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April-Trockenheit 2007 - Amphibienlarven vertrocknen!

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  • Frank Schmeissing
    antwortet
    Hallo,

    Frank, du tust damit keinen "neuen" Streit anfangen.............ich weiche mit meinen Aussagen keinen mm zurück !
    Was ich gesagt habe steht, auch wenn ich nicht Mitglied im Dachverband AG-Feldherpetologie bin sondern nur Mitglied in einer Untergruppierung, die auch eine AG- Feldherpetologie hat, die eng mit der AGAR und anderen zusammen Arbeitet.
    Wo kommen wir hin wenn jeder vor sich selbst hinwurstelt ? und andere dazu öffentlich aufruft !
    Die FFH- Richtlinnenen sind schon ein guter Ansatz, oder nicht ?

    Wie gesagt, die Habitate müßen stimmen, und wenn es nicht paßt muß gepflegt werden und das über Jahre wenn nicht Jahrzehnte !

    Und ich bin mir ganz sicher das die AG- Feldherpetologie nichts anderes im Sinn hat was ich und die anderen Kritiker am Eröffner dieses Threads kritisiert haben.

    Zitat von Daniel Hofer Beitrag anzeigen
    Frank, ich pflichte Dir 100% bei. Anzufügen ist noch, dass es bei den offiziellen Behörden oft zuständige Leute gibt, die leider kein oder wenig Sachwissen über Abläufe in der Natur, Tiere und Pflanzen haben. Bei
    denen geht es nur nach Parargaph X - stur. Da ist der sachkundige
    Liebhaber öfters Staatsbeamten vom Wissen her weit überlegen, aber
    leider hat nur der trocken, biedere Beamte die Gewalt etwas anzuordnen ...
    Natürlich eine 100%ige Beipflichtung da es Mundgerecht geschrieben ist, oder ?

    Stark kritisieren tue ich erst den Thread eröffnen, dann sich alle fetzten lassen und nichts Sagen, und jetzt wo es paßt bin ich wieder da.

    Wie sieht der nächste Thread aus ?

    Schnell alle Eidechsen einsammeln weil die Überschwemmungsgefahr der Habitate zu hoch ist ?

    Mal ganz ehrlich: ich kann es bei allen versuch nicht verstehen das ein "erwachsener" Mensch weniger Verständnis und Sachkenntnis aufbringt wie mein Sohn der 8 ist, oder andere Kinder im Alter von 6- 12 Jahren

    Und mal nebenbei........es zeichnet sich wohl ab das es wohl seit den letzten fünf Jahren das beste Amphibienjahr werden könnte !

    Punkt., Frank

    Ps. bremst für Tiere.......nur nicht für Katzen und Waschbären 1

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  • Daniel Hofer
    antwortet
    Frank, ich pflichte Dir 100% bei. Anzufügen ist noch, dass es bei den offiziellen Behörden oft zuständige Leute gibt, die leider kein oder wenig Sachwissen über Abläufe in der Natur, Tiere und Pflanzen haben. Bei
    denen geht es nur nach Parargaph X - stur. Da ist der sachkundige
    Liebhaber öfters Staatsbeamten vom Wissen her weit überlegen, aber
    leider hat nur der trocken, biedere Beamte die Gewalt etwas anzuordnen ...

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  • FrankN
    antwortet
    Ich bin auf dieses Thema gestoßen, weil ich kürzlich auch einen Teich besuchte, in dem Kammmolche leben und den ich ausgetrocknet vorfand. Ich denke, eine gesunde Population hält so etwas schon einmal aus. Ich fand es nur beim Durchlesen dieses threads interessant, wie bestimmte Meinungen so hochkochen.

