu verachten und Tierarztkosten sind etwa so hoch wie bei uns selbst der Hausarzt und auch Futter gibt es nicht umsonst.
          Das Saubermachen bei großen Tieren ist nicht so einfach wie bei einem Hamster(großes Geschäft riecht auch so), es ist echte Arbeit!
          So, hier meine Erfahrungen für Dich:
          Ich habe meinen Nilwaran erst second hand (1 Jahr?) von einem spanischem Jungen bekommen. Ich kann Dir leider nicht sagen, ob ich ihn zahm bekommen hätte, ich konnte ihn damals gerade so noch mit beiden bloßen Händen halten u. hatte es vor. Jedenfalls liegt das Katzengeschirr(aus dem er sich geschickt wandt) noch irgendwo im Keller.Anfangs versteckte er sich-wenn er bei Dir die Möglichkeit hat- im Terrarium(nach dem Motto:seh´ich dich nicht-siehst du mich bestimmt auch nicht).Wenn man ins Zimmer kam, war ER einfach "nicht da". Er hoffte, wir würden ihn vergessen und er würde sich hinten einen fetten Ausgang graben.. Nach einiger Zeit kannte er immerhin seine beiden Betreuer und blieb auf seinem Sonnenplatz wie ein Hefeteig fett liegen, argwöhnisch lugend, wenn man zu nahe kam, aufblasend und zischend.Er sah ja immer lieb zum Anfassen aus und züngelte blau-freundlich vor sich hin- kam man aber direkt an die Scheibe oder zur Futteröffnung, flog er beißend entgegen und/oder peitschte klirrend an die dicke Scheibe.Wenn man 1 Stockwerk höher die Treppe hinunter seinen Namen rief(Wurmi), blickte er während des Sonnenbadsz.B., seinen Kopf seitlich drehend, nach oben hoch und nahm eine Person wahr. Es waren für ihn vertraute Geräusche, die iin nicht mehr ängstigten. Insofern gewöhnt er sich an den Menschen.Er sieht zum Kuscheln süß aus dachte ich immer wieder, will aber leider gar nie nicht kuscheln. Wenn er nicht krank ist, wird er immer versuchen, mit erstaunlicher Zähigkeit- sich aus der Hand zu winden. Ist er krank(ev. auch verwurmt), lässt er alles mit sich machen. Ach ja- das Reinigen des Terrariums ist einfacher abends, wenn die T° heruntergefahren ist und er müde(da tagaktiv). Adult benötigte ich jmd., der,während ich Brustbein und Bauch hielt, das Hinterteil und Schwanz festhielt.Bemerkenswert der lange, gelenkige Hals, meist erwischte er wenigstens meinen Pulli als Schnullerersatz !
          Der Waran hat bei mir sehr viel Ruhe(keine Kinder, seltenst Besuch) gehabt, ich war anfangs zum Entwurmen in der Münchner Tierklinik(Dr. Kölle) und einmal, als er im Frühjahr nichts mehr fraß und ich Legenot vermutete, zum Röntgen dort. War nicht der Grund. Nach erfolgloser Quarantäne nahm ich ihn wieder mit- eine Zwangsmaus half ihm wieder auf die Sprünge. Damals war er übrigens krank-"zahm".
          Im Terrarium hatte ich eine Duschwanne aus Kunststoff(Campingausstattung), die mittels Waschsauger von mir gereinigt wurde. Anfangs legte er sich mit dem Kunststoffteleskop an, später freute er sich, konnte das warm einlaufende Wasser gar nicht erwarten und trampelte mitten rein, ließ sich während dem Einlaufen nieder.. War es ihm zu heiß, ging er ganz schnell wieder raus, aber den Rest der Nacht blieb er komplett unter Wasser drin. Erschütterungen nahm er allerdings gut war, war ich es (oder er schon sehr müde abends,) der vorbeitrampelte, ging der Kopf wieder unter ansonsten sprang er blitzschnell mit viel Gepansche ins Versteck.Ich schätze die letzten 6 Jahre, blieb er ohne große Regung(Kopf lag faul, Rest breit wie ein Pfannkuchen), auf seinem Sonnenplatz(ehem. Katzenkratzbaum) liegen, auch wenn ein Fremder kam.Zumindest, wenn man nicht an der Scheibe klopfte o.ä.tat.So weit ging doch immerhin sein Vertrauen.Wollte man ihm etwas mehr ans Leder, war seine Angst allerdings wieder da.Übrigens machte mein Waran sein Geschäft immer ins warme Wasser.Sollte er mal zugebissen haben:er lässt nicht mehr los- ich habe es mit einem Schweisserhandschuh ausprobiert, er hing ewig geduldig mit ein u. demselben Biss dran, bis jmd. einen Wassersprayer ins Gesicht sprühte.
          Anfangs warf ich durch die Futterklappe(Camping-Dachklappe) das Futter, später konnte ichkleine Stücke mit der bloßen Hand durch einen schmalen Glasspalt füttern, gewöhnlich zielte er sehr gut. Fisch liebte er, das stank dann aber im Wasserbecken....
          !!!Bitte!!!:ganz wichtig ist, daß die Terrarien-Temperatur immer hoch genug ist, damit auch der Stoffwechsel funktioniert: Futteraufnahme wird sonst eingestellt und es droht Vergiftung, da er seine "Geschäfte" nicht mehr erledigen kann.Sollte er(Du hast ja auch ein Weibchen) im Frühjahr fett sein, ev. aber wenig fressen, hat er Eier, die er bald (ins Wasserbecken, wenn kein geeignetes Substrat da ist) legt. Die sind natürlich unbefruchtet. Aber die müssen ja raus.
          Wenn nicht, das Kerlchen ist fett, frißt schon ewig nichts, hängt rum: bitte beim Tierarzt röntgen lassen, da sieht man die Eier schön. Ev. bei Legenot oxytocinhaltiges Medikament (nur v. reptilienkundigenTierarzt! )beschleunigt den Abgang.Hilft man nicht, geht die Dame jämmerlich ein !Ich habe meine alte Dame einschläfern lassen, nachdem das Röntgenbild den Körper voller Eier zeigte und medikamentös nichts mehr zu machen war. Operieren wollte ich sie nicht mehr, zumal ich den Zustand viel zu spät erkannte, sie sich tags zuvor einen Arm broch(fiel vom Sonnenplatz, auf den ich sie setzte) und sie wenigstens ein gutes Alter erreicht hatte. Dieses Mal dachte ich nicht an Eier, wg. des Alters-die letzten Jahre hatte sie auch keine- sondern an eine Verstopfung/Vergiftung. Ich versuchte es mit Rizinusöl und warmen Bädern.Umsonst.Das zur bitteren Fehleinschätzung des Menschen.Wer ihr allerletztes Photo(einmal frei und zahm wie ein "Mistvieh") sehen möchte, kann mir mailen.
          Zuletzt geändert von meisterjaegerin; 13.09.2006, 02:54.

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