Hallo,
wenn sich solche Diskussionen verfolge, denke ich mir oft, wie würde diese "aussehen", würden sich die beiden an einem Tisch gegenüber sitzen. ...
Egal, zurück zum Thema:
Ich habe 13 von 14 Becken mit HHMF. Nummer 14 ist mit einem Mehrkammerschwammfilter ausgerüstet, also einem sehr tiefen HHMF mit verhältnismäßig kleinem Querschnitt.
Meine intuitive Quintessenz der letzten Jahre (vor allem für Tiere aus eher tropischen Gegenden):
Man sollte sich am jeweiligen natürlichem Biotop orientieren.
Tiere aus klaren, sauerstoffreichen und durchgängig schnell fließenden Gewässern stellen "höhere Ansprüche" an die Wasserqualität, woraus sich ergibt, dass man mehr Reinigung durch mehr technischen Aufwand betreiben muss. Vor allem sind häufige und große Teilwasserwechsel notwendig, wodrch man dann halbwegs konstante Wasserwerte. Auch kommt man oft um zusätzliche Spezialfilter nicht drum herum.
Tiere aus langsam fließenden, stehenden oder gar nur temporären und stärker eutrophierten Gewässern "halten mehr aus". Für sie stellen umfangreiche Wasserwechsel in den meisten Fällen auch einen Vermehrungsreiz dar. Hier sollte man regelmäßig eher kleinere Mengen Wasser wechslen und große Wasserwechsel nur zur Nachstellung von Regenfällen verwenden. Falls möglich, sollte man auch analog dazu den Wasserstand variieren.
Und hier kommt dann der HHMF zum Einsatz. Er garantiert sehr gleichbleibende Wasserwerte. Man muss nur schauen, dass er nicht verstopft.
Ich zeihe in eingefahrenen Aqaurien mit HHMF Riedfroschkaulquappen, die Kaulquappen von Zungenlosen Fröschen und die Brut von Killifischen komplett ohne Wasserwechsel auf. Und das klappt hervorragend, oft auch in Rekordzeit und rekordverdächtiger Besatzdichte. Das Ergebnis sind sehr vitale Jungfrösche und Fische. Das einzige worauf man bei dieser Aufzuchtmethode achten muss, ist dass das Wasser nicht durch zu viel Futterreste kippt. Mit etwas Erfahrung schafft man es sogar z.B. die filtrierenden Quappen der Krallenfrösche mit aufgeschwemmter Hefe ganz ohne Wasserwechsel groß zu bekommen.
Wasserwechsel bedeutet immer auch Streß für die Beckenbewohner.
"Normale" Motorbetriebene Innen- und Außen-Filter schaffen aus meiner Sicht ein sehr anfälliges System. Ist das sehr knapp dimensionierte Filtermedium verstopft oder ist der Rotor blockiert, kommt das Becken bei hohem Besatz sehr schnell in einen kritischen Zustand. Beim HHMF betrachte ich dieses Risiko als fast nicht existent, es dauert zumindest deutzlich länger, bis es akut wird. Aber in Sachen Besatzdichte gilt eh: Weniger ist mehr.
Meiene HHMF habe ich übrigens nicht berechnet. Ich betreibe sie bei minimaler Strömung und die Größe der Matte ergibt sich aus den Beckenmaßen.
Gruß Martin
wenn sich solche Diskussionen verfolge, denke ich mir oft, wie würde diese "aussehen", würden sich die beiden an einem Tisch gegenüber sitzen. ...
Egal, zurück zum Thema:
Ich habe 13 von 14 Becken mit HHMF. Nummer 14 ist mit einem Mehrkammerschwammfilter ausgerüstet, also einem sehr tiefen HHMF mit verhältnismäßig kleinem Querschnitt.

Meine intuitive Quintessenz der letzten Jahre (vor allem für Tiere aus eher tropischen Gegenden):
Man sollte sich am jeweiligen natürlichem Biotop orientieren.
Tiere aus klaren, sauerstoffreichen und durchgängig schnell fließenden Gewässern stellen "höhere Ansprüche" an die Wasserqualität, woraus sich ergibt, dass man mehr Reinigung durch mehr technischen Aufwand betreiben muss. Vor allem sind häufige und große Teilwasserwechsel notwendig, wodrch man dann halbwegs konstante Wasserwerte. Auch kommt man oft um zusätzliche Spezialfilter nicht drum herum.
Tiere aus langsam fließenden, stehenden oder gar nur temporären und stärker eutrophierten Gewässern "halten mehr aus". Für sie stellen umfangreiche Wasserwechsel in den meisten Fällen auch einen Vermehrungsreiz dar. Hier sollte man regelmäßig eher kleinere Mengen Wasser wechslen und große Wasserwechsel nur zur Nachstellung von Regenfällen verwenden. Falls möglich, sollte man auch analog dazu den Wasserstand variieren.
Und hier kommt dann der HHMF zum Einsatz. Er garantiert sehr gleichbleibende Wasserwerte. Man muss nur schauen, dass er nicht verstopft.
Ich zeihe in eingefahrenen Aqaurien mit HHMF Riedfroschkaulquappen, die Kaulquappen von Zungenlosen Fröschen und die Brut von Killifischen komplett ohne Wasserwechsel auf. Und das klappt hervorragend, oft auch in Rekordzeit und rekordverdächtiger Besatzdichte. Das Ergebnis sind sehr vitale Jungfrösche und Fische. Das einzige worauf man bei dieser Aufzuchtmethode achten muss, ist dass das Wasser nicht durch zu viel Futterreste kippt. Mit etwas Erfahrung schafft man es sogar z.B. die filtrierenden Quappen der Krallenfrösche mit aufgeschwemmter Hefe ganz ohne Wasserwechsel groß zu bekommen.
Wasserwechsel bedeutet immer auch Streß für die Beckenbewohner.
"Normale" Motorbetriebene Innen- und Außen-Filter schaffen aus meiner Sicht ein sehr anfälliges System. Ist das sehr knapp dimensionierte Filtermedium verstopft oder ist der Rotor blockiert, kommt das Becken bei hohem Besatz sehr schnell in einen kritischen Zustand. Beim HHMF betrachte ich dieses Risiko als fast nicht existent, es dauert zumindest deutzlich länger, bis es akut wird. Aber in Sachen Besatzdichte gilt eh: Weniger ist mehr.
Meiene HHMF habe ich übrigens nicht berechnet. Ich betreibe sie bei minimaler Strömung und die Größe der Matte ergibt sich aus den Beckenmaßen.
Gruß Martin
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