    Ich habe noch eine Anmerkung dazu:
    Hier tauchte immer wieder folgende Aussage auf: „… man darf nur mit Absegnung der Behörden handeln, … als Laie und ohne entsprechende Organisation im Rücken ist das ganze illegal … treibt Aktivisten ohne jeden Background ins Feld …“

    Das sehe ich nicht so. Was ergibt das für einen Unterschied, ob ich in einer passenden Organisation bin oder nicht? Immerhin kenne ich mich auch ohne Organisation seit meiner Kindheit mit Amphibien & Reptilien aus. Ich besuche z.B. regelmäßig eine alte Kiesgrube, in der Wechselkröten leben. Die laichen dort nur in flachen Sandtümpeln, die durch ungewollte menschliche Einwirkung entstanden sind. In diesem Jahr gibt es nur in einem Tümpel Larven. Was soll ich tun, wenn der Wasserstand sinkt? Das kann dort schnell passieren. Ich habe zwar oben geschrieben, eine gesunde Population hält das einmal aus, allerdings sind dort letztes Jahr bereits alle Larven gestorben. Soll ich dieses Jahr vielleicht doch eingreifen? Und wie? Die Larven in den nächsten tieferen Tümpel umsetzen? Erst auf eine behördliche Genehmigung dafür warten? (Bis da was passiert, ist alles ausgetrocknet). Der Natur ihren Lauf lassen? Selbstverständlich werde ich Larven umsetzen (dorthin, wo letztes Jahr Kröten von sich aus gelaicht hatten). Ich könnte nun sagen, ich hätte ja durchaus eine Organisation im Rücken, da ich in der AG Feldherpetologie bin. Das ist aber an der Stelle uninteressant, weil ich das nicht erst da abstimmen werde, ich werde höchstens fragen, ob mir jemand beim Umsetzen helfen kann. An der Stelle wird jeder sagen: Haarspalterei! Larven in den 20m weiter gelegenen Tümpel umzusetzen ist richtig, vor allem wenn es schnellgehen muss. Ja, aber warum nicht in einen 10km entfernteren Tümpel? (Habe ich nicht gemacht und nicht vor). Ich fände das aber überlegenswert. Denn wenn der beschriebene Biotop komplett austrocknet, gibt es kilometerweit keine Ausweichmöglichkeit für die Kröten. Da wir Menschen massenhaft Straßen und Siedlungen gebaut haben, können Amphibien nicht mehr einfach so in alle Richtungen wandern. Warum sollen wir da nicht nachhelfen, wenn wir einen potentiell geeigneten Biotop kennen? (Sofern er von der oder einer anderen Art noch nicht besetzt ist.)

    Beispiel2: In der Nähe wo ich wohne, gibt es 2 (irgendwann von Menschen angelegte) Teiche, die u.a. von Bergmolchen besiedelt wurden. Beide verlanden, bei beiden muss die Staumauer i.O. gebracht werden. Ich habe vor einigen Jahren bei der zuständigen Naturschutzbehörde wegen Pflegemaßnahmen angefragt, passiert ist nichts. (Ich habe nun eine 2. Anfrage laufen). Zum Glück gibt es aber immer wieder einige Vernünftige, oder anders ausgedrückt „Aktivisten ohne jeden Background“, die selber mal in den Teichen die Dämme etwas nachbessern. Hätten diese „Laien ohne entsprechende Organisation im Rücken“ das nie getan, wären die Teiche heute Wiesen.

    Letztes Beispiel: Ich kenne jemanden, der vor einigen Jahren seinen Bagger genommmen hat und privat einen verlandeten Teich ausgebaggert hat. Völlig ohne behördliche Genehmigung. Derjenige ist zwar organisiert, hätte das aber genauso auch so getan. Der Amphibienbestand hat sich dort spürbar erholt. Kürzlich wurde derjenige dafür ausgezeichnet!

    Erfahrungsgemäß ist es einfach so, dass es viele Leute gibt, die sich für Naturschutz interessieren und sich mehr oder weniger damit auskennen. Und die vielleicht nur nicht alle entsprechenden Organisationen kennen oder sich auch verschiedensten Gründen nicht darin beteiligen können oder wollen. Mir persönlich ist es immer noch lieber, wenn jemand dann mal spontan etwas für den Naturschutz tut, als wenn das (so möglicherweise falsch gepflegte Stück Natur) dann ganz eingeht. Aber das ist wirklich ein altes Streitthema, wir haben das früher auch ewig durchgekaut. Ich möchte damit bitte auch keinen neuen Streit anfangen!

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  • Daniel Hofer
    antwortet
    Bin etwas erstaunt wie sich diese Diskusion entwickelt hat. Dem letzten Posting von Alexander kann ich zustimmen - habe aber nicht mehr alle Beiträge vorher gelesen.
    ES ist wahr - Gewässer die Austrocknen enthalten kaum Fressräuber für Kaulquappen (Libellenlarven, Gelbrand-Larven etc.) - es mag deshalb ein
    kalkuliertes Risiko für Froschlurche sein, auch solche Gewässer zu nutzen. Kann sein, dass im einen Jahr die ganze Brut zu Grunde geht - aber dafür im nächsten Jahr, überdurchschnittlich viele in so einem Gewässer überleben - wenns genügend regnet.
    Betreffend der Inzucht habe ich gehört, sind gerade Amphibien dagegen gut geschützt - jedenfalls lassen sich viele Froschlurche über X-generationen schadlos als Inzucht vermehren. Dies gilt auch für Schwanzlurche, ich halte z.B. Rippenmolche deren UrUrUrUr-Eltern aus dem Berliner Zoo vor dem 2. Weltkrieg stammen und wohl immer wieder mit eigenem Blut vermischt wurden - sind putzmunter und deren Nachwuchs vermehrt sich weiter toll fort ......

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  • alexander
    antwortet
    Hallo Arnd,
    Ich bin fest davon überzeugt, dass die Amphibien nicht in einer ungestörten Natur überleben können, es sei denn mann liesse den Flüssen wieder freihen Lauf.
    Jedoch ist dies in unserer Landschaft wohl eher ein unrealistischer Wunsch.
    Darum sind die Amphibien doch recht stark auf die von Menschen geschaffenen Ersatzbiotope (Truppenübungsplätze und Kiesgruben ebenso Viehtränken usw) angewiessen, und dies gerade weil dort Jährlich neue feindarme Laichgewässer entstehen und eben nicht der Natur freihen Lauf gelassen wird.
    Liebe Grüsse
    vom Bengel

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  • Arnd
    antwortet
    Hallo,
    wir haben das zu Studienzeiten sehr engagiert diskutiert.
    Stichwort war Öko-Terroristen. Zitat: "Die verdammten Bengels versuchen schon wieder Frösche zu fangen!"
    Ein (illegal) gefangener (und wieder freigelassener) Frosch ist nicht der Untergang der Population, er könnte aber dazu führen dass einer der "Bengels" sich mal richtig für Frösche interessiert. Ein paar Bengels sind wohl hier im Forum.
    Und ein Eimer voll Kaulquappen ist nicht! die Rettung einer (gesunden oder bereits dem Untergang geweihten) Population, zeigt aber zumindest den guten Willen des Eimerträgers.
    Mein Rat an die "ungestörte-Natur-Bewahrer": entspannt euch, erklärt Zusammenhänge, aber schimpft nicht.
    Ansonsten stimme ich Amb zu.
    Gruß
    Arnd

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  • alexander
    antwortet
    Hallo Frank,
    In in einer möglichen Inzuchtdepression liegt die Ursache des Populationsrückgang höchstwarscheinlich nicht.
    Auch nicht in dem durch die Ueberbauung drohenden "Kanalfrass" (in Baselstadt findet man mehr Amphibien in der Kanalisation als überirdisch!)

    Viel mehr Negativwirkung zeigte der Ausbau von themporähr Gewässern zu permanent Teichen.
    Dadurch wurden die Predatoren (in Ersterlinie die Molche) der art gefördert dass diese fast die gesamten Kaulquappen auffrassen.
    Seit 6 Jahren versuche ich durch gezieltes anlegen von Spatenstichen diesem Trent entgegen zu wirken.
    Die Richtigkeit der Strategie zeigt die Amphibienzählung am Fangzaun-
    die Populationen haben sich in den letsten 3 Jahren fast verdreifacht.
    Dieses Jahr sind alle Spatenstiche ausgetrocknet darum wirds warscheinlich einen Populationseinbruch 2010 geben.

    Durch die Klimaerwährmung wird dieser Fall öfters eintreffen, so dass ich zukünftig versuche ganze Wiesen künstlich zu fluten und diese im Juli wieder trockenfallen lasse. Ganz nach dem Prinzip Hochwasser, nur etwas antrophogen Terminiert.

    Jedenfalls denke ich auf dem richtigen Weg zu sein.

    Gruss Alex
    Zuletzt geändert von alexander; 04.05.2007, 14:04.

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  • Frank Schmeissing
    antwortet
    Hallo Alexander,

    Dein letztes Posting hört sich nicht so schön an ich meine im Sinne für die Tiere.
    Ich finde jedoch jede Art als wichtigen Bestandteil unserer Umwelt.

    Bei der Vernichtung von Lebensraum sterben die Tiere ja nicht von Heute auf Morgen aus, da aber leider in letzten Jahrzehnten zuviel verbaut worden ist immer mehr

    Ich finde es immer verdammt gut wenn es da Leute gibt die sich darum kümmern das Arten überleben nur sollte dieses sehr gut durchdacht sein.
    Einige Arten wird man wohl nicht Retten können da ihr Radius und ihre Lebensweise größer ist als bei andern, hinzu kommt das Frischblut fehlt wenn alles edemisch wird.

    Mit einfach mal ein wenig Frischblut einbringen (da sind wir beim Eimer Quappen) ist es nicht getan.

    1. es muß sicher gestellt werden das die Tiere einwandfrei genetisch zu einander passen.
    2. auch muß sicher gestellt werden ob es für die betreffende Art in diesem Gebiet überhaupt Sinn macht.
    3. muß dieses über Jahre kontrolliert und gepflegt werden.

    Dann stellt sich noch die Frage ob es wirklich wichtig ist jede Quappe zu Retten, denn man kann damit auch mehr Schaden anrichten.
    Wenn das Wetter wirklich so bleibt wohin dann mit den Tieren ? irgendwann müßten sie zurück in das Gebiet wo sie gefangen worden sind, und dann ist kein Futter da und andere Arten die vielleicht wiederstandsfähiger sind leiden unter der ganzen Sache.
    Es wäre ein großes durcheinander mit wahrscheinlich mehr Schaden als Nutzen.
    Und im großen und ganzen sehe ich wirklich noch keinen Grund zur Sorge bei der momentanen Wetterlage.
    Wie ich schon sagte ist das nicht der erste trockene April den ich erlebt habe, der Grundwasserspiegel ist im grünen Bereich und die Gewässer zumindest hier bei uns in Nordhessen leiden bisher nicht.

    Städte oder Landkreise machen manchmal ein paar Euros locker aber Behörden das ist mir vollkommen neu.

    Kannst ja mal Lesen wie ich das kenne

    Viele Grüße, Frank

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  • alexander
    antwortet
    Sorry Frank,
    Ich war zu langsam (zu viel gleichzeitig) darum erst jezt:

    Nein, ich rede nicht von meinem Privatbesitz sondern von total 6 ha versprenkter mosaikartiger Flächenin unserer Gemeinde (in ca. 10x10 km Fläche)
    Finanziert wird das von der unteren Naturschutzbehörde im Landkreiss.
    Unter Finanzierung verstehe ich natürlich nur die Unkostendeckung (2.5Euro/Arbeitsstunde).

    Zu den 8 Arten:
    Leider ist das nicht so mit der intakten Natur siehe folgende Artenliste.
    Du musst Dir ein normal besiedeltes ländliches Gebiet vorstellen welches vor 25 Jahren 3 permanent Wasser führende Laichgewässer aufwiess.
    Nun 27 und 16 themporähr Gewässer.
    Neu kommt ein 3ha grossen Gebiet welches im Zuge der Autobahn als Ausgleichsfläche angelegt wurde hinzu, dessen Pflege warscheinlich von Strassenbauamt finanziert wird -die Verhandlungen laufen noch..

    Arten nach Häufikeit:
    Bergmolch
    Grasfrosch
    Erdkröte
    Fadenmolch
    Gelbbauchunke
    Kammmolch
    Laubfrosch
    Springfrosch

    Du siehst es ist nichts Weltbewegendes.

    Nebenbei, wir verzeichnen nur noch 20% der Grasfroschpopulationsstärke als noch vor 20 Jahren.
    nur noch 10 % der damaligen Erdkrötenpopulationsstärke.

    Liebe Grüsse Alex

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  • Frank Schmeissing
    antwortet
    Hallo Alexander,

    Genauso ist es wünschenswert darüber zu sprechen, welches so mach einer nicht tat.

    Aber egal ich muß jetzt leider in das Bett weil ich früh raus muß, evtl. geht es ja weiter, von mir aus gern.

    Viele Grüße, Frank

    Ps. das beste Gespräch ist immer noch das persönliche.........find ich jedenfalls
    Zuletzt geändert von Frank Schmeissing; 02.05.2007, 17:24. Grund: jetzt durch jezt ersetzt

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  • alexander
    antwortet
    Grundsätzlich ist das Umsetzen von Amphibieneiern oder Larven insofern problematisch, weil themporär Gewässern eine Predaroren freihe Brutstätte
    darstellen, was in Folge eines regenreichen Jahres zu enormen Populationsstärken führt, welche mit Reproduktionsversuchen in permanent Gewässern niemals erreicht werden könnte.
    Dennoch werden in der Regel nur für die Pionierarten temporär Gewässer angelegt bzw erhalten, weil diese solche Brutstätten von der Biologie her fordern, doch zeigen die Populationsschwankungen beim Grasfrosch, dass auch diese Art praktisch nur mit den Pfützenlaichern ihre Populationsstärken aufbauen kann, in Laufenburg (Schwarzwald) belegen die Laichzählungen, dass in permanent Teichen bestenfalls die momentane Stärke gehalten werden kann.
    Nur aus diesem Grunde haben die "Hände weg" Schreiber prinzipiell Recht.
    Dennoch kann auch ich nicht an trockengefallenen Pfützen arglos vorrübergehen.
    Legal oder nicht steht dann für mich nicht zur Debatte.
    Ich bin der Meinung, dass solch ein Handeln menschlich ist, und niemals durch Gesetze unterbunden werden kann / soll.
    Oder wollt Ihr auch bei einem gestrandeten Wal diskutieren ob er zurück ins Meer darf oder ob er nun mal Pech hatte, ich denke in solchen Fällen handelt man reflexartig und nicht streng nach den Naturgesetzen.

    Ich denke so war der Thema anreissende Trade gemeint.
    Ebenfalls kann es aus Populationssicht keine gravierende Rolle spielen wo bzw durch was die Kaulquappen ihr Leben lassen (vertrocknen/oder gefressen werden) nur das menschliche Gewissen ist beruhigter wenn die kleinen Tierchen im Wasser schwimmen, das ist doch auch was Wert.
    Oder nicht?!
    Zumal nun nicht gleich die halbe Welt losrennt um Kaulis zu retten, möchte ich bitten auf dem Boden zu bleiben.
    Liebe Grüsse Alex

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  • Frank Schmeissing
    antwortet
    Hallo,

    Ich habe schon genug Werbung für Organisationen gemacht, einfach mal Suchen und Lesen dann weiß man evtl. wie man so etwas macht.

    Zitat von alexander Beitrag anzeigen
    Zum Abschluss noch was zu den Behörden:
    Sie dulden nicht nur sondern finanzieren die ganze Sache und ersuchen Rat wenns um Flurneuordnungen oder Baumassnahmen bedinkte Ausgleichsflächen geht.
    In der Regel laufen die Finanzierungen über private Investoren, kenne keine Behörde die was locker macht........eher das Gegenteil ist die Regel.

    Zitat von alexander Beitrag anzeigen
    Dazu brauchts keine übergeordnete Grupierung wie BUND oder NABU usw.
    Doch zugegebener Masen war der Anfang nicht leicht.
    Dies soll als Beispiel zeigen, dass man auch als "Privatman" einiges erreichen kann zumal im BUND auch "nur" Privatleute vereinigt sind, warum sollen diese dann mehr Rechte haben?
    Wenn du über deinen Privaten Besitz hinaus gehst eben doch, darf ich erfahren wie groß die Fläche ist ?

    Zitat von alexander Beitrag anzeigen
    Hallo Timo,
    Im Uebrigen leite ich eine seit 25 Jahren existierende private Feuchtbiotopgruppe welche mittlerweile 27 Laichgewässer für 8 Amfibienarten pflegt, resettet und anlegt..
    Ist das, weil nicht NABU oder so nun illegal?
    Du kannst auf deinem Privatbesitz (fast) alles machen was Du willst zum Wohle der heimischen Fauna und Flora.

    Und wenn das wirklich so ist mit den 8 Amphibienarten gibt es bei Dir wahrscheinlich sehr viele Naturschutzgebiete mit riesigen Flächen Drumherum wo die Habitate voll intakt sind ?


    Zitat von alexander Beitrag anzeigen
    Nun gut, es ist sicher einfacher und für alle Leser nachvolziebarer wenn man immer "Hände weg" argumentiert.
    Wenn du mal genau nachliest habe ich auch andere Dinge geschrieben.......die kleinen Racker hören jedenfalls sehr interessiert zu.

    Zitat von alexander Beitrag anzeigen
    Doch da Ihr immer noch im Verein seid (wie ich sehe) währe ich sehr vorsichtig mit Aburteilungen von nicht Mitgliedern.
    Dieses hat niemand getan ! und das was Du "schwach" findest hat auch Hintergründe.

    Hasta luego,

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  • alexander
    antwortet
    Nun gut, es ist sicher einfacher und für alle Leser nachvolziebarer wenn man immer "Hände weg" argumentiert.
    Doch was währe wenn man schreibt, "nicht immer ist das simple Umsetzen des in Pfützen gefundenen Laichges die richtige Strategie (zumal gerade bei Grasfröschen mindestenz 60% der Individuen einer Population aus solchen Pfützen stammt) doch ich finde Dein interessiertes Handeln gut, darum werde ich versuchen für Dich einen Anschluss in einer Ortsansässigen Gruppe zu ermöglichen....

    Zum Abschluss noch was zu den Behörden:
    Sie dulden nicht nur sondern finanzieren die ganze Sache und ersuchen Rat wenns um Flurneuordnungen oder Baumassnahmen bedinkte Ausgleichsflächen geht.
    Dazu brauchts keine übergeordnete Grupierung wie BUND oder NABU usw.
    Doch zugegebener Masen war der Anfang nicht leicht.
    Dies soll als Beispiel zeigen, dass man auch als "Privatman" einiges erreichen kann zumal im BUND auch "nur" Privatleute vereinigt sind, warum sollen diese dann mehr Rechte haben?
    Gruss Alex

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Beispiel A:
    "Alter" Tümpel trocknet aus - Laich/Larven werden in neu angelegten Tümpel umgesetzt =OK

    Beispiel B:
    "Alter" Tümpel trocknet aus - Laich/Larven werden in bestehende Tümpel, in denen sich schon (artengleicher) Laich befindet, umgesetzt, also ergänzt =nicht OK, weil so möglicherweise ein Tümpel "überbesetzt" werden könnte

    So würde ich das sehen/einschätzen..........

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  • Salvador
    antwortet
    Zitat von Timo Plochowietz Beitrag anzeigen
    Das heisst ja noch lange nicht das man deshalb die Augen davor verschließt das einige Menschen der Meinung sind sie könnten auf eigene Faust machen was sie wollen......
    Lieber Timo, ich habe spontan aus der Situation heraus gehandelt. Was mir hier unterstellt wird, hört sich so an, als hätte ich massenhaft, auf eigene Faust eine ganze Population umgesiedelt, was einfach nicht der Wahrheit entspricht. Keine Sorge, es sind mittlerweile schon noch genügend Larven vertrocknet.
    Außerdem, woher willst du denn wissen, an wen ich mich gewendet habe und an wen nicht? Ich habe beim Bund Naturschutz bescheid gegeben und die Situation gemeldet. Ganz so blöd bin ich auch nicht. Aber ihr könnt mir keine Unverantwortlichkeit vorwerfen, wo keine vorhanden ist. Ihr wisst weder etwas über mich, noch über die Situation und wenn es dich so stört, dass du meinen Namen nicht kennst, dann schreib mir doch bitte ne mail oder schau unter ICQ, da hast du meinen Namen. Du kennst meinen Namen im übrigen sowieso, also wenn du mich anzeigen möchtest oder es jemand anderes tun möchte, braucht er sich ja nur an dich zu wenden!
    Was erwartest du? Soll ich jetzt zur Polizei rennen und melden, ich hab nen Eimer Kaulquappen in nen andren Teich gegeben? Ganz ehrlich, wie bescheuert ist das denn? Wer rennt zur Polizei, ich hab gekifft, ich hab ne CD gebrannt, ich bin zu schnell gefahren oder ich hab nen Apfel aus Nachbars Garten gegessen?
    Ich muss zugeben, dass es mich selbst ein bisschen ärgert, das ich so naiv war und das hier reingeschrieben habe. Nicht weil es illegal ist, damit hab ich jetzt eigentlich kein Problem, vielmehr, weil sich vielleicht manche Pflaumen denken, oh ja, das mach cih acuh. Das möchte ich auf keinen Fall und kann das auch nicht begrüßen.
    Mir ging es in dem Moment weder um Gesetz, noch um die Situation als Ganzes. Ich wollte dem Individum helfen. Für mich ist jedes Individum genauso wichtig wie die ganze Population. Ich sehe Tiere eben nicht als statistische Zahl und Art, sonder als Indivdum und da ist es für mich selbstverständlich in der Not zu helfen. Mag sein, dass das nicht wirklich natürlich gedacht ist (die Auslese, ja ja). Is mir in dem Moment aber Wurscht. Da haben die Menschen eben einfach verschiedene Meinungen. Der eine schützt die Art, lässt aber vielleciht das einzelne Tier sterben. Ich versuch aber sowohl der Art als auch dem einzelnen Tier zu helfen. Ehrlich gesagt, für was oder wen rechtfertige ich mich eigentlich. Ich finde ich hab in dem Moment richtig gehandelt, ob es dem einen jetzt passt oder nicht. Unglaublich, dass das jetzt hier überhaupt so hochgepuscht wurde. Der Thread wäre sicherlich noch sehr interessant geworden, aber nein, man muss sich ja immer herumstreiten. Dazu gehören zwar immer mehrere und ich gebe zu, dass ich auch nicht gerade unbeteiligt daran gewesen bin nen bisschen Streit zu schüren. Aber nun is doch auch mal wieder gut!
    Vielleicht bin ich einfach nur zu blöd, vielleicht macht hier aber auch manch einer eine Mücke zu einem Elefanten und kommt sich dabei noch super wichtig vor. Möchte ich nicht beurteilen. Wie auch immer, ich hoffe ich habe meine Meinung klar und deutlich ausgedrückt!

    Mfg
    Salvador
    Zuletzt geändert von Salvador; 02.05.2007, 13:34.

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